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Für die Commerzbank wird es eng

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Mit voller Kraft voraus will Commerzbank-Chef Martin Zielke. Doch auf einen profitablen Wachstumskurs wird er wohl nicht so schnell kommen. Denn die Erträge des Geldhauses sinken und die Kosten kommen nicht runter.

Mehr Wachstum in den Kerngeschäften soll die Commerzbank unter der Führung von Vorstandschef Martin Zielke voran bringen. 


Nach zwei Jahren der Transformation ist Zeit für eine Bestandsaufnahme bei der Commerzbank. Anlässlich der Präsentation der vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahrs 2018 zieht der Vorstandsvorsitzende Martin Zielke eine Halbzeitbilanz. "Unsere Strategie ist richtig und funktioniert", verkündet er Mitte Februar in der Frankfurter Konzernzentrale. "Wir wachsen bei Kunden, im Kreditvolumen und bei bereinigten Erträgen." Selbst eine Dividende von 20 Cent je Aktie soll es für 2018 geben. Darauf mussten die Anteilseigner zwei Jahre lang verzichten. Abgesehen von 2015, als ebenfalls 20 Cent ausgeschüttet wurden, zahlte die Commerzbank seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 keine Dividende mehr.

In Zukunft soll vieles besser werden, verspricht Vorstandschef Zielke. Dazu muss allerdings die Zentrale und insbesondere die IT-Abteilung der Commerzbank umgebaut werden. Schneller und innovativer sollen die Kollegen arbeiten. Im Zuge dessen werden Funktionen internalisiert, die bislang an externe Dienstleister vergeben waren. Am weitergehenden Stellenabbau, der insbesondere die Belegschaft in der Zentrale betrifft, werde das aber nichts ändern.

Alte Zöpfe abschneiden 

Im September 2016 legte Zielke die Strategie "Commerzbank 4.0" vor. Mit der Fokussierung auf die Kerngeschäfte mit Privat- und Firmenkunden, der Aufgabe einzelner Bereiche sowie einer fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen sollte die Basis gelegt werden für künftige Profitabilität. Diese scheint sich allerdings in immer engeren Grenzen zu bewegen. 

Zwar stiegt das operative Ergebnis der Commerzbank 2018 um rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nun 1,2 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn schoss sogar um ein siebenfaches auf 865 Millionen Euro hoch. Doch die darin enthaltenen Erträge des Konzerns schrumpften um zwei Prozent auf 8,57 Milliarden Euro. Der so genannte bereinigte Ertrag ohne Sondereffekte konnte im Vorjahresvergleich um rund fünf Prozent auf 8,6 Milliarden Euro erhöht werden. "Ich bin stolz auf die Entwicklung der Bank", resümiert Zielke. "Die wesentlichen Hebel unserer Strategie beginnen zu greifen." Eine Prognose für die Gewinnentwicklung 2019 gab es allerdings nicht.  

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