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Über dieses Buch

Familienunternehmen genießen in der Öffentlichkeit einen zwiespältigen Ruf. Einerseits gelten sie als wenig entwicklungsfähig, auf der anderen Seite bilden sie mit ihren vielen Hidden Champions das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Dieses Buch – jetzt in der 3., überarbeiteten Auflage – schildert anschaulich und fundiert Chancen und Risiken dieses Unternehmenstyps. Aktuelle Herausforderungen wie die Digitale Revolution und ihre Konsequenzen für Familienunternehmen werden beleuchtet. Durch den unterschiedlichen fachlichen Hintergrund der Autoren (Betriebswirtschaft, Sozialpsychologie, Organisationspsychologie und Familientherapie) wird das komplexe Thema „Familienunternehmen“ interdisziplinär bearbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und Überblick über die zentralen Fragen

Zusammenfassung
Wir haben ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 500 Mitarbeitern im Auge. Es handelt sich dabei um einen profilierten Zulieferer der deutschen Automobilindustrie. Das Unternehmen befindet sich gerade im Übergang von der zweiten zur dritten Generation.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 2. Entstehungsprozess und Zielsetzungen des Buches

Zusammenfassung
Die Mitglieder unseres Autorenteams brachten in den Arbeitsprozess eine jeweils unterschiedliche Fachperspektive ein (Betriebswirtschaft, Sozialpsychologie, Organisationssoziologie, Familientherapie). Dies ermöglichte durchgängig eine interdisziplinäre Bearbeitung des Themas. Diese Art von Interdisziplinarität hat sich auch als unerlässlich erwiesen, weil anders an die spezifische Komplexität dieses Themas nicht angemessen heranzukommen gewesen wäre.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 3. Die aktuelle Dynamik unseres Wirtschaftssystems – Eine Hintergrundfolie für die Zukunftschancen von (Familien-) Unternehmen

Zusammenfassung
Um die besonderen Chancen und Risiken von Familienunternehmen herauszuarbeiten, muss man auch einen Blick auf die strukturellen Veränderungen unseres Wirtschaftssystems werfen, die in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen für das erfolgreiche Überleben von Wirtschaftsorganisationen grundlegend verändert haben. Wir haben uns von der Annahme leiten lassen, dass Unternehmen (ob in Familienhand oder nicht spielt hier keine Rolle) ihr Überleben in einem komplizierten Netz an vielschichtigen wirtschaftlichen Austauschbeziehungen sichern und dass es für die Beantwortung unserer Leitfragen sehr darauf ankommt, die Eigenlogik – insbesondere die aktuelle Eigendynamik – unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems auf einer globalen Ebene zu verstehen.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 4. Aktuelle Trends in der Umgestaltung der Führungs- und Organisationsstrukturen von Unternehmen

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel ging es darum, die momentane Eigendynamik unseres Wirtschaftssystems zu rekonstruieren, um damit die radikalen Veränderungen anzudeuten, denen sich Unternehmen heute gegenübersehen. Dieses Szenario bildet allerdings nur die Hintergrundfolie, um die uns eigentlich interessierende Frage beantworten zu können: Gibt es hinsichtlich der Überlebensfähigkeit von Familienunternehmen im Vergleich zu Publikumsgesellschaften angesichts der aktuellen Wirtschaftslage einen Unterschied? Diesen Unterschied gibt es. Familienunternehmen verfügen über eine besondere Vitalität, wenn es ihnen gelingt, so meinen wir, die in ihrer Struktur liegenden Wettbewerbsvorteile gezielt zu nutzen.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 5. Familienunternehmen sind anders – Spezielle Aspekte des Erfolgs- und Risikomanagements

Zusammenfassung
Im dritten Kapitel haben wir herausgearbeitet, in welcher Weise zurzeit viele Unternehmen versuchen, ihre internen Strukturen und Abläufe strategisch so auszurichten, dass die eigene Antwortfähigkeit als Unternehmen angesichts stark veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auch künftig erhalten bleibt. Dabei wurde deutlich, dass die heute eingeschlagenen Veränderungsrichtungen nicht auf eine bloße Optimierung der übernommenen Strukturen und Ablaufmuster ausgerichtet sind. Ihnen liegt eine gänzlich andere Logik und Architektur von Organisation zugrunde, als wir sie in den vergangenen Jahrzehnten in Theorie und Praxis angetroffen haben.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 6. Die Unternehmerfamilie – ein Mythos?

Zusammenfassung
In den folgenden Sätzen eines 30-jährigen Mannes scheint die ganze Dramatik der schwierigen Übergabeproblematik aus der Sicht eines Nachfolgers mit ihrer scheinbar unentrinnbaren Dynamik eingefangen: Verzweiflung, Aufbäumen, Unsicherheit über das eigene Können, Unmöglichkeit des Weggehens. Die Angst, der Scheck auf die Zukunft könnte verfallen.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 7. Die zeitliche Entwicklungsdynamik von Familienunternehmen

Zusammenfassung
In der Gründungsphase eines Unternehmens sind zunächst alle Energien darauf gerichtet, den Beweis für seine Lebensfähigkeit anzutreten. In dieser Zeit gilt die gebündelte Aufmerksamkeit der Eroberung eines Marktsegmentes durch die Kreation eines erfolgreichen Produktes. Die Orientierung am jeweils aktuellen Kundenauftrag dominiert das organisationsinterne Geschehen, im Verhältnis zu diesem ist alles andere nachrangig.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

Kapitel 8. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Kehren wir am Ende unserer Untersuchungen und Betrachtungen zu unserer Ausgangsfrage zurück: Ist das Familienunternehmen ein Erfolgstyp oder handelt es sich um ein Auslaufmodell, um einen Anachronismus? Die Einschätzung dieser Frage erscheint insofern schwierig, da sich Beispiele für Familienunternehmen finden, die sowohl die eine als auch die andere Version nahe legen. Zahlreiche Berichte über Konkurse aufgrund chronischer Führungsmängel beziehungsweise Familienzwistigkeiten könnten die Hypothese stützen, dass es auf Dauer für ein Unternehmen zu riskant und auch unzumutbar ist, seine Geschicke einer Familie anzuvertrauen, die sowohl die unternehmerischen als auch die familiären Weichenstellungen treffen muss und dabei keiner Kontrollinstanz außer sich selbst Rechenschaft abgeben muss.
Rudolf Wimmer, Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater

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