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04.09.2017 | Fintechs | Nachricht | Online-Artikel

Kunden vertrauen Banken mehr als Fintechs

verfasst von: Eva-Susanne Krah

1:30 Min. Lesedauer

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Deutsche Bundesbürger sind offen für neuartige Finanztools. Dennoch würden sie bei Finanzservices lieber ihr eigenes Kreditinstitut als ein Start-up nutzen.

Eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers unter 1.000 Deutschen zeigt, dass diese zwar gerne neue Fintech-Apps einsetzen. Doch 81 Prozent möchten lieber, dass ihre eigene Bank ihnen diese in Kooperation mit einem Fintech anbietet, unter anderem wegen der Sicherheitsaspekte. Für 38 Prozent der Befragten wären alternative Zahlungsmethoden attraktiver, wenn ihr eigenes Geldhaus sie ihnen anbietet. Nur 19 Prozent der Kunden sagen, dass sie direkt auf Finanzservices eines Fintechs zugreifen möchten. Und 73 Prozent der Bundesbürger würden ihr Geld lieber bei einem Geldinstitut parken, auch wenn sie keine Bank mehr benötigen. Insbesondere jüngere Kunden unter 30 Jahren würden hingegen beispielsweise ihren Zahlungsverkehr auch über ein junges Finanztechnologie-Unternehmen abwickeln.

PSD2 bietet Banken neue Chancen

Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (Payment Service Directive) Anfang 2018 können Banken im Kampf um die Kundenbeziehung mit Fintechs punkten, wenn sie intelligente Kooperationen im Modell des Open Banking mit ihnen eingehen und so die Schnittstelle zwischen Endkunde und Start-up bilden. Denn PSD2 soll Drittanbietern unter anderem den Zugriff auf Kontodaten ermöglichen, beispielsweise einem Online-Bezahldienst oder einer App, die der Kunde nutzt, um direkt auf Sparkonten, Wertpapierdepots oder Versicherungsverträge zuzugreifen. Jüngere Kunden sind zwar offener dafür, wenn ihre persönlichen Kontodaten mit Anbietern verknüpft werden. Allerdings müssen dann laut der Studie 

  • der Schutz vor einem unberechtigtem Kontenzugriff,
  • Datensicherheit und 
  • Datenschutz

bei entsprechenden Transaktionen gewährleistet sein. "Meine Kontobewegungen gehen nur mich etwas an", sagen im Vergleich dazu insgesamt 69 Prozent der Befragten aus der Studie. 

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