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Über dieses Buch

Das Buch vermittelt einen Überblick über die moderne Kapitalmarkttheorie und verdeutlicht ihre Bedeutung für unternehmerische Entscheidungen im Investitions- und Finanzierungsbereich. Ausführlich erörtert werden auch die Zusammenhänge zwischen Finanzwirtschaft und Rechnungswesen des Unternehmens. Besonderes Gewicht wird auf die Bedeutung der Information und auf die Konsequenzen von Unterschieden im Informationsstand für die Gestaltung von Finanzierungsverträgen gelegt. Die Neuauflage aktualisiert den Text bezüglich der Steuerreform und neuer Entwicklungen im Kapitalmarkt. Ergänzt wurde ein Abschnitt zum Investitionscontrolling, überarbeitet wurden vor allem die Ausführungen zur Informationseffizienz des Kapitalmarktes, zu Agency Beziehungen und zur Verschuldungspolitik. Das Buch bietet dem Studenten wie dem Praktiker die Möglichkeit, sich über das in der Praxis immer wichtiger werdende Gebiet der Finanzwirtschaft und seine Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten zu informieren. Es ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für alle, die auf dem Gebiet der Finanzierung arbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel I. Der Finanzbereich des Unternehmens — Aufgaben und Ziele

Zusammenfassung
Im Leistungsbereich eines Unternehmens entsteht Kapitalbedarf durch Investitionen, die der Erstellung und dem Absatz von Leistungen dienen. Zur Deckung des Kapitalbedarfs können dem Unternehmen Mittel in Form von Kredit- oder Beteiligungskapital zugeführt werden. Im einleitenden Kapitel wird zunächst erörtert, welche Rolle die finanzwirtschaftlichen Ziele der Kapitalgeber für die Unternehmenspolitik spielen. Weiter wird ein systematischer Überblick über die Zahlungsvorgänge gegeben, deren Gestaltung und Steuerung die eigentliche Aufgabe des Finanzbereichs ist. Es folgen eine Beschreibung des Aufgabenbereichs der Finanzwirtschaft und eine Erörterung möglicher organisatorischer Gliederungen und Zuordnungen für diese Aufgaben.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel II. Finanzierungstitel und Finanzierungsmärkte

Zusammenfassung
Wer als Kapitalgeber in irgendeiner Form zur Finanzierung eines Unternehmens beiträgt, erwirbt damit einen Finanzierungstitel, das heißt ein bestimmtes Bündel von Rechten und Pflichten.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel III. Finanzwirtschaft und Rechnungswesen des Unternehmens

Zusammenfassung
Die wichtigsten Rechnungsgrößen, die im Rechnungswesen erfaßt werden, sind Einzahlungen und Auszahlungen, Einnahmen und Ausgaben, sowie Aufwendungen und Erträge, Größen, die als Änderungen bestimmter Vermögensbestände definiert sind, außerdem Kosten und Leistungen. Für die Finanzwirtschaft sind in erster Linie Ein- und Auszahlungen von Interesse. Die übrigen Bestands- und Bewegungsgrößen sind aber deswegen nicht bedeutungslos für die Finanzwirtschaft, zum einen, weil zwischen allen Rechnungsgrößen enge Zusammenhänge bestehen, zum anderen, weil finanzwirtschaftliche Dispositionen sich nicht von dem grundlegenden Rechenwerk, das das Rechnungswesen bietet, lösen können. Man unterscheidet in der Finanzwirtschaft eine zahlungsbezogene und eine bilanzbezogene Betrachtungsweise, je nachdem, an welchen Rechengrößen theoretische Überlegungen und praktische Planungen anknüpfen. Beide Betrachtungsweisen stehen nicht im Gegensatz zueinander, sondern ergänzen sich gegenseitig.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel IV. Finanzwirtschaftliche Entscheidungen bei Sicherheit

Zusammenfassung
Gegenstand dieses Kapitels sind Entscheidungen über finanzwirtschaftliche Vorgänge. Dabei wird das Entscheidungsproblem zunächst erheblich vereinfacht, indem die Unsicherheit vernachlässigt wird.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel V. Planungstechniken bei Unsicherheit

Zusammenfassung
In der Theorie der Investitionsentscheidungen ist die Unsicherheit über die Zukunft zunächst vernachlässigt worden. In Kapitel IV wurde ein Überblick über Entscheidungsmodelle gegeben, die auf der Prämisse sicherer Erwartungen beruhen. Offen blieb dabei die Frage, inwieweit derartige Modelle in einer Welt der Unsicherheit überhaupt anwendbar sind und welcher Modifikationen und Ergänzungen sie bedürfen. Im folgenden Kapitel werden zunächst einige Grundbegriffe der Entscheidung bei Unsicherheiten erörtert (Abschnitt 1); daran schließen sich kurze Überlegungen zur Bedeutung von Prognosen an (Abschnitt 2). Anschließend werden verschiedene Methoden der Risikoanalyse vorgestellt, zum einen Ansätze der Sensitivitätsanalyse, zum anderen wahrscheinlichkeitsrechnerische Verfahren; im Zusammenhang mit letzteren wird auch die Problematik von Risikomaßen behandelt (Abschnitt 3). Für die Planung bei Unsicherheit können sich besondere Schwierigkeiten daraus ergeben, daß im Zeitablauf miteinander zusammenhängende Entscheidungen zu treffen sind, zugleich aber der Informationsstand sich ändert. Planungstechniken, die diesen Schwierigkeiten Rechnung tragen, werden in Abschnitt 4 vorgestellt. In Abschnitt 5 wird der Begriff der Risikopolitik erläutert, der die Verbindung zu Kapitel X herstellt, das dem Risikomanagement gewidmet ist.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel VI. Die Bewertung von Investitionen bei Unsicherheit

Zusammenfassung
Die in Kapitel V beschriebenen Planungstechniken ermöglichen es, die Ergebnisse von Investitionsentscheidungen bei Unsicherheit umfassend zu beschreiben und die Planalternativen in ihrer vollen Komplexität zu erfassen. Dabei wurden auch einige Entscheidungsregeln angesprochen; die Frage, nach welchen Kriterien sich die Entscheidung letztlich richten kann, blieb aber weitgehend offen. Dieser Frage ist das folgende Kapitel gewidmet.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel VII. Die Preisbildung auf dem Kapitalmarkt

Zusammenfassung
In einer Marktwirtschaft werden die Güterströme über Gütermärkte von den Anbietern zu den Nachfragern gelenkt, die Geldströme über den Geld- und Kapitalmarkt. Da Geld der Vereinfachung des Güterhandels dient, bestehen enge Zusammenhänge zwischen den Vorgängen auf den Gütermärkten und den Vorgängen auf dem Geld- und Kapitalmarkt. So werden Investoren kaum bereit sein, Geld am Kapitalmarkt anzulegen, also auf heutigen Konsum zugunsten zukünftigen Konsums zu verzichten, wenn die am Kapitalmarkt erzielbare Rendite deutlich unter der Inflationsrate liegt. Gleichzeitig wird es bei einer solchen Konstellation zu hoher Kreditnachfrage kommen. Ein Ausgleich von Geldangebot und -nachfrage führt im allgemeinen zu einer Rendite, die über der Inflationsrate liegt.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel VIII. Finanzierungsverträge bei Informationsasymmetrie

Zusammenfassung
Mit Hilfe von Finanzierungstiteln lassen sich die aus den Investitionen der Unternehmen resultierenden Risiken transformieren und auf die Kapitalanleger gemäß ihren individuellen Präferenzen verteilen. Dies entspricht einer Betrachtungsweise, die für die Theorie der Finanzmärkte längere Zeit prägend war und sich als sehr fruchtbar erwiesen hat. Dieser theoretische Ansatz liegt auch den Ausführungen in den vorangegangenen Kapiteln VI und VII zugrunde. Damit ist die Problematik der Ungewißheit bei Finanztransaktionen aber nur unzureichend erfaßt. Ungewißheit resultiert nicht nur daraus, daß Investitionen riskant sind, sondern auch aus dem ungleichen Informationsstand der Transaktionspartner. Diese Informationsasymmetrie in Verbindung mit der Vermutung, daß jeder Transaktionspartner sich opportunistisch verhält, das heißt ausschließlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, hat zur Folge, daß jeder damit rechnen muß, aufgrund eines schlechten Informationsstandes übervorteilt zu werden. Das hat weitreichende Konsequenzen für das Zustandekommen von Transaktionen und für die vertragliche Ausgestaltung. Dies gilt für Finanztransaktionen in besonderem Maße. Rational handelnde Transaktionspartner werden stets mitbedenken, welche Verhaltensweisen mit einer bestimmten Vertragsgestaltung verbunden sind und wie man den damit verbundenen Schädigungen begegnen kann.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel IX. Finanzierungspolitik

Zusammenfassung
Die Wahl einer optimalen Finanzierungspolitik eines Unternehmens ist ein komplexes Entscheidungsproblem. Verschiedene Grundlagen wurden bereits vorgestellt. In Kapitel II wurden Finanzierungstitel und Finanzierungsmärkte als wesentliche Elemente des institutionellen Rahmens der Finanzierungspolitik dargestellt. In Kapitel VI wurde das Irrelevanztheorem der Finanzierungspolitik erörtert, ausgehend von Wertadditivität, die auf strengen Prämissen beruht. Insbesondere geht die Eigenschaft der Wertadditivität im allgemeinen bei Informations- und Transaktionskosten verloren. Damit ist auch das Irrelevanztheorem in Frage gestellt. In Kapitel VIII wurden die Probleme aufgegriffen, die aus asymmetrischer Information und opportunistischem Verhalten resultieren. Diese Probleme sollen bestmöglich durch effiziente Verträge gelöst werden, die einerseits Verhaltensanreize für die Akteure und andererseits Kontrollen ihres Verhaltens vorsehen, um die Wohlfahrt der beteiligten Wirtschaftssubjekte zu fördern. Die Optimierung der Finanzierungspolitik kann ebenfalls als die effiziente Gestaltung zahlreicher Verträge aufgefaßt werden, zu deren Parteien die Gläubiger, Gesellschafter, Manager, Arbeitnehmer, Lieferanten und Kunden des Unternehmens zählen. Auch wenn es „Rezepte“ zur effizienten Vertragsgestaltung nicht gibt, so sind doch zahlreiche Aspekte bekannt, die zu beachten sind. Diese werden im folgenden analysiert.
Günter Franke, Herbert Hax

Kapitel X. Risikomanagement

Zusammenfassung
Der Ausdruck „Risikomanagement“ hat erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine weite Verbreitung erfahren. Dazu beigetragen haben die erheblichen Wechselkurs- und Zinsschwankungen, die seit dem Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems im Jahre 1971 zu beobachten sind. Außerdem sind infolge der Zunahme des nationalen und internationalen Wettbewerbs die Gewinnmargen der Unternehmen geschrumpft, so daß auch kleinere Änderungen von Preisen, Absatzmengen oder anderen Erfolgsparametern Gewinne in Verluste verkehren können. Wenn ein Unternehmen verhindern möchte, daß infolge dieser Risiken möglicherweise Verluste entstehen, so bietet sich hierfür das Risikomanagement an.
Günter Franke, Herbert Hax

Backmatter

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