Skip to main content
main-content

22.11.2017 | Finanzbranche | Nachricht | Onlineartikel

Wirtschaftsentwicklung bleibt stabil

Autor:
Eva-Susanne Krah

Die Kapitalmarktexperten der Deutschen Bank rechnen auch 2018 mit einem soliden Wachstum der Weltkonjunktur. Die Notenbanken sollten den Weg einer weniger expansiven Geldpolitik beschreiten.

Im "Kapitalmarktausblick 2018" der Deutschen Bank, der am 22. November 2017 vorgestellt wurde, warnen die Experten des Kreditinstituts aber auch vor möglichen ökonomischen Gefahren, wie einer zu schnell steigenden Inflation. "Wenn der Preisdruck stärker als erwartet zunehmen sollte, könnten sich die Notenbanken zu einem aggressiveren Ausstieg aus ihrer nach wie vor expansiven Geldpolitik gedrängt fühlen", sagt Stefan Schneider, Chefökonom für Deutschland bei Deutsche Bank Research. Dies habe entsprechend negative Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung weltweit. 

Ausstiegstempo der EZB zu langsam

Hyun Song Shin, Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), rät den Notenbanken einem Interview mit der Zeitung "Die Zeit" zufolge, ihr Inflationsziel zu überdenken. Die Schritte, die sie zum Beenden der Anleihekäufe angekündigt hätten, seien sehr langsam.

2018 wird aus Sicht der Finanzexperten der Deutschen Bank vor allem von zwei Polen geprägt sein: von der starken Weltkonjunktur und den Notenbanken, die "einen behutsamen Übergang zu einer weniger expansiven Geldpolitik schaffen müssen." Dies ist aus Sicht von Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, eine Herausforderung, weil "es für den Ausstieg aus einer Nullzinspolitik keinen Präzedenzfall" gebe und die Notenbanken neue Pfade einschlagen. Die Experten der Deutschen Bank glauben jedoch nicht, dass der geldpolitische Kurs der Notenbanken nachhaltig negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird.

Aufschwung hält an

Schneider prognostiziert ein Wachstum für die Weltwirtschaft, das gemessen am Bruttoinlandsprodukt 2018, mit knapp vier Prozent annähernd so hoch ausfallen werde wie in diesem Jahr. Geopolitische Risiken und eine stärkere Inflationsentwicklung könnten seiner Meinung nach den Aufschwung allerdings auch bremsen. Die Risiken könnten auch an den Kapitalmärkten zu stärkeren Schwankungen führen. Trotz Brexitmania rechnen die Ökonomen der Bank für das kommende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent. Auch eine EZB-Leitzinserhöhung Mitte 2019 hält der Anlagestratege Stephan von der Deutschen Bank für möglich. Im Anlagemarkt geht er innerhalb der Eurozone nicht von deutlich steigenden Kapitalmarktzinsen, aber steigenden Renditen bei deutschen Staatsanleihen aus. Unternehmen mit starkem Exportgeschäft außerhalb Europas könnten seiner Prognose nach 2018 vom starken globalen Konjunkturmotor profitieren. Stephan glaubt, dass der Deutsche Aktienindex (DAX) bis Ende 2018 weiter zulegen wird und die Marke von 14.100 Punkten erreicht.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Ein realistischeres Bild der Kapitalmärkte

Quelle:
Cognitive Finance

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

Quelle:
Wirtschaftspolitik

01.08.2017 | Analysen und Berichte | Ausgabe 8/2017

Wie soll die EZB aus ihrer unkonventionellen Geldpolitik aussteigen?

Das könnte Sie auch interessieren

28.08.2017 | Geldpolitik | Nachricht | Onlineartikel

Geldpolitik bleibt auf Kurs

13.09.2017 | Geldpolitik | Im Fokus | Onlineartikel

Kreditinstitute müssen weiter durchhalten

Premium Partner

micromStellmach & BröckersBBL | Bernsau BrockdorffMaturus Finance GmbHPlutahww hermann wienberg wilhelmAvaloq Evolution AG

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise