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04.09.2019 | Filiale | Nachricht | Onlineartikel

Sparkasse und Volksbank ziehen zusammen

Autor:
Christian Kemper
1:30 Min. Lesedauer

Mit einer verbundübergreifenden Kooperation wollen die Taunus Sparkasse und die Frankfurter Volksbank ihre Filialpräsenz im Rhein-Main-Gebiet sicherstellen. Die Institute wollen sich Geschäftsstellen teilen, betonen aber zugleich den Wettbewerb untereinander.

In den kommenden drei Jahren sollen 26 Bankfilialen neuen Typs entstehen. Finanzpunkt heißt das Konzept, das Eva Wunsch-Weber, Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank, und Oliver Klink, Vorstandsvorsitzender der Taunus Sparkasse, Anfang September in Sulzbach vorstellten. Die beiden Institute wollen künftig knapp 50 ihrer Standorte zusammenlegen und so für ihre Kunden in ländlichen Regionen erreichbar bleiben.

"Alle Banken beobachten seit längerem eine sinkende Kundenfrequenz in ihren Geschäftsstellen“, betonte Wunsch-Weber. "Das gilt für die Taunus Sparkasse und auch für die Frankfurter Volksbank." Aber es gebe nach wie vor nicht wenige Kunden, die lieber persönlich in eine Filiale kämen und den direkten Kontakt zu ihrem Berater schätzten. Laut Sparkassen-Chef Klink wird es insbesondere in kleinen Geschäftsstellen schwierig, denn dort sei vielfach nicht genug los. Auch für die Mitarbeiter, die häufig als Einzelkämpfer vor Ort seien, könne eine Bankfiliale mit geringer Frequenz kein attraktiver Arbeitsplatz mehr sein.

"Share a Bank" könnte Zukunft haben

Nach dem Modell einer Sharing-Community werden Sparkasse und Volksbank ihre gemeinsam geplanten Finanzpunkte auf- und umbauen. Rund fünf Millionen Euro wollen die beiden Institute in den kommenden drei Jahren investieren, die Kosten werden hälftig geteilt.

An 17 von 26 Standorten werden künftig Service- und Beratungsleistungen an jeweils unterschiedlichen Tagen in der Woche entweder von Mitarbeitern der Volksbank oder der Sparkasse angeboten. Welches Institut gerade Dienst hat, sollen die Kunden anhand eines roten beziehungsweise blauen Lichtkonzepts erkennen. Die übrigen neun Finanzpunkte werden mit einer Selbstbedienungs-Infrastruktur ausgestattet, die den Kunden beider Institute kostenfrei zur Verfügung stehen wird. Die dazu nötigen Geräte kommen zum Teil aus bestehenden Geschäftsstellen. Müssen neue Automaten angeschafft werden, werden diese in immer gleicher Ausstattung bestellt, damit die Kunden denselben Service erhalten, egal ob von der Sparkasse oder der Volksbank.

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