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12.08.2019 | Firmenkunden | Im Fokus | Onlineartikel

Platformlending hilft vor allem Kleinunternehmern

Autor:
Falko Weiser

Immer mehr Mittelständler interessieren sich für das Platformlending als Finanzierungsalternative. Für welche Unternehmen es sich besonders lohnt, erläutert Branchenexperte Falko Weiser. 

Insbesondere kleine Unternehmen und Selbstständige haben oft mit Hürden beim Finanzierungszugang zu kämpfen. So zeigt eine aktuelle Untersuchung von Oxford Economics, dass 38 Prozent der Kleinstunternehmen, die bei einer Bank einen Kredit beantragt haben, keine oder nur einen Teil der benötigten Finanzierung erhalten haben. Für zwölf Prozent der Kleinunternehmer stellen die Anforderungen an Sicherheiten die größte Herausforderung dar. 

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Investition und Finanzierung

"Zeit" hat eine wesentliche ökonomische Bedeutung, die sich in der Investitionsrechnung in Ab- und Aufzinsungsvorgängen ausdrückt. Um zwischen verschiedenen Investitionsobjekten auswählen und optimale Ersatzzeitpunkte bestimmen zu können, verwendet man die Kapitalwertmethode, die Interne-Zinsfuß-Methode und die Äquivalente-Annuitäten-Methode.

Daten ähnlicher Projekte helfen bei der Bewertung

Bei Kreditplattformen haben weder die Größe des Unternehmens noch das Fehlen von Sachwerten einen negativen Einfluss auf den Kreditantrag. Anträge kleiner oder junger Unternehmen ohne Vermögenswerte werden nicht automatisch aussortiert. Stattdessen untersuchen Algorithmen und erfahrene Analysten die Ertragslage und das Zahlungsverhalten der Firmen. Sie ermitteln mithilfe wachsender Datenmengen ähnlicher, bereits geprüfter Projekte das Risiko eines Zahlungsausfalls sowie erwartete Ausfall-Verlustquoten. So wird ein risikobasierter individueller Zinssatz ermittelt. Für Kreditsuchende stehen die Chancen einer positiven Kreditentscheidung hierdurch deutlich besser. 

Die Plattformen müssen stabile Risikoprofile für die durch sie verwalteten Kreditportfolios aufbauen und das enthaltene Kreditrisiko treffsicher bemessen, um sowohl für die Kreditnehmer als auch für Investoren langfristig einen Mehrwert zu schaffen. Heute investieren private Anleger und institutionelle Investoren wie Banken, Lebensversicherungen oder Investitionsfonds über Plattformen, die Angebot und Nachfrage zusammenführen. Auch supranationale Investoren wie die Europäische Investitionsbank haben bereits auf diesem Weg in kleine und mittlere Unternehmenskredite investiert.

Das Risiko bestimmt Zinsen und Servicepauschale

Die Rahmenbedingungen schlagen sich häufig in den Finanzierungskonditionen nieder: Die angebotenen Zinssätze fallen im Vergleich zu besicherten Firmenkrediten häufig etwas höher aus, allerdings können dadurch Kundensegmente bedient werden, die bei anderen Anbietern schnell durch das Raster fallen. Um die unterschiedlichen Risikoprofile zu bedienen, gibt es große Differenzen zwischen den niedrigsten und höchsten Zinssätzen. Und die Risikoklasse entscheidet auch, wie hoch die einmalige Servicepauschale für die erfolgreiche Vermittlung ausfällt. 

Auf Kreditplattformen agieren die Beteiligten häufig auch schneller und unkomplizierter. Durch die Online-Beantragung entfallen zeitintensive Termine und der Einsatz von Algorithmen verkürzt zudem die Bearbeitungszeit. Nach Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Finanzierungsantrags, prüfen Kreditanalysten die Ergebnisse und entscheiden, ob der Kredit über die Plattform finanziert wird. So können Finanzierungsanfragen innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden. Für Unternehmer erhöht dies die Planbarkeit erheblich. So war laut dem Oxford Economics-Bericht eben diese Schnelligkeit für 40 Prozent der Befragten der ausschlaggebende Grund sich für eine Kreditplattform zu entscheiden.

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