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Familienzentren in Nordrhein-Westfalen

Eine empirische Analyse

  • 2020
  • Buch
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Über dieses Buch

Familienzentren sind Kindertageseinrichtungen, die in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern ein breites und niederschwelliges Angebot für die Beratung, Unterstützung und Bildung von Familien im Sozialraum bereithalten. In Nordrhein-Westfalen wird seit 2006 im Rahmen eines Landesprogramms mehr als ein Drittel der Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickelt. Das Buch enthält die Ergebnisse einer empirischen Studie und zeigt, wie Familienzentren die erweiterte Familien-, Kooperations- und Sozialraumorientierung in der Praxis umsetzen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Chapter 1. Familienzentren – Konzeptionelle Grundlagen

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    Die gestiegenen Ansprüche an Kindertagesbetreuung und frühe Bildung sind seit Jahren Thema der wissenschaftlichen wie der fachpolitischen Debatte (Zusammenfassend Klaudy et al. 2016, S. 10 ff. m. w. V.; zum politischen Diskurs vgl. Klinkhammer 2014), und zwar sowohl bezogen auf die Kernaufgaben Erziehung, Bildung und Betreuung (§ 22.3 SGB VIII) als auch auf eine Funktionserweiterung der Tageseinrichtungen für Kinder. Zentrale Stichwörter für wachsende Ansprüche an die Erfüllung der Kernaufgaben Erziehung, Bildung und Betreuung sind der gestiegene Stellenwert des Bildungsauftrags und damit verbunden die Implementierung von Bildungsleitlinien in allen Bundesländern.
  3. Chapter 2. Das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ als Grundlage für die Entwicklung der Familienzentren in Nordrhein-Westfalen

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    Im Unterschied zu oft eher in Form von (befristeten) Modellprojekten angelegten Programmen in anderen Bundesländern und der Entwicklung von Familienzentren in vielen einzelnen Kommunen hat das Land Nordrhein-Westfalen ab 2005 ein Landesprogramm entwickelt (vgl. Überblick in Lindner et al. 2008) und – ausgehend von den Erfahrungen in einer einjährigen, wissenschaftlich begleiteten Pilotphase 2006/2007 – in kurzer Zeit stufenweise eine flächendeckende Infrastruktur von Familienzentren mit einer im Gesetz über Kindertageseinrichtungen verankerten Landesförderung (vgl. § 16 KiBiz) aufgebaut.
  4. Chapter 3. Leistungen und Strukturen der Familienzentren: Die Entwicklung seit der Pilotphase

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel wird auf der Basis einer Auswertung der jährlichen Berichte zum Zertifizierungsverfahren ein Überblick über die Entwicklung der Leistungen und Strukturen der Familienzentren gegeben. Dabei wird die Auswertung mit Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung der Pilot- und Aufbauphase sowie von verschiedenen weiteren Studien (von qualitativen und quantitativen Analysen sowie konzeptionellen Beiträgen) verknüpft.
  5. Chapter 4. Das Forschungsdesign: Befragungen in und über Familienzentren

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    Das Forschungsdesign für die empirischen Erhebungen zu Familienzentren in Nordrhein-Westfalen umfasste schwerpunktmäßig qualitative Instrumente. Den Ausgangspunkt für die Analysen bildeten Befragungen der Leitungen von 36 ausgewählten Familienzentren (Abschn. 4.1). Darauf aufbauend wurden zum einen in acht dieser Familienzentren Interviews mit Mitarbeiter/inne/n und Vertreter/inne/n von Kooperationspartnern (Abschn. 4.2), zum anderen in 13 Einrichtungen Elternbefragungen mit einer Gesamtzahl von 61 telefonischen Interviews durchgeführt (Abschn. 4.3). Ergänzt wurden diese Interviewstudien durch eine standardisierte Online-Befragung der nordrhein-westfälischen Jugendämter (Abschn. 4.4) und durch fünf Gruppendiskussionen mit unterschiedlichen Expert/inn/en (Abschn. 4.5).
  6. Chapter 5. Familienzentren im gesellschaftlichen Kontext: Typen, Selbstverständnis und Veränderungen

