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2022 | Buch

Förderung von Selbstmanagementkompetenzen nach dem Ansatz der Positiven Psychologie

Eine Trainingsevaluation bei berufsbegleitend Studierenden

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Über dieses Buch

Die Nachfrage nach berufsbegleitenden Studiengängen steigt, da die Studienform Studierenden bessere Chancen für die eigene Karriere bietet. Unternehmen investieren in hochqualifizierte Studierende, um von deren Kompetenzen zu profitieren. Das berufsbegleitende Studium geht jedoch mit einer Dreifachbelastung zwischen Arbeit, Studium und Privatleben für die Studierenden einher. Dies kann, wie empirische Untersuchungen zeigen, zu Erschöpfungszuständen und mentalen Problemen führen. Interventionen der Positiven Psychologie, die Menschen zum Aufblühen bringen, wurden bereits evaluiert und haben sich als wirksam erwiesen. Allerdings wurden für die betrachtete Zielgruppe noch keine positiv-psychologischen Interventionskonzepte mit Fokussierung auf ein reüssierendes Selbstmanagement entwickelt. Daher wurde das Projekt „Study, work and stay positive“ initiiert. Auf der Grundlage von Theorie, empirischer Forschung und zwei qualitativen Vorstudien wurde eine Live-Online-Trainingsintervention entwickelt. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass das Training zu einer Steigerung von Selbstmanagementkompetenzen, Mentaler Stärke, Zufriedenheit, affektivem organisationalen Commitment, selbst eingeschätzter Leistungsfähigkeit sowie einer Verringerung des Stresslevels führt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Berufsbegleitend Studierende sind einem hohen Stresslevel ausgesetzt und haben Schwierigkeiten, zwischen Arbeit, Studium und sozialem Leben zu balancieren. Studien haben gezeigt, dass diese Dreifachbelastung mit Erschöpfungsgefühlen und mentalen Problemen einhergehen kann. In Kapitel 1 wird die Relevanz von Förderungsmaßnahmen für ein gelingendes Selbstmanagement für die Zielgruppe dargelegt. Dabei soll der positiv-psychologische Ansatz besondere Beachtung finden, da dieser das Wohlbefinden von Individuen fokussiert. Des Weiteren werden die Zielsetzung sowie der Aufbau der Arbeit vorgestellt.
Saskia Pilger
Kapitel 2. Theoretischer Hintergrund
Zusammenfassung
In Kapitel 2 werden die theoretischen Grundlagen zum Begriffsverständnis und Konzept der berufsbegleitenden Studienform sowie die Herausforderungen für Studierende gemäß dem aktuellen Forschungsstand dargestellt. Es folgen die Grundlagen zur kompetenzbasierten Personalentwicklung und zur Evaluation von Entwicklungsmaßnahmen. Ferner wird die Disziplin der Positiven Psychologie, deren Integration im Konzept zum Positiven Selbstmanagement, dem Rahmenmodell von Braun et al. (2017), welches die Grundlage der Dissertation bildet, inkl. empirischer Erkenntnisse dargelegt. Anschließend folgen Grundlagen zu internetbasierten Interventionen und die Vorstellung eines ausgewählten Trainingsformats der Positiven Psychologie. Die Zusammenführung des Forschungsüberblicks und der theoretischen Hintergründe führt zur ersten Ableitung eines Trainingskonzepts „Study, work and stay positive“, bestehend aus zwei Trainingstagen im Abstand von acht Wochen. Zudem werden die zentralen Fragestellungen und daraus resultierenden Forschungshypothesen abgeleitet.
Saskia Pilger
Kapitel 3. Studie I: Qualitative Gruppeninterviews zur Erfassung des Entwicklungsbedarfs und der Anforderungen an eine Trainingsintervention für berufsbegleitend Studierende
Zusammenfassung
In Kapitel 3 wird die qualitative Studie zur Erfassung des Entwicklungsbedarfs sowie der organisations- und personenspezifischen Anforderungen an das in Kapitel 2 konzipierte Training zur Steigerung der Selbstmanagementkompetenzen berufsbegleitend Studierender nach dem Ansatz der Positiven Psychologie dargestellt. Die Anforderungen wurden durch Gruppendiskussionen sowohl mit Expert:innen aus Unternehmen und einer Expertin einer berufsbegleitenden Hochschule (N = 7) als auch mit berufsbegleitend Studierenden (N = 6) erhoben. Die Ergebnisse führten u.a. zu einer Modifikation der Trainingsstruktur, der Methodik und des Inhalts.
