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07.09.2018 | Finanzcontrolling | Interview | Onlineartikel

"Das Mindset muss sich verändern"

Autor:
Prof. Dr. Utz Schäffer

Deutsche Post DHL Group befindet sich im Wandel der Digitalisierung. Der Finanzbereich des Unternehmens hat diese Herausforderung als Chance wahrgenommen. Adam Pradela, Executive Vice President Corporate Accounting & Controlling, führt aus, wie Organisation, Führungskonzept und die Kompetenzanforderungen analysiert, überdacht und weiterentwickelt wurden.

Controlling & Management Review: Herr Pradela, Deutsche Post DHL Group hat heute über 500.000 Mitarbeiter und ist weltweit aktiv. Wie geht ein so großes Unternehmen mit den strategischen Herausforderungen der Digitalisierung und den damit einhergehenden Veränderungen um?

Adam Pradela: Veränderungen sind für unser Unternehmen nichts Neues, eher der Normalzustand. Seit meinem Einstieg in das Unternehmen in 2002 befindet es sich in stetigem Wandel. Bis in die 1990er Jahre hatte sich die Deutsche Post vorrangig um die Briefzustellung in Deutschland gekümmert. Danach folgte eine Phase, in der viel akquiriert wurde. Innerhalb weniger Jahre entstand durch die Zukäufe der heutige Konzern mit seinen vier Divisionen und einer globalen Präsenz. Die Globalisierung war unsere erste S-Kurve. In den letzten Jahren lag der Fokus dann sehr stark auf der Integration. Nun gilt es, die zweite S-Kurve der Digitalisierung genauso erfolgreich zu meistern. Was uns hier sicher hilft, sind unsere Erfahrungen, um schnell zu erkennen, wo wir uns verändern müssen, und dann zu reagieren. Unser Ansatz geht dabei in zwei Richtungen: Wir schauen uns einerseits die neuen Technologien an und fragen uns: „Wie können wir mit diesen Technologien unsere Arbeit, die Arbeit unserer Mitarbeiter und vor allem die Kundenorientierung verbessern?“ Andererseits versuchen wir, neue Geschäftsmodelle zu finden.

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Spontan fällt mir hier der "StreetScooter" ein ...

Ja, ein gutes Beispiel. Wir brauchten ein Lieferfahrzeug für die Innenstädte, das elektrisch angetrieben wird, um auch unserem Ziel der Null-Emissions-Logistik näherzukommen. Da es auf dem Markt kein vergleichbares Fahrzeug zu erwerben gab, haben wir es schließlich selbst entwickelt. Was zunächst nur für uns gedacht war, wird jetzt auch von anderen Firmen angefragt.

Neben Technologien und Geschäftsmodellen verändert sich auch die Arbeit des Finanzbereichs. Wie reagieren Sie darauf?

Wir haben die Organisation des Finanzbereichs in den letzten Jahren weiterentwickelt. Zum einen haben wir die Organisation verschlankt, zum Beispiel indem wir Corporate Accounting mit Corporate Controlling zusammengefasst haben. Darüber hinaus haben wir ein neues Leadership-Konzept "21st Century CFO" eingeführt, das sich an den gesamten Finanzbereich richtet. Die Finanzaktivitäten wurden dazu in vier Kernfelder unterteilt und zwei Leitbild-Rollen zugeordnet: In den ersten beiden Kernfeldern haben wir das spezifische Fachwissen, quasi die Kernkompetenzen der Kollegen im Finanzbereich verankert: Accounting, Controlling und Reporting auf der einen Seite, die Sicherung der internen und externen Standards und Richtlinien auf der anderen. Diese beiden Felder haben wir unter dem Begriff "Valued Financial Expert" – anerkannter Finanzexperte – zusammengefasst.

Das vollständige Interview mit Adam Pradela lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Controlling & Management Review. 

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