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel geht es zunächst darum, das Konzept und die Entwicklung der Familienzentren vor dem Hintergrund ihres gesellschaftlichen Kontextes zu betrachten. Einleitend werden dabei zunächst die Strukturmerkmale der in die empirische Untersuchung einbezogenen Familienzentren, die auf der Grundlage der dargestellten Kriterien für die Untersuchung ausgewählt wurden, analysiert (Abschn. 5.1). Im Anschluss erfolgt eine Typisierung der Familienzentren anhand ihres sozialräumlichen Kontextes (Abschn. 5.2). Darauf aufbauend wird nach ihren zentralen Zielgruppen (Abschn. 5.3) und ihrem Selbstverständnis gefragt (Abschn. 5.4). Abschließend geht es um die Wahrnehmung gesellschaftlicher Entwicklungen, zunächst aus der Perspektive der Familienzentren, dann aus der Sicht der Jugendämter (Abschn. 5.5).
  7. Kapitel 6. Angebote der Familienzentren

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel stehen die Angebote der Familienzentren im Fokus. Dabei wurde nicht der Versuch unternommen, alle Angebote zu erfassen; ein quantitativer Überblick ergibt sich aus der Analyse der Entwicklung der Gütesiegelkriterien (vgl. 3).
  8. Kapitel 7. Die Organisation der Familienzentren

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel steht die Organisation von Familienzentren im Mittelpunkt. Dazu wird eingangs auf die Leitungen, ihre Funktion und ihre Ressourcen eingegangen (7.1). Anschließend folgt die Vorstellung der Teamorganisation (7.2).
  9. Kapitel 8. Familienzentren in der Kommune

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    Die Online-Befragung der Jugendämter in Nordrhein-Westfalen (vgl. Abschn. 4.​4) gibt Aufschluss über deren Perspektive zu der aktuellen und zukünftigen Entwicklung der Familienzentren. Basierend auf einer im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der ersten drei Jahre des Aufbaus von Familienzentren im Jahr 2008 durchgeführten Jugendamtsbefragung (vgl. Schilling 2008a) können durch eine erneute flächendeckende Befragung der Jugendämter Veränderungen in den Strukturen und Verfahren der Unterstützung von Familienzentren ermittelt werden.
  10. Chapter 9. Wirkungen der Arbeit von Familienzentren: Perspektiven der beteiligten Akteure

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    Um Wirkungen der Arbeit von Familienzentren auf Kinder und Familien wissenschaftlich zu analysieren, wären Langzeitstudien erforderlich, in denen die Entwicklung von Kindern, deren Familie Angebote von Familienzentren genutzt hat, über mehrere Jahre dokumentiert und mit Kontrollgruppen verglichen würde. Da ein solch aufwendiges Forschungsdesign in einer einjährigen Evaluation nicht umsetzbar gewesen wäre, wurden Wirkungen über die Interviews und die Online-Befragung indirekt erfasst, nämlich im Spiegel der Erfahrungen der befragten Expert/inn/en, die in und mit den Familienzentren arbeiten. Ergänzt werden diese Einschätzungen in einigen Fällen durch einen Vergleich mit Aussagen der Eltern.
  11. Chapter 10. Familienzentren: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken

    Sybille Stöbe-Blossey, Linda Hagemann, E. Katharina Klaudy, Brigitte Micheel, Iris Nieding
    Zusammenfassung
    In allen Modulen der empirischen Erhebungen wurde die Bewertung des Konzepts „Familienzentren“ und seiner Umsetzung behandelt. In der im Folgenden vorgestellten Auswertung werden – angelehnt an das Verfahren der SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats) – die Familienzentren und ihr Umfeld miteinander in Beziehung gesetzt und sowohl aktuelle Stärken und Schwächen als auch zukunftsorientiert Chancen und Risiken für die weitere Entwicklung thematisiert.
  12. Backmatter

Titel
Familienzentren in Nordrhein-Westfalen
Verfasst von
Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey
Linda Hagemann
E. Katharina Klaudy
Dr. Brigitte Micheel
Iris Nieding
Copyright-Jahr
2020
Electronic ISBN
978-3-658-30600-7
Print ISBN
978-3-658-30599-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-30600-7

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    Bildnachweise
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