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08.03.2016 | Finanzierung | Im Fokus | Onlineartikel

Ist Ihr Unternehmen förderfähig?

Autor:
Sylvia Meier
3 Min. Lesedauer

Für Start-ups und mittelständische Unternehmen sind die Aussichten auf Fördermittel derzeit glänzend.

Noch nie war es für Unternehmensgründer und den Mittelstand so einfach, an Fördermittel zu kommen. Das Angebot ist attraktiv und die Erfolgsaussichten gut, stellt die Beratung"förderbar - Die Fördermittelmanufaktur" fest. 

Für Unternehmen sind diese Perspektiven natürlich sehr positiv. Gerade mittelständische Unternehmen und Start-ups sind auf Fördermittel oftmals angewiesen. Denn nicht jeder Unternehmen startet seine Geschäftstätigkeit mit ausreichend Eigenkapital bzw. einem finanzstarken Investoren. Liquidität bleibt ein Dauerthema. Dennoch befassen sich zu wenige Unternehmen mit langfristigen Lösungen. In der empirischen Untersuchung "Finanzierung im Mittelstand" stellen die Springer-Autoren Wolfgang Becker, Patrick Ulrich und Tim Botzkowski fest, dass mittelständische Unternehmen oft auf klassische Finanzierungen in Form eines Kredits bei der Hausbank bauen: "Die Finanzmittelbeschaffung erfolgt weiterhin primär mittels Innen- und Fremdfinanzierung über Banken, eine Inanspruchnahme alternativer Finanzierungsarten im Mittelstand ist tendenziell kaum relevant und bedarf daher einer Neuausrichtung. Auch die von der Bundesrepublik Deutschland bereitgestellten Fördermittel werden nur unzureichend genutzt, weshalb der Mittelstand sich dieser Thematik in Zukunft vertieft widmen sollte."

Förderdarlehen sind in der Regel zinsgünstiger als klassische Kredite und auf kleinere Unternehmen zugeschnitten. Dennoch sind viele Firmen hier nicht ausreichend informiert und schrecken vor einer Antragstellung zurück.

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Andere Ratingsysteme bei Fördermitteln bieten Chancen 

Die Möglichkeiten sind vielfältig: So existieren regionale Programme, aber auch bundesweite oder sogar EU-Förderprogramme. Was vielen Firmen nicht bewusst ist: Für Förderdarlehen existieren sogar andere Rating-Systeme in den Förderinstituten als bei klassischen Banken. "Das Rating durch die Förderbanken berücksichtigt neben den bekannten Faktoren des Hausbankenratings in anderem Maße die individuellen Konditionen des jeweiligen Projektes und des Förderprogrammes. Gleiche Sachverhalte können daher dort anders gewichtet werden, und haben folglich auch andere Auswirkungen auf die Einstufung in die jeweilige Ratingstufe." beschreibt Springer-Autorin Cornelia Langer in ihrem Buchkapitel "Fördermittel in der Unternehmensfinanzierung".

Unternehmen sollten sich beraten lassen 

Doch welche Chancen hat ein Unternehmen, Fördermittel zu bekommen? Förderbar bietet hier einen Fördermittelcheck an. Auch Springer-Autorin Cornelia Langer empfiehlt mittelständischen Unternehmen, sich beraten zu lassen und finanzielle Fördermittel einzusetzen. Der Antrag auf Fördermittel ist in den meisten Fällen bei der Hausbank zu stellen. Die Antragstellung ist mit einem gewissen Aufwand verbunden – doch nach Langer lohnt es sich. "Der Nutzen, den Sie daraus für Ihr Unternehmen ziehen können, sowohl was direkte Verbesserungen im Unternehmen angeht als auch die Optimierung Ihres Ratings sind ungleich höher." 

Crowdfunding als Alternative

Übrigens: Eine interessante Alternative zum Förderdarlehen kann auch Crowdfunding bieten. Gerade Start-ups nutzen gerne diese innovative Finanzierungsalternative. In dem Buchkapitel "Crowdfunding - was ist das?" bringen die Springer-Autoren Dana Melanie Schramm und Jakob Carstens den Begriff auf den Punkt: "Crowdfunding ist ein gemeinsames Streben von Menschen, die sich zusammentun und Geld über das Internet einsammeln, um in Vorhaben anderer Menschen bzw. Organisationen zu investieren oder sie zu unterstützen." Unternehmen müssen jedoch diese Menschen auch erst einmal von ihrer Vision überzeugen.

Ob über staatliche Förderprogramme oder private Alternativen, wie etwa Crowdfunding. Unternehmen müssen ein langfristiges Finanzmanagement aufbauen. Und dazu gehört es auch, sich zu informieren, welche Fördermittel dieses Unternehmen in Anspruch nehmen kann. Eine Idee alleine kann noch so gut sein – fehlt es dem Unternehmen auf Dauer am nötigen Kleingeld, ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Unternehmen sollten sich deshalb getrauen und Chancen wahrnehmen.

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