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15.09.2017 | Fintechs | Nachricht | Onlineartikel

Lieber gemeinsam agieren

Autoren:
Bianca Baulig, Eva-Susanne Krah, Meris Neininger

Einen Tag lang trafen sich Vertreter von Banken, Versicherern, Start-ups und Investoren auf der 3. Konferenz für Finanztechnologie zum Austausch über Kooperationen mit Fintechs und künftige Geschäftsmodelle. Wie Experten die weitere Entwicklung sehen.

Zur gut besuchten Veranstaltung in Frankfurt am Main luden die Springer-Fachzeitschriften Bankmagazin, Versicherungsmagazin und das Center for Financial Studies am House of Finance der Goethe-Universität. Zentrales Thema war die Zusammenarbeit zwischen Fintechs, Kreditinstituten und Versicherern. In drei Sessions mit Fachvorträgen und einer Diskussionsrunde wurden Trends zu Blockchain-Technologie, Cybersecurity und Regtechs diskutiert. Es zeigte sich, dass Berührungsängste zwischen Fintechs und Finanzdienstleistern nahezu komplett verschwunden sind. Während die Start-ups sich zu Partnern auf Augenhöhe für Finanzdienstleister mausern, gehen die Akteure ganz unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit ein, von der Kooperation bis hin zur Übernahme eines Fintechs. Auch Großbanken sind auf den Innovationszug über Allianzen mit jungen Finanztechnologieunternehmen aufgesprungen. Das zeigt unter anderem das Beispiel der Deutschen Bank, die bereits sieben Kooperationen mit Fintechs geschlossen hat.

Erfolgreiche Geschäftsmodelle finden

Wirtschaftlicher Erfolg braucht ein gutes Geschäftsmodell. Doch von diesen gibt es nicht sehr viele. Was zeichnet also ein gutes Geschäftsmodell wirklich aus? "Dafür muss man das Rad nicht neu erfinden, man muss nur in einer Sache besser sein als die Mitbewerber", sagte Victor Tiberius, Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam und Vorstand der Foucault-Hemmersteen. Wichtig sei auch, dass die diversen vorhandenen Komponenten harmonisch zusammenpassen und kompatibel sind. Und das Produkt, das verkauft oder der Service, der angeboten wird, muss einfach, verständlich und klar formuliert sein.

Banken empfiehlt der Unternehmensberater Markus Strietzel, Senior Partner von Roland Berger, das eigene Geschäftsmodell auf disruptive Ansätze zu prüfen und frühzeitig das "Geschäftsmodell 2025" unter Einbindung des digitalen Ökosystems zu gestalten. Dieser Trend zeigt sich auch in der Fintech-Szene in Frankfurt, die derzeit bemüht ist, sich mittelfristig unter den Top-20-Ökosystemen zu etablieren.

Die nächste Fintech-Konferenz steht schon fest: Sie findet am 20. September 2018 in Frankfurt am Main statt.

Einige Stimmen von der Finanztechnologie-Konferenz:

Fintechs wachsen, wenn sie mit Banken kooperieren."


Chris Scheuermann, Head of Partnerships, figo GmbH

Viele Banken sind bei Blockchain schneller als viele Fintechs."


Sven Korschinowski, Partner KPMG

Disruptive Innovationen sind zunächst schlechter als etablierte Lösungen, um sie später abzulösen." 

Dr. Stefan Teis, Senior Vice President, Deutsche Börse AG

Fintechs! Verkauft euer Unternehmen nicht zu früh."


Dr. Markus Strietzel, Senior Partner Roland Berger

Entweder kaufen wir uns ein Fintech, wenn wir es gut finden, oder wir vernetzen uns mit ihm."
Dieter Jurgeit, Vorsitzender des Vorstands, Verband der PSD Banken, zur Zusammenarbeit mit Fintechs. 

Quelle: Twitter-Banking@SPBanking während der 3. Konferenz für Finanztechnologie am 13.September 2017.


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