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08.11.2017 | Finanzbranche | Nachricht | Onlineartikel

Sparkassenpräsident steht unter Druck

Autor:
Eva-Susanne Krah

Georg Fahrenschon hat seine Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet abgegeben. Das könnte seine Wiederwahl zum Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) gefährden. 

Die Staatsanwaltschaft München stellte einen Strafbefehl mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen Georg Fahrenschon aus. Die verspätete Abgabe der Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 gibt der DSGV-Präsident zwar zu, wie er gegenüber dem "Handelsblatt" bestätigte. Die Erklärungen hatte er einem Bericht von "Bild.de" zufolge erst im Jahr 2016 beim zuständigen Finanzamt abgegeben. Alle festgestellten Steuern, Zinsen sowie zu Recht erhobenen Säumniszuschläge seien aber bezahlt worden, wird Fahrenschon zitiert. Wegen der nur schrittweise und zu spät erfolgten Steuererklärungen geht die Staatsanwaltschaft jedoch von vorsätzlicher Steuerhinterziehung aus. Dagegen wehrt sich Fahrenschon: Mit den verspätet eingereichten Steuererklärungen habe er zwar einen Fehler, aber keine vorsätzliche Steuerstraftat begangen. Zudem seien alle Steuern korrekt gezahlt worden, heißt es dazu in einer Mitteilung des DSGV. An seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit als DSGV-Präsident hält Fahrenschon fest.   

Wiederwahl ist verschoben

Fahrenschons erste Amtszeit endet am 15. Mai 2018. Die Spitzen der regionalen Sparkassenverbände hatten ihn bereits am 3. Juli 2017 zur Wiederwahl vorgeschlagen, diese steht aber aufgrund der Steueraffäre nun auf der Kippe. Die für den 8. November 2017 geplante Wahl des DSGV-Präsidenten verschob der Sparkassenverband laut eigenen Angaben auf Vorschlag des Präsidenten zunächst. Damit soll Gelegenheit gegeben werden, "den Abschluss des derzeit laufenden Steuerstrafverfahrens abzuwarten".

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