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30.12.2015 | Fertigungstechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Oberflächen optimal vorbehandeln

Autor:
Kathrin Uzunoff

Dekorative Teile, die im PVD-/CVD-Verfahren veredelt werden, stammen oftmals aus Produktionsprozessen, in denen Verunreinigungen zurückbleiben können. Dies wird verhindert durch eine optimale Vorbereitung der Oberflächen.

Die industrielle Teilefertigung setzt inzwischen in vielen Bereichen auf die Oberflächenveredelung von Materialien im PVD-/CVD-Verfahren. Um jedoch die gewünschten Ziele einer dekorativen beziehungsweise nutzwertorientierten Beschichtung zu erreichen, sind die vorbereitenden Schritte entscheidend. Nur eine auf die spezifischen Bedürfnisse angepasste Vorbehandlung der zu beschichtenden Teile führt zum optimalen Ergebnis.

Teile, die im PVD- oder CVD-Verfahren veredelt werden, stammen oftmals aus Produktionsprozessen, in denen Schneidöle, Kühlschmierstoffe, Poliermedien oder andere Verunreinigungen wie Fingerabdrücke und Stäube zurückbleiben können. Werden diese nicht entfernt, verbleiben Rückstände auf den Materialien. Dies kann negative Auswirkungen auf das Beschichtungsergebnis haben.

Verunreinigungen auf den Substraten bewirken leicht eine Ablösung der Beschichtung beziehungsweise bleiben dauerhaft sichtbar unter der Beschichtung. Das Ergebnis sind Fehlstellen, kompletter Ausfall oder erforderliche Nacharbeiten. Um dies zu vermeiden ist es ratsam, die Vorbehandlung systematisch anzugehen.

Hierbei sind besonders folgende Punkte zu beachten: Bestimmung der möglichen Verunreinigung, Abstimmung der Reinigungstechnik auf die Teileanforderung (Ultraschall, Bürsten, Tauchen, Sprühen) und Entwicklung des optimalen Reinigungsprozesses inklusive Trocknung mit Blick auf Materialeigenschaften, Geometrie und Verunreinigung. Außerdem ist die Abstimmung der benötigten Wasserqualitäten und die Überwachung der wichtigsten Prozessparameter entscheidend.

Anforderungen an Reinigungsmedien

Viele dieser Reinigungsprozesse erfolgen wasserbasierend. Hier wird also unter Verwendung von verschiedenen Wasserqualitäten ein entsprechendes Reinigungsmedium zugesetzt. Bei der Wahl muss unbedingt die Verträglichkeit mit den Materialien (zum Beispiel unterschiedliche Qualitäten von Metallen beziehungsweise Stählen) im Hinblick auf die Verunreinigung berücksichtigt werden.
Auch das Trockenverfahren sowie die Wasserqualität können für das Endergebnis der Beschichtung ausschlaggebend sein. Durch eine mangelnde Trocknung können Rückstände verbleiben beziehungsweise Korrosionen gebildet werden. Durch die falsche Wasserqualität können sich Ablagerungen auf den Teilen bilden, die nach der Beschichtung sichtbar werden.

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