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23.02.2018 | Finanzbranche | Nachricht | Onlineartikel

Union Investment verbucht höchsten Nettoabsatz mit Privatkunden seit 2000

Jan F. Wagner

Union Investment, die Fondsgesellschaft für die Volks- und Raiffeisenbanken, hat 2017 im Privatkundengeschäft 9,9 Milliarden Euro an Nettomittelzuflüssen verzeichnet – das höchste Niveau seit dem Jahr 2.000 (13,4 Milliarden Euro).

Wie die Fondsgesellschaft auf ihrer Jahrespressekonferenz am 23. Februar 2018 mitteilte, waren ihre Mischfonds von genossenschaftlichen Kunden besonders nachgefragt. Die Produkte mit dem Namen "PrivatFonds" machten mit 4,7 Milliarden Euro knapp die Hälfte des Absatzes im Privatkundengeschäft aus. Der Vorteil von Mischfonds ist ihre Flexibilität. Sie setzen diverse Asset-Klassen – zum Beispiel Aktien, Renten und Edelmetalle – sowie auch Derivate ein. Je nach Marktlage versuchen die Fonds, damit eine hohe Rendite zu erzielen oder das Portfolio zu schützen.

Offene Immobilienfonds beliebt

Zu den weiteren stark nachgefragten Union-Produkten in 2017 gehörten offene Immobilienfonds und Riester-Fondssparpläne. Diese haben jeweils 2,3 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro an Zuflüssen verbucht. Darüber hinaus zählte die Union knapp 1,9 Millionen Fondssparpläne ohne Riester-Förderung.

Für Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, sind die Absatzzahlen ein Zeichen dafür, dass deutsche Sparer ertragreichere Alternativen haben wollen als das Bankkonto oder Festgeld. "An unseren Absatzschwerpunkten lässt sich erkennen, dass wir die Evolution des Sparens im Jahr 2017 wieder ein gutes Stück vorangebracht haben", sagte er zu Journalisten. Reinke wies darauf hin, dass die genossenschaftlichen Kunden aus der Mitte der Gesellschaft stammten. Diese verfügten über ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 3.800 Euro und würden 245 Euro pro Monat mit Union-Fonds investieren. "Zwar glauben noch immer 42 Prozent der Deutschen, dass eine Investition an der Börse nur etwas für Reiche oder Vermögende sei. Doch zeigt das genossenschaftliche Fondsgeschäft inzwischen ein anderes Bild," meinte er. Zusammen mit den Zuflüssen im institutionellen Geschäft (15,2 Milliarden Euro) betrug der Nettoabsatz für 2017 insgesamt 25,1 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen der Fondsgesellschaft stieg damit auf 323,9 Milliarden Euro. Aufgrund der Erträge konnte sie außerdem ihr Betriebsergebnis steigern, und zwar um 30 Prozent auf 610 Millionen Euro.

Haupteigentümer der Union Investment ist die DZ Bank, die Zentralbank für den genossenschaftlichen Sektor. Sie ist mit rund 72 Prozent direkt beteiligt. Die anderen 28 Prozent halten andere Volks- und Raiffeisenbanken sowie R+V, der Versicherer im genossenschaftlichen Verbund. Am 6. März 2018 wollen die R+V Versicherung und die Union bei einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Anlagelösung für eine neue betriebliche Altersversorgung (bAV) präsentieren. Die bAV nennt sich das "Sozialpartnermodell" und sieht vor, dass eine Zielrente für den Sparer angestrebt wird statt wie bisher eine garantierte Leistung.

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