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02.10.2013 | Finanzierung | Im Fokus | Onlineartikel

Was Investoren von Spekulanten unterscheidet

Autor:
Sylvia Meier

Spekulanten und Investoren sind auf der Suche nach der perfekten Kapitalanlage. Dabei gehen sie jedoch völlig unterschiedlich vor.

In seinem Buch „Quintessenz der Unternehmensbewertung“ beschreibt Springer-Autor Peter Thilo Hasler die unbequemen Wahrheiten zum Thema Investitionen. Dabei stellt Hasler sich die Frage: Was unterscheidet eigentlich einen Spekulanten von einem Investor? Und wer ist erfolgreicher?

Laut Hasler kaufen und verkaufen Spekulanten Aktien, weil sie glauben, bestimmte Kursentwicklungen vorhersagen zu können. Bei der Kaufentscheidung selbst verlässt sich der Spekulant auf die Vorhersagen anderer. Hasler weist jedoch darauf hin, dass Spekulanten sich auch durchaus informieren: Tagesaktuelle Informationen werden gelesen und ausgewertet, Wirtschaftsnachrichten im Fernsehen verfolgt und Newsletter von mehr oder weniger seriösen Herausgebern abonniert. Hasler beschreibt, dass Spekulanten häufig Bewertungsmethoden vertrauen, die sie jedoch selbst nicht immer verstehen. Und wenn sich der Depotwert nicht so entwickelt, wie erwartet, suchen Spekulanten nach Ausreden.

Investoren agieren mit kühlem Kopf

Investoren hingegen würden laut vergleichsweise sachlich und selbstbewusst an den Anlageprozess herangehen und  haben ein Urvertrauen in ihre Bewertungsfähigkeiten. Mit kühlem Kopf werde eine Veränderung des Umfelds analysiert.  Hasler beschreibt: „So wie Spekulanten gierig sind und die Gewinne maximieren wollen, sind Investoren geduldig und versuchen, zunächst das Verlustrisiko einzugrenzen.“

Investor, Spekulant oder beides?

Hasler weist darauf hin, dass Menschen nicht so deutlich in die Kategorien „Investoren“ oder „Spekulanten“ eingeordnet werden können: „Meistens sind wir mal das eine und mal das andere. Manchmal neigen wir mehr zum Spekulanten-, manchmal mehr zum Investorendasein..“ Auf Dauer erfolgreicher ist laut Hasler jedoch der Investor: „Wie wir sehen werden, haben Investoren eine realistische Chance, langfristig Gewinne zu erzielen, Spekulanten jedoch nicht.“

Fazit: Um einen dauerhaften Anlageerfolg zu gewährleisten, kommt es in der Praxis insbesondere auf die Fähigkeit an, Unternehmen systematisch zu bewerten. Hasler beschreibt die verschiedenen Bewertungsverfahren und veranschaulicht die verschiedenen Verfahren in konkreten Praxisbeispielen.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Unbequeme Wahrheiten

Quelle:
Quintessenz der Unternehmensbewertung

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