Skip to main content
main-content

29.11.2017 | Filiale | Nachricht | Onlineartikel

Geldautomaten sorgen für Kundenbindung

Autor:
Eva-Susanne Krah

Bankfilialen gibt es in Deutschland immer weniger. Gemessen an der Zahl der Geschäftsvorfälle vor Ort ist ihr Unterhalt oftmals zu teuer. Einzig die Geldautomaten spielen als Kerndienstleistung für die Kunden eine wichtige Rolle.

Filialschließungen sind bei Banken und Sparkassen bundesweit inzwischen an der Tagesordnung. Die Geldhäuser müssen dennoch weiterhin vor Ort Finanzdienstleistungen anbieten und stellen entsprechend Geldausgabeautomaten (GAA) zur Kundenbindung bereit. Laut einer Online-Umfrage, die Teil der Studie "Der Wert des Bargelds für Einzelhändler und Finanzinstitute" von Yougov im Auftrag des GAA-Anbieters Cardtronics bei 2.000 Erwachsenen ist, empfinden 37 Prozent der Deutschen einen verfügbaren Bankautomat in der Nähe als so wichtig, dass sie sogar das Institut wechseln würden, wenn ihre örtliche Filiale schließen und der Geldautomatenservice abgeschafft würde. Stattdessen würden sie künftig ihr Bargeld bei einem anderen Kreditinstitut mit einem nähergelegenen Geldautomaten beziehen. Nur 37 Prozent der Studienteilnehmer würden auch weiterhin den Bargeldautomaten ihrer regulären Bank nutzen.

Je näher der Geldautomat, desto mehr Umsatz

Zudem möchten die Bankkunden  ihre Einkäufe laut der Umfrage nicht mehr am gleichen Ort tätigen, wenn der Bargeldservice ihrer Bank nicht mehr verfügbar ist. Dabei können nahegelegene Geldautomaten auch höhere Bargeldumsätze in umliegenden Einzelhandelsgeschäften fördern. Ein Beispiel ist die Fußgängerzone: Dort gaben die Kunden, direkt nachdem sie sich Bargeld bei einem Geldautomaten im direkten Umfeld von Einzelhandelsgeschäften besorgt hatten, im Durchschnitt 30 Prozent mehr aus als diejenigen, die vorher kein Geld abgehoben hatten. 

Die Umfrage macht außerdem deutlich, dass Bargeld trotz zahlreicher Alternativen weiterhin die beliebteste Bezahlmethode im Einzelhandel ist. Die untenstehende Tabelle verdeutlicht, wie viele Deutsche sich für Bargeld aus dem Geldautomaten als Nummer eins der verschiedenen Zahlungsmethoden entschieden haben.

Geld aus dem Automaten Bargeld durch Cashback EC-Karte
Kreditkarte

Kontaktlose Kartenzahlung
Nutzerfreundlichkeit
Einfache Handhabung 46% 8% 25% 11% 2%
Geschwindigkeit 43% 7% 27% 10% 3%
Ideal für alltägliche Einkäufe 49% 8% 26% 8% 2%
Ideal für kleine Einkäufe 65% 8% 11% 4% 2%
Sicherheit 52% 6% 16% 11% 1%
Kontrolle
Budgetierung 55% 6% 12% 8% 0,7%
Quelle:
Cardtronics/Yougov

62 Prozent der deutschen Verbraucher gaben an, dass sie bei ihrem letzten Einkauf in der Fußgängerzone mit Bargeld bezahlt haben. 46 Prozent sehen Bargeld als einfachsten und 43 Prozent als schnellsten Weg, um zu bezahlen.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.12.2017 | Titel | Ausgabe 12/2017

Wie Kunden guten Service erleben

01.09.2015 | Titel | Ausgabe 9/2015

Institute starten das Ende der Gratiskultur

01.05.2017 | SPECIAL Filiale | Ausgabe 5/2017

Kunden brauchen Hilfe beim Bedienen

01.11.2017 | IT | Ausgabe 11/2017

Mit viel Raum und Technik beim Kunden punkten

Das könnte Sie auch interessieren

27.06.2017 | Bankvertrieb | Infografik | Onlineartikel

Der Bankautomat wird 50

03.04.2017 | Privatkunden | Nachricht | Onlineartikel

Immer mehr Institute verlangen Gebühren

14.03.2017 | Cash Management | Nachricht | Onlineartikel

Deutsche hängen am Bargeld

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise