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Über dieses Buch

In diesem essential beschreiben Hans-Werner Grunow und Christoph Zender die Konstruktion und Funktionsweise des Schuldscheins und skizzieren die relevanten Investorengruppen. Die Autoren geben eine Übersicht zum Schuldscheinmarkt und zu gegenwärtigen Trends sowie zu den Spezifika von Schuldscheinen. Strukturen und Prozesse einer Schuldscheintransaktion erschließen sich dem Außenstehenden nicht auf den ersten Blick. Doch für die Transaktionsbeteiligten zeigt der Schuldschein ein hohes Maß an Transparenz und Kalkulierbarkeit.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Das Schuldscheindarlehen, so die korrekte Bezeichnung für die häufig benutzte Kurzform Schuldschein, hat sich in der Unternehmensfinanzierung zu einem einfach und vielseitig einsetzbaren und damit attraktiven Instrument entwickelt. Das Schuldscheindarlehen besitzt viele Vorzüge und verlangt nur wenig Kompromisse. Unter den Marktteilnehmern haben sich leistungsfähige Strukturen, Prozesse und Gepflogenheiten herausgebildet.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 2. Der Schuldschein und seine Konstruktion, Ausprägung, Eignung

Das (rechtliche) Konstrukt des Schuldscheindarlehens existiert in Europa bereits seit Jahrhunderten, kam aber nur sporadisch in der Finanzierung von überwiegend öffentlichen Institutionen und staatlichen Unternehmen zum Einsatz. Mit nennenswertem Volumen wurde der Schuldschein erstmals in Deutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts genutzt. Damals wurde auch die Grundlage für die Struktur und rechtliche Gestaltung des heutigen „deutschen Schuldscheins“ gelegt.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 3. Die Eckwerte: Vorgaben und Gestaltungsspielraum

Wichtige Bestandteile eines Fremdfinanzierungsabkommens sind die Kredithöhe, die Kreditlaufzeit, der Zins (fest oder variabel) und die Zahlungstermine, in Sonderfällen eventuell zu stellende Sicherheiten und die Kreditklauseln, die sogenannten Covenants: Auflagen, Bedingungen, (Verwendungs-)Beschränkungen bei geschäftlichen Entscheidungen oder im Finanzmanagement.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 4. Die Voraussetzung zur Darlehensaufnahme: Hürden und Bonitäten

Die Begebung von Schuldscheinen setzt seitens des Unternehmens keine bestimmte Rechtsform oder keine bestimmte Sektoren- und Branchenzugehörigkeit voraus. Doch ist der Schuldschein wegen des Mindestvolumens von 20 bis 30 Mio. EUR üblicherweise für börsennotierte Gesellschaften und größere mittelständische Unternehmen interessant. Voraussetzung zum Einsatz des Schuldscheins ist in jedem Falle ein Mindestmaß an Bonität.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 5. Die Dokumentation und Information

Die Begebung eines Schuldscheins ist mit bestimmten, wenngleich nicht gesetzlich vorgeschriebenen Informations- und Dokumentationspflichten gegenüber dem Kreditgeber verbunden. Die Erfüllung dieser Pflichten muss für das Kredit suchende Unternehmen aber nicht nur Aufwand bedeuten. Die Erarbeitung einer detaillierten Unternehmensdarstellung (häufig wird hierfür der Begriff der „Credit Story“ verwendet) bringt auch Vorteile.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 6. Der Prozess der Begebung

Die Aufnahme von Schuldscheindarlehen ist nicht möglich ohne begleitende Bank, welche sowohl die Schuldscheinfähigkeit prüft als auch die Strukturierung der Transaktion, die Begebung im engeren Sinne (Exekution), die Platzierung, die „Betreuung“ über die Laufzeit (einschließlich eventueller Umplatzierungen) und die Zahlstellenfunktion übernimmt (siehe auch Tab. 6.1). Wichtig bei der Auswahl dieser Bank sind deren Übersicht über den relevanten Markt und die Kenntnis des Transaktionsgeschehens, das heißt der ausreichende Zugang dieser Bank zur Investorenbasis, deren Erfahrung beim Arrangement und in der Gestaltung von Schuldscheindarlehen sowie deren Anregungen zur richtigen „informativen Aufbereitung“ und Kommunikation.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 7. Die Marktteilnehmer: Kreditnehmer, Arrangeure und Kreditgeber

Der Schuldschein ist ein Instrument für den gehobenen Mittelstand bis hin zu großen Unternehmen und Konzernen – ein sehr facettenreiches Spektrum. Die Schuldscheine begebenden Unternehmen kommen aus allen Sektoren und aus zahlreichen Branchen, wobei Industrieunternehmen die stärkste Einzelgruppe bilden.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 8. Die Vorteile und die Besonderheiten des Schuldscheins

Der Schuldscheinmarkt hat seine Leistungsfähigkeit in der Unternehmensfinanzierung unter Beweis gestellt. Erfolgsfaktoren sind unter anderen die einfache, sichere Handhabung des Instruments, Transparenz und professionelle Marktteilnehmer, eine verlässliche Platzierung des nachgefragten Kapitals und auf den Charakter dieses Instruments abgestimmte Informationspflichten. Die Entwicklung erfolgte frei von gesetzlichen Regularien, weil der Kreditcharakter des Marktsegments erhalten blieb und das Segment nicht zum Börsenplatz mutierte.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 9. Die Trends am Schuldscheinmarkt

Der deutsche Schuldscheinmarkt ist in den vergangenen Jahrzehnten kräftig gewachsen. Das ausstehende Gesamtvolumen an Schuldscheindarlehen erreichte im Jahr 2000 erst 16,7 Mrd. EUR, im Jahr 2016 schon 86,5 Mrd. EUR. Die innerhalb eines Jahres aufgenommenen neuen Darlehen stiegen in den genannten Zeiträumen von 3,5 Mrd. EUR auf 28,5 Mrd. EUR. Doch nicht nur die Volumina haben sich kräftig erhöht (siehe Tab. 9.1).
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 10. Der Schuldschein im Überblick

Das Volumen und die Transaktionen bei Schuldscheindarlehen haben in den vergangenen Jahr(zehnt)en kontinuierlich zugenommen. Denn eine Reihe von überzeugenden Argumenten spricht für den Schuldschein (siehe auch Tab. 10.1).
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Backmatter

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