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Über dieses Buch

Die Filmförderung in Deutschland ist für die Filmwirtschaft von existenzieller Bedeutung, die Politik investiert jährlich dreistellige Millionenbeträge in die Förderung der Struktur der deutschen Filmwirtschaft. Dennoch ist der Erfolg überschaubar. Eine Kontrolle der Subventionsmaßnahmen findet trotzdem nicht statt. Florian Kumb liefert eine Querschnittanalyse des deutschen Filmförderungssystems, seiner Institutionen und der Verhaltensweisen der Akteure. Aus der Perspektive der Neuen Politischen Ökonomie erarbeitet er einen Ansatz zur volkswirtschaftlichen Subventionskontrolle und zur Erklärung von Marktstruktur, Marktverhalten und Marktergebnis der Filmwirtschaft. Handlungsimplikationen zur Verbesserung von Effektivität und Effizienz der deutschen Filmförderung schließen die Arbeit ab.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Die Filmförderung steht als exponiertes Beispiel für den Widerstreit individueller Interessen im Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft. Während bereits die Fragestellung nach dem Einsatz prozesspolitischer Instrumente zur Förderung des deutschen Films ideologische Gegensätze offenbart, ist die Allokation der Fördermittel Gegenstand kontroverser Diskussionen (Römmelt 2013; Posener 2013). Aufgrund des jährlichen Fördervolumens von über 350 Millionen Euro in Deutschland (FFA 2013), ist es kaum verwunderlich, dass die regelmäßigen Anpassungsphasen des Filmförderungssystems mit starken Bemühungen der Interessengruppen zur Beeinflussung des politischen Prozesses zu eigenen Gunsten begleitet werden.
Florian Kumb

2. Grundlagen der Subventionstheorie

Für die Analyse der Subventionierung der deutschen Filmwirtschaft ist zunächst eine Begriffsbestimmung von Subventionsleistungen erforderlich. Weiterhin sollen wesentliche Aspekte der Subventionstheorie, wie die Argumentationsgrundlage, Zielsetzung, Formen und Wirkungsweisen von Subventionen zusammenfassend dargestellt werden. Zudem werden die empirischen Probleme bei der Kontrolle von Effizienz und Effektivität von Subventionsmaßnahmen offengelegt, die zur Zielerreichung dieser Arbeit überwunden werden müssen.
Florian Kumb

3. Rahmenbedingungen der Filmförderung in Deutschland

Für die Evaluierung des Zielerreichungsgrades der Subventionierung sind die Rahmenbedingungen der deutschen Filmwirtschaft, in denen die Interessengruppen agieren, einer Bewertung zu unterziehen. Diese werden im Folgenden als Ergebnis einer Marktumfeldanalyse der Filmwirtschaft dargestellt. Die Untersuchung erfolgt anhand der PESTEL-Systematik. Diese betrachtet die politischen, ökonomischen, sozialen, technologischen, ökologischen und rechtlichen Aspekte des Marktumfeldes und hat hohe wissenschaftliche Akzeptanz erreicht (Johnson et al. 2011, 80 ff.). Sie dient der Identifikation aller exogenen Einflussgrößen auf den betrachteten Markt. Es finden nachfolgend diejenigen Faktoren Erwähnung, die für die Filmförderung starke Relevanz aufweisen.
Florian Kumb

4. Neue Politische Ökonomie staatlicher Beihilfen

Für die Analyse des politischen Willensbildungsprozesses, der auf Basis der erfassten Rahmenbedingungen stattfindet, eignet sich vor allem der Theorieansatz der Neuen Politischen Ökonomie (NPÖ). Dieser ist dem Forschungsansatz der Neuen Institutionenökonomik (NIÖ) zuzurechnen, die gegenüber der neoklassischen Modellwelt davon ausgeht, dass der institutionelle Rahmen wirtschaftlichen Handelns mit Transaktionskosten verbunden ist (Bardmann 2011, Seite 343 ff.). Diese Annahme wiederum ist die Voraus-setzung dafür, dass Abweichungen von Effizienz und Effektivität im Markt-prozess entstehen können.
Florian Kumb

5. Marktergebnis: Wirkungsmechanismen der Subventionierung

Die strukturpolitischen Maßnahmen zugunsten der deutschen Filmwirtschaft haben Auswirkungen auf das erzielte Marktergebnis.
Die Analyse der erzielten Wirkungsweisen der Filmförderung erfolgt getrennt nach den Wertschöpfungsstufen, in denen die Subventionsleistung gewährt wird.
Florian Kumb

6. Marktverhalten: Ursächliche Partikularinteressen der Akteure

Die Zielsetzungen der Filmförderung finden Ausdruck im FFG und den Richtlinien bzw. Vergabeordnungen der einzelnen Förderinstitutionen. Sie werden als Ergebnis eines gesamtgesellschaftlichen Willensbildungsprozesses angenommen. Kernzielsetzung ist die Strukturförderung der deutschen Filmwirtschaft. Die in Kapitel 5 evaluierten Fördermaßnahmen wurden implementiert, um dieses Ziel zu erreichen. Demgegenüber stehen die Partikularinteressen der Einzelakteure der Filmwirtschaft. Sie werden nachfolgend kontrastiert zur gesamtgesellschaftlichen Zielsetzung dargestellt. Es werden sowohl die Akteure des Subventionsangebots, der Subventionsnachfrageseite sowie Akteure untersucht, die beiden Marktseiten zuzurechnen sind.
Florian Kumb

7. Marktstruktur: Auswirkungen auf die Struktur der Filmwirtschaft

Zentrale Zielsetzung der Filmförderprogramme in Deutschland ist die Stärkung der Marktstruktur. Die klassifizierenden Merkmale, die Einfluss auf die zukünftige Marktstruktur haben, sind die Aspekte Marktangebot, Marktnachfrage, Marktzutrittsbarrieren und Produkthomogenität. Aufbauend auf den Analyseergebnissen zu den volkswirtschaftlichen Wirkungen der derzeitigen Filmförderprogramme (Kapitel 5) und den zugrundeliegenden Partikularinteressen der Akteure (Kapitel 6) werden nachfolgend die Auswirkungen auf die klassifizierenden Merkmale geprüft. Es soll gezeigt werden, welche Konsequenzen das Marktergebnis und das Marktverhalten für die Entwicklung der Marktstruktur der Filmwirtschaft haben.
Florian Kumb

8. Fazit und Handlungsimplikationen

Ziel der Arbeit war es, die effektive und effiziente Erreichung der eigenen Zielsetzungen der Filmförderung zu prüfen, nicht jedoch die Zielsetzungen als solche. Es wurde gezeigt, dass für die Zielerreichung Veränderungen am bestehenden System notwendig sind. Zentrale Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Maßnahmen zur Steigerung der Nachfrage nach deutschen Filmen. Weiterhin ist die stärkere Ausrichtung des Marktangebots auf die Zielsetzung der Förderinstitutionen notwendig. Zusätzlich kann der Abbau von Informationsasymmetrien sowie die klare Abgrenzung und Stärkung des Wettbewerbes zwischen den Förderinstitutionen den Zielerreichungsgrad erhöhen.
Florian Kumb

Backmatter

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