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04.03.2015 | Fertigungstechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Präzise Reinigung durch neuartige Roboterzelle

Autor:
Kathrin Uzunoff
1:30 Min. Lesedauer

Eine Roboterzelle der nächsten Generation ersetzt bei der Teilereinigung den handelsüblichen 6-Achs-Knickarmroboter. Die Vorteile liegen in einer höheren Robustheit gegen die harschen Bedingungen in Reinigungsanlagen sowie im verringerten Wartungsaufwand.

Roboterzellen bieten bei der Vor- und Endreinigung von Bauteilen, wie beispielsweise von Zylinderköpfen, Motorblöcken und Kurbelgehäusen, nicht nur eine hohe Flexibilität. Sie ermöglichen die Reinigung der Werkstücke auch in kurzen Taktzeiten und sind daher unverzichtbare Produktionsmittel in modernen Motoren- und Getriebefertigungslinien.
Ein wesentliches Element ist der Roboter. Hier kommen üblicherweise adaptierte Standardausführungen zum Einsatz. Diese Roboter sind jedoch trotz umfangreicher Anpassungen den harschen Bedingungen in Reinigungsanlagen mit Feuchtigkeit, hohen Temperaturen und Chemieeinsatz nicht immer gewachsen. Es kommt daher oftmals zu ungeplanten Ausfällen und kostspieligen Reparaturen.

Ausführung ohne Lackierung und Schutzjacke

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Dieses Problem wurde bei der Entwicklung einer neuen Reinigungsanlage (Typ EcoCFlex 3 von Dürr Ecoclean) gelöst. In dieser Anlage ersetzt ein Manipulator den handelsüblichen Sechsachs-Knickarmroboter. Dieses Handlingsystem wurde speziell für den Einsatz in einer Roboterzelle konstruiert und wird komplett aus hochfestem Aluminium und Edelstahl gefertigt. Es benötigt weder Lackierung noch Schutzjacke.
Durch die Schutzklasse IP 69 ist es hochdruckwasserstrahlgeeignet und tauchfest sowie für Kabinentemperaturen von bis zu 65°C geeignet. Die eingesetzte Reinigungschemie kann im pH-Bereich von 6 bis 10 gewählt und ohne Freigabe durch einen externen Roboterlieferanten eingesetzt beziehungsweise gewechselt werden.

Gemeinsame Steuerung für Handlingsystem und Reinigungsanlage

Probleme durch unterschiedliche Steuerungen wurden umgangen: Eine gemeinsame CNC-Steuerung für das Handlingsystem und die Reinigungsanlage ersetzt die bisher erforderliche SPS- und Robotersteuerung. Dies vereinfacht und beschleunigt Programmierung, Bedienung, Wartung und Inbetriebnahme bei einem Werkstückwechsel deutlich. Die Sensorik für die Kalibrierung des Handlingsystems ist bereits integriert.

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