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06.12.2018 | Finanzbranche | Nachricht | Onlineartikel

Energieeffizienz durch Investitionen voranbringen

Autor:
Bianca Baulig

Das Pariser Klimaabkommen nennt klare Regeln, damit die weltweiten Klimaziele erreicht werden. Doch die Maßnahmen für mehr Energieeffizienz müssen auch finanziert werden, wie eine Veranstaltung in Frankfurt am Main deutlich macht.

Wie Investitionen in die Energieeffizienz gesteigert werden können, hatte Anfang Dezember die Konferenz „Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen in Deutschland, Frankreich und Österreich“, organisiert von der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UN), zum Thema. Denn um das volle Potenzial auszuschöpfen, reichen die öffentlichen Mittel nicht aus, es müssen zusätzlich private Finanzmittel in großem Umfang mobilisiert werden. Die Akteure der Energiepolitik müssen attraktivere Investitionsbedingungen schaffen, die Nachfrage nach Energieeffizienz fördern und den Verbrauchern helfen, leichter Investitionen in die Energieeffizienz zu tätigen. Dessen waren sich die Redner einig. Laut Stefan Besser, Referatsleiter für Energieeffizienz und rationelle Energienutzung im BMWi, muss die Zahl der attraktiven Projekte gesteigert werden, damit sich die Investoren stärker engagieren. Hier sei auch die Politik gefragt, sie müsse Investitionen antreiben.

Münchener Hyp emittiert ESG Pfandbrief

Dass Banken beim Thema Nachhaltigkeit zunehmend aktiv werden, führte Claudia Bärdges-Koch, stellvertretende Leiterin Treasury der Münchener Hyp, am Beispiel ihres Instituts aus. Das Haus hat kürzlich einen ökologischen Pfandbrief emittiert, der sich nach den Kriterien von Environment Social Governance (ESG), also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, richtet. Laut Bärdges-Koch von ist die Nachfrage seitens der Anleger sehr hoch. Rund 40 Prozent des Emissionsvolumens seien von Investoren gezeichnet worden, die sich auf grüne und nachhaltige Investments spezialisiert haben. Als wichtig für das Produkt erachtet sie die Zertifizierung als grüne Anleihe sowie die Berücksichtigung im Nachhaltigkeitsrating der Ratingagenturen.

Dass die Finanzierung von Green Finance in Österreich verbessert werden muss, erläuterte Heidelinde Adensam, Abteilungsleiterin Energieeffizienz und Gebäude im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus Österreich. "Es braucht mehr Finanzinstrumente, um die Maßnahmen der Energieeffizienz umzusetzen", sagte sie. Der Markt werde analysiert, um herauszufinden, welche Instrumente eine Chance haben, von den Akteuren in Anspruch genommen zu werden. Eine weitere Frage sei, welche Instrumente auch umgesetzt werden können. Dazu gebe es ein Pilotprojekt namens "Austrian Green Bonds". Ziel sei es, zusätzliches Kapital vor allem für Energieeffizienzprojekte, Erneuerbare Energien und den Öffentlichen Verkehr zur Verfügung zu stellen. 

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