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12.04.2016 | Fintechs | Im Fokus | Online-Artikel

Banken und Start-ups arbeiten verstärkt zusammen

verfasst von: Stefanie Hüthig

2 Min. Lesedauer
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Gegensätze ziehen sich an. Kreditinstitute und Finanz-Start-ups machen immer häufiger gemeinsame Sache. So ist eine lebendige Szene entstanden, bei der immer mehr Geld im Spiel ist.

Alipay und Samsung Pay haben laut dem TME Institut für Vertrieb und Transformationsmanagement, Veranstalter der Money 20/20 Europe, auf dem Branchenevent Anfang April ihren Expansionswillen in Europa bekundet. Doch während größere Fintechs aufgrund ihrer eigenen Masse oder ihrer Muttergesellschaft im Rücken auf Angriff schalten, setzen kleinere Start-ups meist lieber auf Kooperationen mit klassischen Geldinstituten. So gehen zwar das hierzulande bekannte Number 26 oder die britische Atom Bank dazu über, Banklizenzen zu erwerben. Gleichzeitig ist aber mit der spanischen BBVA ein traditioneller Finanzdienstleister an der Atom Bank mit rund 30 Prozent beteiligt. Davon abgesehen, teilt TME weiter mit, wünschten sich die meisten Fintechs keine Sonderbehandlung vom Regulierer, sondern schnelle Lösungen von den Behörden.

Weitere Geldinstitute berichten von Kooperationen

Wie die meisten Start-ups haben auch viele Kreditinstitute keine Berührungsängste mehr. 

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Die Banken, aber auch die Stadt Frankfurt am Main wollen für Finanz-Start-ups attraktiver werden. Selbst der Regulierer zieht mit. Alle haben noch Hausaufgaben zu erledigen, stellten sie auf der Euro Finance Week fest.

Mitte März ging die Deutsche Bank mit ihrem Unternehmerportal an den Start, das sie mit dem Londoner Fintech BCSG entwickelt hat. Mittelständler, die Kunden der Bank sind, können dort ohne Mehrkosten unter anderem Businesspläne und Wettbewerbsanalysen erstellen, Bonitätseinschätzungen sowie Informationen und Dokumentenvorlagen abrufen. Nicht-Kunden zahlen eine Gebühr. Die Hypovereinsbank meldete im März die Eröffnung eines gemeinsamen Innovationslabors mit der Münchener Innovationsagentur Hyve. Mitarbeiter beider Unternehmen sollen dort Produkte und Dienstleistungen bewusst außerhalb der Bankstrukturen im Austausch mit Kunden erarbeiten und testen. Und die Sutor Bank ermöglicht Fintechs den Zugriff auf ihr Kernbank- sowie Anlagemanagement-System. Daraus sollen nicht nur White Label-Lösungen entstehen, Ziel ist auch eine gemeinsame Entwicklung von Geschäftsmodellen durch Institut und Start-up.

Deutschland könnte zu Top-Fintech-Regionen aufschließen

Den Fintech-Märkten widmeten sich in den vergangenen Wochen auch wieder große Studien. Laut KPMG erreichten die Investitionen in die jungen Unternehmen im Jahr 2015 Rekordniveau. Weltweit stieg das Volumen um 56 Prozent auf über 19 Milliarden US-Dollar. Der Löwenanteil von 73 Prozent entfällt dabei auf Venture Capital (VC). In Deutschland legte die Investitionssumme von 101 Millionen auf 193 Millionen US-Dollar zu. Großbritannien ließ Deutschland im vergangenen Jahr bei den Fintech-Investitionen dank großer Deals wie Ebury und Funding Circle im vergangenen Jahr erneut hinter sich, und zwar mit nahezu 400 Prozent. Dennoch prognostizieren die Experten von EY in ihrer Analyse „German Fintech landscape: opportunity for Rhein-Main-Neckar“ ein Aufschließen Deutschlands zu den globalen Top-Fintech-Regionen, da die Zahl der jungen Finanzunternehmen hierzulande seit 2013 um über 70 Prozent gewachsen ist. In der Untersuchung kommen sie zu dem Schluss, dass der Markt deutscher Fintechs mit 250 Start-ups, einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro und etwa 13.000 Mitarbeitern groß, aber komplex ist. Signifikant investiert werde in das Segment Finanzierung mit einem wachsenden Fokus auf das Geschäft von Unternehmen für Unternehmen.

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