Das Kapitel beginnt mit einem historischen Rückblick und erläutert die Gründe, die zum Aufbau von Fernwärme nach dem Schock durch die beiden ÖlkrisenÖlkrise 1974/78 geführt haben.Befürchtungen einer Energieverknappung zwangen die Regierungen in Westeuropa zur verstärkten Nutzung einheimischer Energieressourcen (Kohle) und Aufbau von großen Energiezentralen.Die Markteinführung von erdverlegten Kunststoffmantelrohren, Anfang der 1970er Jahre und Heißwasser als Wärmeträger beschleunigten den Fernwärmeausbau.Um den im Gang befindlichen Fernwärmeausbau zu unterstützen, wurden in Westdeutschland die beiden Zukunftinvestitionsprogramme (ZIP) verabschiedet. Durch massive Förderung ist der FW-Ausbau stark angestiegen.Ein städtisches FernwärmeversorgungssystemFW-Versorgungssystem Aufbau in Westeuropa umfasst folgende Hauptkomponenten: FW-Erzeugung in KWK-Anlagen und Spitzenlastkessel 2-Leiter Fernwärmenetz Hausanschluss und Hausübergabestation Hausverteilung mit Raumtemperaturregelung und Brauchwarmwassernetz Abrechnung nach Wärmeverbrauch In Osteuropa und der Sowjetunion hatten dagegen Deviseneinsparung und niedrige Investitionen Priorität. Hoher Energieverbrauch galt dagegen als Nachweis für erfolgreiche Betriebsführung. Fernwärmeleitungen wurden weiterhin in Kanalbauweise zeit- und kostenaufwendig verlegt. Wärmeverbrauch wurde auf Quadratmeter Wohnfläche umgelegt.