Saskia Pilger
Kapitel 4. Studie II: Qualitative Evaluation der Interventionsmaßnahme im Probedurchlauf
Zusammenfassung
Studie II dient der Erprobung der angepassten Trainingsintervention und wurde von berufs-begleitend Studierenden (N = 6) in schriftlichen offenen Befragungen und Gruppendiskussi-onen qualitativ evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Training positiv bewertet wurde und zu Wissenszuwachs und Selbstreflexionserkenntnissen im Hinblick auf das individuelle Positive Selbstmanagement führte. Die Teilnehmenden erwarteten, dass sie die Trainingsinhalte und Übungen in ihren Arbeits- und Studienalltag transferieren können. Es mussten nur geringe Änderungen, z.B. bei einzelnen Übungen, für das Trainingsrollout im Feld vorgenommen werden.
Saskia Pilger
Kapitel 5. Studie III: Quantitative Evaluation der Intervention im Feldexperiment und Wirkungseffekte
Zusammenfassung
In Kapitel 5 wird Studie III, welche das das Herzstück der Empirie bildet, berichtet. In einem Feldexperiment wurde die Maßnahme mittels quantitativer Auswertung hinsichtlich der psychologischen Wirksamkeit evaluiert, und die Forschungshypothesen wurden geprüft. Die Daten wurden durch Selbsteinschätzungen vor Trainingstag 1, vier Wochen nach Trainingstag 1 und vier Wochen nach Trainingstag 2 erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden der Versuchsgruppe (N = 102) im Vergleich zur Vergleichsgruppe (N = 91) ihre Selbstmanagementkompetenzen, ihre Mentale Stärke, ihr Zufriedenheitslevel, ihr affektives organisationales Commitment und ihre selbst eingeschätzte Leistung steigerten und ihr Stresslevel verringerten. Für das Studiencommitment, die Arbeits- und Studienleistung wurden keine Effekte festgestellt. Hierfür wären längere Beurteilungszeiträume nach der Intervention erforderlich. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Intervention von hoher Effektivität ist und der Zielgruppe bei der Überwindung der Dreifachbelastung hilft.
Saskia Pilger
Kapitel 6. Gesamtdiskussion
Zusammenfassung
Kapitel 6 widmet sich einer Gesamtdiskussion im Hinblick auf die Stärken und den Erkenntnisfortschritt sowie die Limitationen der vorliegenden Arbeit. Stärken finden sich in der Forcierung der wissenschaftlichen Evaluation, der stringenten und methodischen Gestaltung dieser Arbeit und der Wahrung der Gütekriterien. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Schließung einer Forschungslücke, da bislang keine Trainingsinterventionen zur Förderung eines Positiven Selbstmanagements für berufsbegleitend Studierende wissenschaftlich evaluiert wurden. Limitationen finden sich u.a. im Fokus auf die Verhaltensprävention und in der Tatsache, dass Selbstbeschreibungsmaße zur Trainingsevaluation, nicht jedoch biopsychologische Messungen o.ä. herangezogen wurden.
Saskia Pilger
Kapitel 7. Fazit und Ausblick
Zusammenfassung
In Kapitel 7 werden die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit resümiert. Für ein Positives Selbstmanagement sind keine hochkomplexen Fähigkeiten erforderlich. Jede:r berufsbegleitend Studierende, jedes Individuum hat die Möglichkeit, durch die Förderung konkreter Zielkompetenzen und durch die Fokussierung auf eigene Stärken und das eigene Potenzial die eigene Denkweise, die eigenen Gefühle und das eigene Handeln positiv zu beeinflussen. Damit können sie die Umstände erfolgreich bewältigen, ihr Flourishing-Erleben mitbestimmen und durch ein erfülltes Leben andere inspirieren.
Saskia Pilger
Backmatter
Metadaten
Titel
Förderung von Selbstmanagementkompetenzen nach dem Ansatz der Positiven Psychologie
verfasst von
Saskia Pilger
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-39769-2
Print ISBN
978-3-658-39768-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39769-2

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