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07.05.2018 | Finanzbranche | Nachricht | Onlineartikel

Commerzbank verabschiedet Aufsichtsratschef Müller

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Peter Müller wird sich anlässlich der Hauptversammlung der Commerzbank am 8. Mai verabschieden. Der 73-Jährige sieht die Bank "auf gutem Weg".

"Die Beteiligung des Staates liegt bei circa 15 Prozent, nicht übermäßig hoch. Alles, was wir selbst in der Hand hatten, haben wir zurückgezahlt. Die Richtung stimmt", erklärte Müller bereits im April gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit". Den Posten als oberster Kontrolleur der Bank soll der 61-jährige Stefan Schmittmann übernehmen, ehemals Risikovorstand bei der Commerzbank.

Der scheidende Müller ging bereits 1990 in den Vorstand der Bank und übernahm den Sessel als Sprecher 2001. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats des Geldhauses. Müller war unter anderem federführend beim Kauf des Immobilienfinanzierers Eurohypo und der Übernahme der Dresdner Bank gewesen. Mit diesem Schritt hatte er seinerzeit die Unabhängigkeit seines Instituts sichern und diese zur führenden deutschen Geschäftsbank ausbauen wollen. Schließlich musste der Staat die strauchelnde Commerzbank im Zuge der Finanzkrise per Rettungsfonds vor dem Aus bewahren. Insgesamt flossen rund fünf Milliarden Euro an die Bank. Aktuell ist der Bund noch immer größter Einzelaktionär.

Am 15. Mai folgen Quartalszahlen

2017 verdiente das Institut nur 156 Millionen Euro nach 279 Millionen Euro im Vorjahr. 2015 waren es noch 1,1 Milliarden Euro. Grund ist unter anderem der massive Stellenabbau vor allem älterer Mitarbeiter. Das eigens hierzu 2017 initiierte Abfindungsprogramm "56+" ist allerdings umstritten. Wie das Handelsblatt im März veröffentlichte, wendet das Institut hierbei einen Trick an. Es rechnet bei der Abfindungssumme die zu erwartenden Arbeitslosengeldzahlungen an die betroffenen Mitarbeiter ein, heißt es in dem Bericht der Wirtschaftszeitung. Aktuelle Zahlen für das erste Quartal 2018 sollen am 15. Mai veröffentlicht werden.

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