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Über dieses Buch

In diesem Lehrbuch werden zentrale Diskussionsstränge einer mehr als dreißigjährigen Entwicklungsgeschichte gebündelt und Einblicke in ausgewählte Methoden der Frauen- und Geschlechterforschung gegeben. Vorgestellt werden methodologische Erörterungen, empirische Studien und ihre methodischen Konzepte sowie jüngere Debatten über die Kategorie Geschlecht. Adressiert werden damit sowohl Studienanfänger und -anfängerinnen wie im Studium bereits Fortgeschrittene, die sich für Fragen von Erkenntnistheorie, Methode und Methodologie in der Frauen- und Geschlechterforschung interessieren und/oder selbst in diesem Feld forschen wollen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Feministische Forschung zwischen Wissenschaftskritik, politischen Ansprüchen und methodologischen Orientierungen

Zusammenfassung
Feministische Forschung entwickelte sich in einer engen Verbindung zur westdeutschen Frauenbewegung der 1970er Jahre. Daher zielte sie nicht nur auf wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, sondern verfolgt zugleich einen politisch-emanzipatorischen Anspruch. In diesem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Politik bewegen sich die wissenschaftlichen Debatten der Frauen- und Geschlechterforschung bis heute. Die ausgewählten Quellentexte liefern einen Einblick in die Geschichte der Frauen- und Geschlechterforschung, ihre Entwicklungswege, ihre Institutionalisierung und Etablierung im Wissenschaftssystem. Diese Betrachtung konkreter historischer Kontexte und Erfahrungen fundiert die wissenschaftlichen Debatten, zentralen Weichenstellungen und Entwicklungsdynamiken, die in den folgenden Abschnitten des Lehrbuchs aufgegriffen werden.
Martina Althoff, Magdalena Apel, Mechthild Bereswill, Julia Gruhlich, Birgit Riegraf

Chapter 2. Im Wechselspiel zwischen Theorie und Empirie: Forschungsfelder und methodische Konzepte der Frauen- und Geschlechterforschung

Zusammenfassung
Die methodologischen Debatten der Frauen- und Geschlechterforschung sind von Beginn an mit konkreten Forschungserfahrungen verbunden. Mittlerweile liegen zahlreiche empirische Untersuchungen zu Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung vor, aus deren breitem Spektrum ein kleiner Ausschnitt vorgestellt wird. Die ausgewählten Arbeiten stammen aus Forschungsfeldern, die für die Etablierung der sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung von großer Bedeutung waren und bis heute sind. Vorgestellt werden Untersuchungen zu Gewalt und Geschlecht, zum Verhältnis von Arbeit und Geschlecht, zum Zusammenhang von Biographie und Geschlecht sowie Forschungsansätze der Queer-Studies. Die kommentierten Ausschnitte aus den ausgewählten Studien erlauben einen exemplarischen Einblick in eine methodisch vielfältige und kreativ gestaltete Forschungstradition.
Martina Althoff, Magdalena Apel, Mechthild Bereswill, Julia Gruhlich, Birgit Riegraf

Chapter 3. Nachdenken über die Kategorie Geschlecht: Theoretische und methodologische Perspektiven

Zusammenfassung
Methodische Verfahren sind in theoretische und methodologische Traditionen eingebunden, die auch in der Frauen- und Geschlechterforschung sehr unterschiedlich sind. Das Kapitel fokussiert grundlagentheoretische Debatten, die die unterschiedlichen theoretischen und methodischen Verortungen von Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung verdeutlichen. Vorgestellt werden fünf Theorietraditionen, die verschiedene methodologische Perspektiven für die Entschlüsselung der Konstruktionsweisen von Geschlecht eröffnen: die sozialkonstruktivistischen Theorien; die Kritische Theorie; die Diskussion um soziale Ungleichheit und Intersektionalität; Diskurs- und Subjekttheorien; Praxistheorien. Alle vorgestellten Ansätze zielen darauf, die strukturierende Wirkung von Geschlecht für gesellschaftliche Zusammenhänge und deren soziale und symbolische Ordnung zu erfassen und zu analysieren. Die große Herausforderung liegt darin, diese für empirische Forschung zu übersetzen und weiter zu konkretisieren.
Martina Althoff, Magdalena Apel, Mechthild Bereswill, Julia Gruhlich, Birgit Riegraf

Chapter 4. Methodologie und Methode in der Frauen- und Geschlechterforschung: Eine Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Im vorliegenden Lehrbuch werden Einblicke in zentrale methodologische Debatten und methodische Konzepte der Frauen- und Geschlechterforschung gegeben. Sichtbar gehalten wird dabei auch ein Stück Geschichte, das die unterschiedlichen Perspektiven, aber auch Neuorientierungen feministischer Wissenschaft nachvollziehen lässt. Deutlich wurde, dass die Frauen- und Geschlechterforschung von Beginn nicht einfach eine neue Disziplin innerhalb der Sozialwissenschaften bildet, die sich in die bestehende Wissenschaftslandschaft einreiht und diese ergänzt.
Martina Althoff, Magdalena Apel, Mechthild Bereswill, Julia Gruhlich, Birgit Riegraf

Backmatter

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