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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Gegenstand und Gang der Untersuchung

Zusammenfassung
Industrielle Produktion ist heute durch eine zunehmende Mechanisierung und Automatisierung gekennzeichnet. Dies wird ersichtlich aus der fortschreitenden Entwicklung und dem verstärkten Einsatz von flexiblen Fertigungssystemen, flexiblen Transferstraßen, automatisierten Montagebändern etcl. Damit einher geht eine wachsende Abhängigkeit von der Einsatzfähigkeit der jeweiligen Systemelemente. Die Funktionsbereitschaft dieser hochkomplexen und verketteten Produktionssysteme erfordert es, daß für die einzelnen Komponenten des Systems eine ausreichend hohe Verfügbarkeit gewährleistet wird. Zur Verbesserung bzw. Erhaltung der Verfügbarkeit von Produktionsanlagen dienen die Maßnahmen der Instandhaltung (Wartung, Inspektion und Instandsetzung), denen aufgrund der beschriebenen Gegebenheiten in jüngster Zeit ein vermehrtes Interesse zuteil wird2.
Heinrich Kuhn

2. Aspekte der isolierten Produktions- und Instandhaltungsplanung

Zusammenfassung
In der betrieblichen Praxis tritt Produktion in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf. Zur Lösung produktionswirtschaftlicher Probleme bietet es sich daher an, notwendige Entscheidungs- und/oder Bewertungsmodelle auf der Grundlage bestimmter Produktionstypen zu entwickeln7. Wählt man als Kriterium zur Klassifizierung der Produktion die organisatorische Anordnung der Arbeitssysteme8, dann lassen sich die Produktionstypen Werkstattproduktion, Zentrenproduktion und Fließproduktion unterscheiden. Vor allem bei Produktionssystemen, die dem Typ der Fließproduktion zuzuordnen sind, sind in der betrieblichen Praxis die Automatisierungsbemühungen weit fortgeschritten. Neben den klassischen Entscheidungsproblemen im Zuge der Konfigurations- und Produktionsdurchführungsplanung eines Fließproduktionssystems gewinnen daher Fragen der Instandhaltung der Systeme zunehmend an Bedeutung. Fließproduktionssysteme erscheinen somit als geeigneter Untersuchungsgegenstand, um die in der Einführung beschriebenen Abhängigkeiten zwischen Produktions- und Instandhaltungssystem zu erörtern und geeignete Entscheidungs- bzw. Bewertungsmodelle zur Lösung der Problemstellung zu entwickeln. In den beiden folgenden Abschnitten 2.1 und 2.2 beschäftigen wir uns daher mit dem Gegenstandsbereich der Fließproduktion und der Instandhaltung von Produktionsanlagen.
Heinrich Kuhn

3. Leistungsanalyse von Fließproduktionssystemen

Zusammenfassung
Die in Abschnitt 2.1.2 erörterten Planungsprobleme bei Fließproduktion haben gezeigt, daß die Leistungsfähigkeit eines Fließproduktionssystems (FPS) und somit dessen wirtschaftlicher Erfolg fast vollständig durch die im Rahmen der Konfigurationsplanung getroffenen Entscheidungen bestimmt wird. Handelt es sich darüber hinaus um ein flexibel automatisiertes System, dann unterstreicht dies aufgrund des erforderlichen Investitionsvolumens zusätzlich die Bedeutung dieser Planungsphase.
Heinrich Kuhn

4. Leistungsanalyse von Instandhaltungssystemen

Zusammenfassung
Die in Abschnitt 3 besprochenen Modelle zur Analyse von Fließproduktionssystemen (FPS) vernachlässigen die knappe Kapazität des Instandhaltungssystems. Es wird somit unterstellt, daß die Stationen bzw. Maschinen des Produktionssystems gegebenenfalls verzögerungsfrei, d.h. ohne Wartezeiten repariert bzw. instandgesetzt werden. Bedingt durch das i.allg. zufällige Auftreten von Maschinenstörungen sowie der i.d.R. variierenden Instandsetzungszeiten ergeben sich für die Maschinen Wartezeiten, die auch dann auftreten können, wenn die Instandhaltungsorganisation im Durchschnitt relativ gering ausgelastet ist.
Heinrich Kuhn

5. Leistungsanalyse von Fließproduktions- und Instandhaltungssystemen

Zusammenfassung
In den Abschnitten 3 und 4 wurden Fließproduktions- und Instandhaltungssysteme isoliert voneinander behandelt und jeweils Ansätze für eine systemspezifische Leistungsbewertung dargestellt. Eine unabhängige Betrachtung der beiden Systeme führt jedoch an zwei Stellen der Ansätze zu fehlerhaften Abbildungen. Zum einen bleibt in den Modellen zur Analyse der Produktionssysteme die Wartezeit auf einen Instandhalter unberücksichtigt und zum anderen wird in den Modellen zur Analyse der Instandhaltungssysteme vernachlässigt, daß die störungsfreien Laufzeiten der Maschinen von der effektiven Nutzung der einzelnen Maschinen abhängen. Zur ausreichend genauen Abschätzung des Leistungsverhaltens von Produktions- und Instandhaltungssystemen ist es daher erforderlich, beide Systeme simultan zu analysieren. Die ökonomische Bedeutung dieser simultanen Leistungsanalyse diskutieren wir im folgenden Abschnitt 5.1. Daran anschließend formulieren wir in Abschnitt 5.2 mehrere Modellvarianten zur simultanen Leistungsbewertung von Fließproduktions- und Instandhaltungssystemen, in denen explizit die beschriebenen Abhängigkeiten berücksichtigt werden. Zur Auswertung der Modelle werden schließlich unterschiedliche Lösungsansätze entwickelt, die wir in den Abschnitten 5.3 bis 5.6 erläutern.
Heinrich Kuhn

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurden am Beispiel der Fließproduktion Modelle und Lösungsansätze zur simultanen Leistungsbewertung eines Produktions- und Instandhaltungssystems entwickelt. In der Literatur werden Produktions- und Instandhaltungssysteme i.d.R. isoliert voneinander behandelt und Ansätze für eine systemspezifische Leistungsbewertung vorgeschlagen. Eine unabhängige Betrachtung der beiden Systeme führt jedoch an zwei Stellen der Ansätze zu fehlerhaften Abbildungen. Zum einen bleibt in den Modellen zur Analyse eines Produktionssystems die Wartezeit bis zum Beginn der Instandsetzung einer Maschine unberücksichtigt und zum anderen wird in den Modellen zur Analyse eines Instandhaltungssystems vernachlässigt, daß die störungsfreien Laufzeiten der Maschinen von der effektiven Nutzung der einzelnen Maschinen abhängen.
Heinrich Kuhn

Backmatter

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