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28.03.2019 | Aufsatz | Ausgabe 2/2019

Publizistik 2/2019

Filmregisseurinnen und Filmregisseure in Deutschland

Strukturen und Logik eines heteronomen Berufsfeldes

Zeitschrift:
Publizistik > Ausgabe 2/2019
Autor:
Dr. Thomas Wiedemann

Zusammenfassung

Ausgehend von der Annahme, dass Filme gesellschaftliche Machtverhältnisse ausdrücken und auch deren Wirklichkeitskonstruktionen das Ergebnis einer Auseinandersetzung um legitime Sinnmuster sind, fragt dieser Aufsatz nach Strukturen und Logik des Berufsfeldes Filmregie in Deutschland. Geleistet werden soll so in der Kommunikationswissenschaft ein Beitrag zur Filmforschung, der anschlussfähig ist zur Kommunikatorforschung und zur medienpolitisch relevanten Fragestellung, welche Auswirkung der politische Gestaltungswille (hier in Sachen Film) auf das Selbstverständnis der Medienschaffenden, ihre Arbeitsbedingungen und ihre Form der Stoffauswahl und -umsetzung hat. Gestützt auf die Theorie Bourdieus und mit 42 Experteninterviews mit deutschen Kinofilmregisseurinnen und Kinofilmregisseuren sowie Dokumentenanalysen lässt sich zeigen, dass das Berufsfeld Filmregie in Deutschland trotz Professionalisierung und Publikumsorientierung von einer starken Heteronomie gekennzeichnet ist, die weit über ökonomische Parameter hinausgeht. Vielmehr ist eine dauerhafte Positionierung im Feld und damit eine Teilhabe an der Aussagenentstehung im deutschen Kinofilm meist nur für Angehörige der oberen Mittelschicht möglich. Sie wurden auf der Filmhochschule zu feldkonformem Verhalten angeleitet, weisen viel soziales und symbolisches Kapital vor allem außerhalb des Feldes auf und richten die eigene Arbeit angesichts der vielfachen Auseinandersetzung mit externen Akteuren nach den Vorstellungen der kommerziell orientierten Produktionspartner sowie den längst verinnerlichten Anforderungen der Filmfördereinrichtungen und TV-Redaktionen aus.

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