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04.01.2019 | Finanzcontrolling | Im Fokus | Onlineartikel

Welche Themen CFOs 2019 beunruhigen

Autor:
Sylvia Meier

Die Stimmung bei deutschen CFOs scheint sich zu verschlechtern. Viele Finanzvorstände blicken besorgt in die Zukunft. Vor allem der Fachkräftemangel und der Anstieg indirekter Kosten sorgen für Kopfzerbrechen.

Mit dem Start in ein neues Jahr stehen CFOs wieder vor neuen Herausforderungen. Wenn es um die Zukunft des Unternehmens geht, sind Prognosen ein wichtiges Indiz. Auf ihnen beruhen Planungen und Zielvorgaben. Doch in einem Umfeld mit sich ändernden Marktbedingungen schwingen viele Unsicherheiten mit, die CFOs bei ihrer Arbeit berücksichtigen müssen. Wie schwierig diese Aufgabe ist, beweist das aktuelle Stimmungsbild. 

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Der CFO-Survey 2018 der Beratungsgesellschaft Deloitte zeigt, dass die Sicht vieler Finanzchefs pessimistischer als in den Vorjahren. Das macht sich auch in der Praxis bemerkbar: Die Bereitschaft zu investieren sinkt deutlich mit einem Wert von minus 19 Prozentpunkten gegenüber einer Analyse Anfang 2018. 18 Prozent der CFOs wollen zudem ihre aktuelle Globalisierungsstrategie überprüfen. Der Standort Deutschland als Investitionsziel rückt für viele wieder stärker in den Fokus. So hinterlassen die aktuellen globalen Unsicherheiten scheinbar doch einen bleibenden Eindruck, auch wenn der Aufstieg rechtspolitischer Parteien in Europa oder ein potenzieller internationaler Handelskrieg für 52 Prozent Finanzmanager keine Folgen auf die Auslandsinvestitionen hat: 

  • 71 Prozent der CFOs planen Inland-Investments,
  • 22 Prozent investieren in Westeuropa und China,
  • 20 Prozent in Osteuropa und 
  • 19 Prozent in die USA. 

Indirekte Kosten steigen 

Auch Kosteneinsparungen rücken wieder vermehrt (64 Prozent) in den Vordergrund, denn die meisten Studienteilnehmer beobachten einen Anstieg der indirekten Kosten im Verhältnis zum Umsatz. Insbesondere im Technologie- und Bankensektor liegt das Augenmerk verstärkt auf Kostenreduzierung. Erzielt werden soll das  insbesondere durch 

  • Prozessstandardisierung (67 Prozent), 
  • die Automatisierung transaktionaler Prozesse (53 Prozent), 
  • Prozessoptimierung durch Continuous Improvement (36 Prozent), 
  • funktionsübergreifende Zusammenarbeit sowie Aufgabenbündelung (32 Prozent).

Fachkräftemangel kostet Zeit und Geld 

Eine der größten Sorgen der Finanzvorstände ist die Suche nach neuen Mitarbeitern. Gute Fachkräfte zu finden, kostet viele Unternehmen schon heute viel Zeit, Kraft und Geld. Fast drei Viertel der befragten CFOs (74 Prozent) gaben an, dass sie deutlich mehr Kosten für die Personalgewinnung haben als zuvor. Das zeigt sich bei 57 Prozent der Firmen vor allem bei der Besetzung freier Stellen im Technologie- und IT-Bereich, doch auch in der Fertigung (36 Prozent) und in der Forschung- und Entwicklung (24 Prozent) scheint es schwierig zu sein, passende Mitarbeiter zu finden. Bei 21 Prozent der Befragten zeigt sich der Fachkräftemangel auch bereits im Bereich Finanzen und Controlling. 

Doch wie kann ein Unternehmen bei dem Kampf um die besten Fachkräfte als potenzieller Arbeitgeber überzeugen? Peter Diehl stellt in seinem Beitrag "Was ist wichtiger als eine Gehaltserhöhung?" in der Zeitschrift Controlling & Management Review fest: "Der 'War for Talents' und die Digitalisierung der Bildung gelten derzeit als Megatrends in der Diskussion um Recruitment und Fort- und Weiterbildung." 

Attraktives Arbeitsumfeld als Lockmittel

Das spiegelt sich auch in der aktuellen Deloitte-Analyse wieder: 45 Prozent der Finanzchefs wollen Bewerbern ein attraktives Arbeitsumfeld in Form von Schulungen und Work-Life-Balance bieten. Bernadette Wagener zeigt in ihrem Beitrag "Digital Skills ausbauen - aber wie?" beispielsweise, welche Weiterbildungsangebote Finanzfachkräfte nutzen können, um Digitalisierungskompetenzen zu entwickeln. 

Andere CFOs wiederum versuchen dem Fachkräftemangel durch die zunehmende Automatisierung von Prozessen zu begegnen (44 Prozent). Befristete Anstellungen sind für 27 Prozent der CFOs eine Lösung. Talent-Pools, wie die Einstellung älterer Arbeitnehmer, nutzen dagegen lediglich 13 Prozent.  

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