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29.08.2018 | Finanzierung | Infografik | Onlineartikel

Gründern fehlt der Durchblick im Förder-Dschungel

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Existenzgründer brauchen vor allem am Anfang eine stabile Finanzierung. Doch über die Vielzahl an Fördermitteln und ihre Voraussetzungen sind Jungunternehmer meist schlecht informiert.

Ein junges Unternehmen oder Start-up braucht in der Startphase eine solide Finanzierung. Existenzgründer können dabei neben anderen Quellen auch auf zahlreiche staatliche Fördertöpfe zugreifen. Doch bleibt so manche gute Geschäftsidee in der Schublade liegen, da vielen Jungunternehmern der Überblick bei den Fördermitteln fehlt. Das hat eine Erhebung des Ratgeberportals "Existenzgründer & Jungunternehmer" ergeben, für die zwischen Mai und August 2018 rund 1.000 Gründer befragt wurden.

Danach ist sind Förderungen zwar für das Gros der Gründer ein wichtiges Thema, mit dem sich jedoch 78 Prozent gar nicht auskennen. Lediglich 22 Prozent gaben an, dass Sie zumindest "eine grobe Ahnung" davon haben. Das verwundert, denn jeder zweite Befragte erklärte, ohne Fördergelder nicht gründen zu wollen.

Förderung ist kein geschenktes Geld

"Die Ergebnisse zeigen, dass die Fördermittelgeber noch viel Aufklärungsarbeit vor sich haben", sagt Benjamin O'Daniel von Existenzgründer & Jungunternehmer. Allerdings seien die über 200 unterschiedlichen Förderungsformen von Bund und Ländern undurchsichtig und manche Fördertöpfe, die es in der Vergangenheit gab, wurden mittlerweile gestrichen – etwa der Gründungszuschuss aus der Arbeitslosigkeit. "Viele Gründer erhoffen sich, dass Sie zum Start Geld geschenkt bekommen, damit sie nicht ins Risiko gehen müssen", meint O'Daniel. "Aber die meisten Förderungen bestehen aus zinsgünstigen Gründerdarlehen, Zuschüssen und Bürgschaften." Diese kommen unter anderem von der KfW und regionalen Bürgschaftsbanken. 

Das Portal empfiehlt Gründern daher einen belastbaren Businessplan, eine kritische Einschätzung der finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Berücksichtigung notwendiger Aufwendungen wie zum Beispiel Werbemaßnahmen.

Hilfe im Internet

Eine Übersicht zum Thema bietet zum Beispiel die Gründerplattform, die vom Bundeswirtschaftsministerium und der Förderbank KfW im Frühjahr 2018 initiiert wurde. Hier finden Jungunternehmer verschiedene Online-Tools, die ihnen bei der Existenzgründung helfen, sowie praktische Beispiele anderer Unternehmer, die ihre Geschäftsidee bereits in eine eigene Firma umgesetzt haben. Neben den passenden Finanzierungsmöglichkeiten bietet das Portal auch Ansprechpartner für Themen rund um die Existenzgründung. Übrigens stehen jungen Unternehmen auch Fördermittel der EU zur Verfügung. 

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