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Über dieses Buch

Der Autor legt mit diesem Buch eine erste systematische und faktenreiche Analyse über die Entwicklung des Fernsehens in Spanien vor, die neben einer Jahrzehnte übergreifenden Beschreibung vor allem den treibenden Kräften und den Auswirkungen der fortschreitenden Ökonomisierung nachgeht. Was sind die Ursachen, die Strukturebenen, die Formen und Folgen der Ökonomisierung des Fernsehens in Spanien? Die Frage stellt sich nicht nur dem Beobachter aus dem deutschen Sprachraum, dem das Medium Fernsehen in unserem wichtigsten Urlaubsland außerhalb Deutschlands in mehrfacher Hinsicht „spanisch vorkommt“.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einführung

Zusammenfassung
„Was ist das – Was – ist das …“ fragt die kleine Tony Buddenbrook zu Beginn des epochalen Gesellschaftsromans von Thomas Mann (1875–1955). Es ginge wohl etwas zu weit, zu enge Parallelen von einem sich über vier Generationen hinziehenden Verfall einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie zum Verfall der Medien bzw. des Mediums Fernsehen zu ziehen, obwohl sich auf diesen Nenner eine rein kulturpessimistische Schlussfolgerung zurückziehen würde – wohl wissend, dass Thomas Mann in den Buddenbrooks eine Kapitalismuskritik formulierte, die im 21. Jahrhundert aktueller nicht sein könnte.
Markus Riese

Chapter 2. Ökonomisierung der Medien – ein Phänomen?

Zusammenfassung
Erste medienökonomische grundlegende Beiträge stammen aus dem USAmerikanischen von Owen/Beebe/Manning (1974) und Picard (1989) sowie Owen/Wildman (1992). Die wissenschaftliche Vorreiterrolle lässt sich mit der weniger starken Regulierung des amerikanischen Mediensystems erklären. Eine Fernsehlandschaft mit ausschließlich öffentlich-rechtlichen oder staatlichen Sendern, wie sie in Europa bis Mitte der Achtziger und insbesondere in Spanien noch bis Anfang der Neunziger gegeben war, hat eine Forschung über ökonomische Zusammenhänge und Strukturen der Fernsehbranche nicht gefördert (vgl. Bustamante 2006).
Markus Riese

Chapter 3. Theoretischer Bezugsrahmen: Fernsehen im Wandel

Zusammenfassung
Saxer postuliert, dass zur Erfassung von Medienwandel vieldimensionale, hochkomplexe Modelle entwickelt werden müssen, die die Mikro-, Meso- und Makroebene umfassen.
Markus Riese

Chapter 4. Die historische Entwicklung des spanischen Fernsehens unter besonderer Berücksichtigung der ökonomischen Dimension

Zusammenfassung
Der Evolutionsprozess des spanischen Fernsehens kann je nach Blickwinkel und nach zu Grunde liegender Dimension in unterschiedliche Phasen eingeteilt werden.
Markus Riese

Chapter 5. Die medienökonomische Dimension des spanischen Fernsehens

Zusammenfassung
Nach den einleitenden Phasen der Initialisierung und Monopolisierung wurde in der Phase der Demokratisierung der gesetzliche Rahmen für Pluralismus im Fernsehen gelegt. In der nun folgenden vierten Phase der Ökonomisierung wird überprüft, ob das pluralistische Ideal Bestand hat oder ob es durch die ökonomischen Einflüsse konterkariert wird.
Markus Riese

Chapter 6. Ökonomisierung des spanischen Fernsehens: eine Sekundäranalyse

Zusammenfassung
Nach der Analyse der historischen Entwicklungsphasen des spanischen Fernsehens und der Ursachenforschung der ab dem Jahr 1990 mit der Zulassung privatkommerzieller TV-Sender einsetzenden Phase der Ökonomisierung des Fernsehens wurde bisher eine Verstärkung der ökonomischen Einflüsse auf den drei relevanten Ebenen des Orientierungshorizonts, der institutionellen Ordnung und insbesondere der relevanten Akteure konstatiert. In diesem Kapitel werden nach einer kurzen theoretischen Einordnung die strukturellen Besonderheiten des spanischen Fernsehsystems genauer herausgearbeitet und relevante Systemelemente und Veränderungsdimensionen des Marktes und des Wettbewerbs identifiziert.
Markus Riese

Chapter 7. Folgen der Ökonomisierung auf der Makro- und der Mesoebene

Zusammenfassung
Die Folgen der Ökonomisierung gehen einher mit den Folgen des zunehmenden Marktes, des zunehmenden Wettbewerbs, des technischen Fortschritts, der zunehmenden Konzentration auf wenige Medienanbieter auf der Makroebene einerseits und der Zunahme der Effizienz der Medienproduktion, also vor allem mit der Zunahme von allokativer und produktiver Effizienz auf der Mesoebene bzw. der Akteursebene andererseits. Auf der Ebene der institutionellen Ordnung ergeben sich programmliche, werbeund unternehmensrechtliche Normveränderungen und auf der Ebene des Orientierungshorizonts Fernsehen vollzieht sich ein Wandel zu einem noch stärker unter ökonomischem Diktat vermuteten Fernsehjournalismus, der in Spanien im europäischen Vergleich schon frühzeitig unter ökonomischem Einfluss stand.
Markus Riese

Backmatter

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