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2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Forderungsmanagement als strategische Fragestellung

verfasst von : Rudolf H. Müller

Erschienen in: Erfolgreiches Forderungsmanagement

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Das betriebliche Kredit‑ und Forderungsmanagement ist in der Wahrnehmung des Autors in erster Linie eine kaufmännische und erst danach – unter Umständen – eine juristische Aufgabenstellung. Das Kreditmanagement besitzt strategische Relevanz für jedes Unternehmen, da es die Art und Weise der Unternehmensfinanzierung einerseits und die Beziehung zu den Kunden andererseits in wesentlicher Weise (Forderungsmanagement ist beispielsweise eine der drei Säulen des Working Capital Management) prägt. Die Art und Weise der Ausgestaltung des Forderungsmanagements hat nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Ertragslage und auf die Liquiditätssituation, sie beeinflusst auch in nicht unerheblicher Weise die Qualität der Kundenbeziehungen. Darüber hinaus beeinflussen versteckte Effekte, wie zum Beispiel die Quersubventionierung von Kunden, auch das Image des Unternehmens am Markt.
Entsprechend der strategischen Relevanz des Forderungsmanagements müssen die Ziele des Forderungsmanagements definiert, operationalisiert und in die Unternehmensziele eingepasst werden. Das geeignete Medium, um das Forderungsmanagement auszurichten und es im Unternehmen „richtig“ zu positionieren, ist eine Kreditrichtlinie, deren Inhalte von den beteiligten Stellen gemeinsam erarbeitet werden müssen. Allein diese gemeinsame Arbeit an der Kreditrichtlinie trägt wesentlich zur Lösung latent oder auch akut vorhandener Probleme im Innenverhältnis bei. Die wesentlichen Inhalte der Credit Policy sind sowohl nach innen als auch nach außen in angemessener Weise zu kommunizieren.

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Fußnoten
1
In vielen Unternehmen haben Mitarbeiter aus den Vertriebsabteilungen die Erfahrung gemacht, dass ihre Absprachen mit Kunden im Verantwortungsbereich des Debitorenmanagements nicht beachtet wurden und dadurch die Kundenbeziehung – zumindest – belastet wurde. Diese Erfahrungen führen dann häufig dazu, dass vertriebsseitig das Forderungsmanagement kritisch gesehen wird. Dabei wird in der Regel allerdings keine Analyse der Ursachen durchgeführt und dadurch schlichtweg übersehen, dass nicht selten der Vertrieb selbst Auslöser der entstandenen Probleme ist.
 
2
In der Literatur werden die Begriffe „Kreditmanagement“ und „Forderungsmanagement“ in der Regel mit unterschiedlichem Begriffsinhalt verwendet. Während der Begriff „Kreditmanagement“ dabei alle Aufgaben und Aktivitäten im Zusammenhang Entscheidungen zum Lieferantenkredit bezeichnet, umfasst der Begriff „Forderungsmanagement“ in erster Linie alle Aufgaben und Aktivitäten, die sich mit der Betreibung und dem Inkasso der Forderungen befassen. In diesem Buch werden beide Begriffe synonym verwendet und damit alle Aktivitäten rund um den Lieferantenkredit und das Inkasso bezeichnet.
 
3
Eine mögliche Quelle zum Auffinden solcher Regelungen sind die E‐Mailfächer der Mitarbeiter, die, entgegen der Vorgaben, ihre Mail‐Fächer „nie“ aufräumen. Früher fand man diese Informationen oft als Kopie oder als Post‐it‐Notiz auf den Schreibtischen beziehungsweise an den PCs in der Buchhaltung.
 
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Bianco, Luigi, und Michael Kaut. 2012. Nachholbedarf beim Credit Management. Der Credit Manager 1/2012:21. Bianco, Luigi, und Michael Kaut. 2012. Nachholbedarf beim Credit Management. Der Credit Manager 1/2012:21.
2.
Zurück zum Zitat Bundesverband Creditmanagement e. V. 2011. Mindestanforderungen an das Credit Management (MaC), 2. Aufl. Kleve. Bundesverband Creditmanagement e. V. 2011. Mindestanforderungen an das Credit Management (MaC), 2. Aufl. Kleve.
5.
Zurück zum Zitat Pütz, Heinz C. 2004. Lexikon Forderungsmanagement. Heidelberg: Economica. Pütz, Heinz C. 2004. Lexikon Forderungsmanagement. Heidelberg: Economica.
Metadaten
Titel
Forderungsmanagement als strategische Fragestellung
verfasst von
Rudolf H. Müller
Copyright-Jahr
2018
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-17849-9_2