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07.12.2017 | Finanzcontrolling | Im Fokus | Onlineartikel

Von digitalen Kennzahlenanalysen profitieren

Autor:
Jörg Niermann

Die Analyse wichtiger Kennzahlen ist aus der professionellen Unternehmensführung nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglicht es Banken und anderen Unternehmen, etwa KMU, Trends in der Geschäftsentwicklung schnell zu erkennen und bei Fehlentwicklungen mit operativen und strategischen Maßnahmen gegenzusteuern. 

Was bei großen Unternehmen schon erfolgreiche Praxis ist, scheint vor allem für viele Mittelständler oft noch ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Eine digitale, also softwarebasierte Unternehmensberatung kann hier eine effiziente Lösung sein. Mittelständische Unternehmen können oder möchten oft nicht auf teure Unternehmensberater zurückgreifen, um Schwachstellen im Controlling und bei den Planungs- und Berichtsstrukturen aufzudecken. In der Konsequenz wird dieser Bereich nicht selten von Firmen mit einem Umsatz bis zehn Millionen Euro vernachlässigt. Hinzu kommt, dass bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) manchmal das intuitive Verständnis für Finanzkennzahlen fehlt. Zwar verfügen auch Mittelständler über Buchhaltungskompetenz, doch wird die Finanzberichterstattung oft allein auf den Steuerberater ausgelagert. Häufig stehen steuerliche Belange und nicht die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund.

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Wie aber können Kennzahlen erfasst und analysiert werden, um auch von betriebswirtschaftlichen Laien zur Verbesserung der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage genutzt zu werden? Digitale Kennzahlensysteme, wie sie Canei.digital und andere Softwarespezialisten anbieten, extrahieren automatisch relevante Finanzdaten aus den Summen- und Saldenlisten, die der Unternehmer von seinem Steuerberater erhält. Der digitale Unternehmensberater verdichtet diese zu über 70 aussagekräftigen und graphisch aufbereiteten Kennzahlen. Für mehr als 60 Industriezweige lassen sich beispielsweise Daten speziell für Firmen mit einer Umsatzgröße von zwei bis zehn Millionen Euro darstellen, die Mittelständlern als Benchmark dienen. Die Analyse der Ertrags-, Bilanz-, Profitabilitäts-, Cashflow- und Liquiditätskennzahlen bietet einen schnell verfügbaren und kostenschonenden Einstieg in die Unternehmensführung und damit auch in eine bessere Planung und Überwachung der Unternehmensabläufe. 

Nutzer erhalten einen aktuellen Überblick mittels einer grafischen Dashboard-Darstellung, die wichtige Kennzahlen abbildet, wie das untenstehende Beispiel zeigt:

Dashboard-Grafik mit Unternehmenskennzahlen © Canei.digital

Schneller Branchenvergleich

Die automatisch aufbereiteten digitalen Kennzahlenberichte erlauben zudem schnelle und einfache Vergleiche mit der Branche über ein ausgeprägtes Benchmarking. Sie bieten einen Soll-Ist-Vergleich und eine Planungsvorschau. Sie ermöglichen so Unternehmen in kürzester Zeit, Rückschlüsse auf die laufende Geschäftsentwicklung des Unternehmens zu ziehen und zu erkennen, an welchen Stellen der Unternehmer Geld liegen lässt, wo ungenutzte Chancen liegen und wo sich Risiken auftun. Nicht zuletzt geht es darum, die Wettbewerbsposition und Leistungsfähigkeit im Kontext der Branche aufzuzeigen. 

Digitale Kennzahlenanalysen punkten mit drei Vorteilen: 

  • Geschwindigkeit, 
  • Kostenvorteile durch Skaleneffekte, indem generische Prozesse der Beratung standardisiert, digital abgebildet und ohne zusätzlichen Aufwand einer Vielzahl von Nutzern zur Verfügung gestellt werden können. 
  • Drittes Plus ist die optische Aufbereitung von Analysen und Planungen. 

Damit wird es möglich, auch Unternehmen an Kennzahlen heranzuführen, die sonst hierfür noch keine Affinität besitzen. Entscheidend ist dabei eine einfache Bedienbarkeit und zusätzliche, ebenfalls digitale Hilfestellung. Sie unterstützt dabei, betriebswirtwirtschaftliche Fachbegriffe, Zusammenhänge und Lösungsansätze zu erläutern. Wenn dies gelingt, kann die digitale Kennzahlenanalyse eine ähnlich umwälzende Entwicklung anstoßen, wie es beispielsweise Start-ups in der Finanztechnologie, die Fintechs, im Finanzbereich vorgemacht haben.

Vorteile für Banken

Doch nicht nur Unternehmer können von der digitalen Kennzahlenanalyse profitieren. Auch für Banken sind sie sinnvoll. So können ihnen beispielsweise im Firmenkreditgeschäft Kunden mithilfe digitaler Systeme aussagekräftig aufbereitete, umfassende und den Anforderungen des Finanzinstituts entsprechende Zahlen und Planungen präsentieren. Für mittelständische Unternehmer steigen vor dem Hintergrund der verschärften Ratinganforderungen in Kreditgesprächen mit Banken und Finanzdienstleistern die Chancen, Finanzierungskonditionen zu erhalten, die seiner Situation optimal angepasst sind.

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