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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Nicht nur in Zeiten knapper Mittel bei privaten und öffentlichen Haushalten sowie Unternehmungen erfordern Investitions- und Finanzierungsentscheidungen eine solide betriebswirtschaftliche Fundierung. Diese erhoffen sich viele Entscheidungsträger von einer — oftmals teuren — Investitions- und Finanzierungsberatung. Eine solche Beratung erschöpft sich häufig darin, daß dem Entscheidungsträger etablierte Problemlösungsmöglichkeiten und deren — insbesondere finanzwirtschaftliche — Vorteilhaftigkeit aufgezeigt werden. Einen ungleich größeren Nutzen kann aber eine Beratung bringen, die zu einer individuellen Problemlösung führt — insbesondere, wenn dabei auch innovative Problemlösungsansätze verfolgt werden.1
Jochen Schneider

2. Potential von Finanzanalysen: Ein Beispiel

Zusammenfassung
Bedarf für Finanzanalysen besteht nicht nur im betrieblichen, sondern auch im privaten Bereich. Dies gilt in besonderem Maße für die Finanzierung privater Immobilien — auch dann, wenn diese zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden. Traditionell steht hier der (darlehensfinanzierte) Eigentumserwerb im Vordergrund. Entscheidend für die Möglichkeit, eine Immobilie zu eigenen Wohnzwecken nutzen zu können, ist aber nicht das Eigentum, sondern der Besitz.1 Alternativ zum Eigentumserwerb kann der Besitz einer Immobilie zu eigenen Wohnzwecken durch Miete oder Leasing erworben werden. Das daraus resultierende Entscheidungsproblem verdeutlicht die Komplexität und Wichtigkeit fundierter Finanzanalysen und dient später in Kapitel 4 als Basis der Beispiele, mit denen wir die Funktionalität des dort entwickelten „Integrierten Finanzanalysesystems“ (IFAS) illustrieren werden.
Jochen Schneider

3. Entwicklung von Finanzanalysesystemen

Zusammenfassung
Die Entwicklung problemadäquater Finanzanalysesysteme erfordert eine präzise Spezifikation der Anforderungen. Anforderungen sind „Aussagen über die Leistungen, die von einem System zu erbringen sind, sowie über dessen qualitative und quantitative Eigenschaften.“1 Der Prozeß der Anforderungsanalyse wird als Requirements Engineering bezeichnet und soll zu einer „vollständigen, konsistenten und eindeutigen Spezifikation, in der beschrieben wird, was ein Softwareprodukt tun soll (aber nicht wie)“2, führen.
Jochen Schneider

4. Das Integrierte Finanzanalysesystem IFAS

Zusammenfassung
IFAS ist eine prototypisch realisierte, integrierte Entwicklungs- und Anwendungsumgebung für Finanzanalysesysteme. IFAS befreit den Entwickler eines Finanzanalysesystems weitgehend von den nicht betriebswirtschaftlichen Aspekten der Anwendungsentwicklung, z.B. dem Entwurf der Benutzungsoberfläche und der Datenmodellierung, ohne den Anwender zu zwingen, auf eine einheitlich zu bedienende, intuitive grafische Benutzungsoberfläche und das Sicherheitsniveau, das erreichbar ist, wenn die Datenbankzugriffe durch ein leistungsfähiges Datenbankmanagementsystem gesteuert werden, zu verzichten.
Jochen Schneider

5. Finanzanalysesysteme auf elektronischen Märkten

Zusammenfassung
Elektronische Märkte eignen sich in besonderer Weise für den Handel von Leistungen, die durch Übertragung von Daten erbracht werden können. Bei diesen Leistungen können alle Marktphasen — einschließlich Lieferung und Bezahlung — über das interaktive elektronische Medium, auf dem der elektronische Markt realisiert ist, abgewickelt werden.1 Bislang steht dabei der Austausch von Informationen im Vordergrund kommerzieller Aktivitäten.2 Elektronische Märkte sind aber in gleicher Weise auch für die Bereitstellung von Anwendungssystemen — insbesondere auch von Finanzanalysesystemen — geeignet.
Jochen Schneider

6. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zusammenfassung
Gegenstand dieser Arbeit waren Finanzanalysen in der Investitions- und Finanzierungsberatung. Als Finanzanalyse bezeichnen wir die Planung und Bewertung der entscheidungsrelevanten, monetär quantifizierbaren Wirkungen von Investitions- und Finanzierungsalternativen. Finanzanalysen sind auf mehrfache Weise für die Investitions- und Finanzierungsberatung von Bedeutung:
  • Modelltheoretische Finanzanalysen ermöglichen — unabhängig vom konkreten Einzelfall — Erkenntnisse über finanzwirtschaftlich vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeiten von Zahlungsströmen. Bei korrekter Berücksichtigung steuerlicher Regelungen können auf diese Weise innovative Finanzprodukte geschaffen werden, die ein erhebliches Vorteilhaftigkeitspotential im Vergleich zu „Standardlösungen“ besitzen.
  • Die Beratungspraxis erfordert die Ermittlung und Bewertung von Zahlungsströmen konkreter Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten. Dies ist — von trivialen Fällen abgesehen — wirtschaftlich sinnvoll nur mit Unterstützung eines problemadäquaten Finanzanalysesystems möglich. Die Beratungsqualität eines Investitions- und Finanzierungsberaters kann daher wesentlich durch die Qualität seines Finanzanalysesystems beeinflußt werden.
  • Mit der zunehmenden Verbreitung interaktiver elektronischer Medien kann die Bereitstellung von Finanzanalysesystemen auf elektronischen Märkten zur fallweisen Nutzung durch den Entscheidungsträger eine interessante Erweiterung des Leistungsangebots innovativer Investitions- und Finanzierungsberater darstellen. Mit einem solchen Angebot kann ein Berater auch bei Entscheidungsproblemen, bei denen eine traditionelle Beratung nicht erforderlich oder wirtschaftlich ist, neue Kunden gewinnen.
Jochen Schneider

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