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11.02.2019 | Finanzierung | Nachricht | Onlineartikel

Nord LB steckt 3,5 Milliarden in grüne Energie und Infrastruktur

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Das Geld der Norddeutschen Landesbank (Nord LB) floss 2018 in Vorhaben zur globalen Energiewende im In- und Ausland, aber auch in das deutsche Hochgeschwindigkeits-Internet. Die eigene Rettung bleibt weiter spannend.

Im Fokus der Nord LB standen im vergangenen Jahr vor allem neue Wind- und Solarparks. Wie die Bank mitteilt, habe sie in Deutschland Windkraftprojekte für insgesamt 500 Millionen Euro finanziert. Weiteres Geld investierte die Bank in den Ausbau der Glasfasernetze, um die Digitalisierung voran zu bringen, heißt es. Zudem habe sich das Institut im Public-Private-Partnership-Sektor sowohl an der Finanzierung von Bildungseinrichtungen beteiligt als auch an Infrastrukturprojekte zur Stärkung des deutschen Nahverkehrs. "Für uns stehen die gesellschaftlich wichtigen Themen grüne Energie, Digitalisierung, soziale Infrastruktur und Mobilität im Fokus", erklärte Hinrich Holm, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Instituts und verantwortlich für das Structured-Finance-Geschäft

Großprojekte in Schweden und Australien

Innerhalb Europas sei die Finanzierung des Windprojekts Nysäter in Schweden mit 400 Millionen Euro das größte Vorhaben. Die dort eingesetzten Turbinen werden vom Hersteller Nordex in Deutschland gefertigt, heißt es. Außerhalb Europas beteiligte sich die Nord LB zum Beispiel am australischen Solarprojekt Sunraysia sowie an einem amerikanischen Windparkportfolio, das insgesamt 174 Windenergieanlagen umfasst, in denen auch Technologie aus Europa zum Einsatz komme.

Rettungsplan wird in Brüssel geprüft

In eigener Sache bleibt es weiterhin spannend: Die Eigentümer der Landesbank, darunter Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und einige Sparkassen, hatten sich vorvergangene Woche darauf geeinigt, die Nord LB mit 3,7 Milliarden Euro Eigenkapital und Ausfallgarantien aufzufangen. Schuld an der Schieflage der Bank waren faule Schiffskredite. Kapital und Garantien von rund 2,5 Milliarden Euro kommen nach den aktuellen Plänen von Niedersachsen. Da das Land hierfür Anleihen ausgeben oder Kredite aufnehmen wird, muss die Rettung bei der Wettbewerbsbehörde in Brüssel angezeigt werden. Dort wird geprüft, ob eine Beteiligung von Privatinvestoren zu vergleichbaren Konditionen möglich wäre. Vom Ergebnis hängt ab, ob die Maßnahme untersagt oder genehmigt wird. Denn auch Finanzinvestoren, darunter Cerberus und Centerbridge, hatten Interesse an der Nord LB bekundet, konnten sich mit ihren Angeboten aber bei den Eignern der Landesbank nicht durchsetzen.

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