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27.11.2014 | Finanzierung | Interview | Onlineartikel

Der gute Ruf deutscher Investoren in Asien

Autor:
Sylvia Meier
2:30 Min. Lesedauer

Springer-Autor Michael Lorenz erklärt im zweiten Teil der Interviewserie, warum deutsche Unternehmen in Asien einen hervorragenden Ruf genießenund welch herausragende Rolle die Automobilindustrie spielt.

Springer für Professionals: Welchen Ruf genießen deutsche Investoren in Asien?

Michael Lorenz: Deutsche Firmen haben im Grundsatz ein Riesenglück. Das liegt aber auch klar an der Automobilindustrie. Ob Sie Thailand nehmen oder China: Fast jeder Asiate würde gerne ein deutsches Auto fahren. Und wir haben aufgrund der guten Autoqualität einen allgemein guten Ruf. Auch andere (technische) deutsche Produkte haben es dadurch leichter als Produkte aus anderen Ländern. Deutschland hat aufgrund der guten Qualität seiner Produkte einen hervorragenden Ruf. Den guten Ruf hat Deutschland auch seinen guten Autos und der grundsätzlichen Zuverlässigkeit zu verdanken!

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Richtig. Thailand ist für den Einstieg in Asien empfehlenswert. In China ist es nicht immer ganz einfach, gerade auch für kleinere Unternehmen Ein kleiner Mittelständler, der in China 20 oder 30 Leute einstellen will, beeindruckt nicht wirklich. Die Dimensionen sind dort einfach ganz anders. Als Beispiel: Die Firma Foxconn beschäftigt an einem ihrer Standorte in China mehr als 400.000 Menschen.

Thailand ist da anders. Hier ist man auch als kleinerer Investor willkommen. Und viele Dinge funktionieren schon besser und einfacher als in China. Man kann dort innerhalb von 3-6 Monaten eine Firma gründen und zum Laufen bringen. Thailand ist übrigens auch das einzige Land in Asien, in dem man 100 Prozent der Firmenanteile halten kann und man kann sogar als Unternehmen Grund und Boden zum Volleigentum erwerben. Viele Dinge sind hier erheblich einfacher als beispielsweise in China.

Auch einen recht leichten Einstieg ermöglicht übrigens Hongkong als eine der freiesten Wirtschaftsmetropolen der Welt.

Nehmen Investitionen in Asien zu?

Man kann nicht erwarten, dass jedes Jahr die Investitionen in Asien um 10 Prozent zunehmen. 70 oder 80 Prozent der Firmen, für die Investitionen in Asien infrage kommen, sind ja tatsächlich bereits da. Um es anders zu formulieren: Das Interesse an Asien ist groß und für größere Firmen ist klar: Man muss sich in Asien positionieren. Kein großes Unternehmen kann China ignorieren.

Zur Person
Michael Lorenz, Attorney-at-Law, gründete 1995 in Bangkok als erster deutschsprachiger Anwalt in Thailand die Kanzlei Lorenz & Partners. Seit 2006 ist er auch in Hongkong und seit 2011 in Vietnam als ausländischer Rechtsanwalt registriert. Seine Spezialgebiete sind gesellschaftsrechtliche und steuerrechtliche Fragestellungen sowie Investment-Förderungen in der Region.

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