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Risiken bestimmen weiterhin globales Inkasso

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Der Export in ausländische Märkte ist mit großen Risiken verbunden - vor allem im Forderungsmanagement. Während Deutschland mit Top-Bedingungen beim Inkasso überzeugt, herrscht in Schwellenländern häufig kaum Sicherheit, so ein aktueller Report. 

Viele Unternehmen setzen auf den Export. Doch das Inkasso im Ausland ist oft komplex. Lokale Besonderheiten und fehlende Rechtssicherheit können das Forderungsmanagement erheblich behindern. 


Für Exporteure bleibt das weltweite Forderungsmanagement eine Herausforderung. Zu diesem Schluss kommt die vierte Auflage des Inkasso-Ranking des Kreditversicherers Allianz Trade. Trotz leichter Entspannung fällt es vielen Unternehmen schwer, offene Rechnungen außerhalb der Landesgrenzen einzutreiben. Der Komplexitätswert liegt mit 47,2 von 100 Punkten auf einem "weiterhin hohen Niveau".

In die Studie fließen die Daten für insgesamt 52 Länder ein, die zusammen 90 Prozent des globalen BIP und des Handels repräsentieren. Als Haupttreiber für die Entwicklung im Auslandszahlungsverkehr nennen die Studienautoren geopolitische Spannungen, protektionistische Tendenzen sowie sich wandelnde Handelsmuster.

Deutschland ist "Inkasso-Musterschüler"

In der Rangliste steht Deutschland erstmals mit einem Komplexitäts-Score von 30 auf Rang eins. "Deutschland ist aktuell der Inkasso-Musterschüler, gefolgt von den Niederlanden und Portugal", kommentiert Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz, das Ergebnis. In der vergangenen Ausgabe lag die Bundesrepublik noch hinter Schweden auf Rang zwei.

"Deutsche Unternehmen gelten als besonders zuverlässig", so Bogaerts. Eine wichtige Rolle spiele hierbei das gute Zahlungsverhalten, aber auch zeitnahe und effiziente Entscheidungen der Gerichte. "Das effizienteste Mittel zum Eintreiben von Forderungen sind allerdings professionelle vorgerichtliche Verhandlungen. Auch bestehende Eigentumsvorbehaltsrechte können die Position der Gläubiger in Insolvenzverfahren erheblich verbessern." 

Im Ausland herrschen härtere Bedingungen

Allerdings müssen deutsche Unternehmen im Ausland mit deutlich härteren Bedingungen kämpfen. Das gilt unter anderem in Ländern wie China (66 Indexpunkte) oder Indien (57 Indexpunkte). Aber auch in Regionen wie dem Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika ist das Forderungsmanagement schwierig. 

Insolvenzverfahren und lokale Zahlungsgewohnheiten als Hemmnisse

Laut der Erhebung entfallen rund 1,1 Billionen Euro und damit fast die Hälfte der internationalen Forderungen auf Märkte mit sehr hoher oder sogar schwerwiegenden Inkasso-Risiko behaftet. "Insolvenzverfahren machen nach wie vor den Großteil der Komplexität beim Inkasso in allen Regionen aus", erläutert Fabrice Desnos, im Vorstand von Allianz Trade für Credit Intelligence, Rückversicherung und Bürgschaften verantwortlich. Aber auch lokale Zahlungsgewohnheiten benachteiligten ausländische Gläubiger erheblich. 

Kluft zwischen Industrie- und Schwellenländern schließt sich nur langsam

Schlusslichter im Ranking sind erneut Saudi-Arabien (86 Punkte), Mexiko (75 Punkte) und die Vereinigten Arabischen Emirate, kurz VAE, (71 Punkte). In diesen Ländern erschwerten unter anderem strukturelle Defizite in der Justiz das Forderungsmanagement. "Internationale Schuldeneintreibung ist in Saudi-Arabien fast dreimal so komplex wie in Deutschland", sagt Pascal Personne, Leiter der Schadens- und Inkassoabteilung bei der Allianz Trade Gruppe.

Die Kluft zwischen Industrie- und Schwellenländern habe sich zwar in den vergangenen Jahren verringert, sei aber noch immer deutlich spürbar. "Im Durchschnitt sind der Nahe Osten und Afrika die beiden komplexesten Regionen."

Neue globale Handelszentren bieten nicht mehr Sicherheit

Dabei geht die wachsende wirtschaftliche Bedeutung neuer Handelszentren in VAE, Vietnam oder Malaysia nicht Hand in Hand mit mehr Rechtssicherheit. Diese Märkte gelten mit einem Durchschnittswert von 62 als "schwerwiegend komplex". Die Studienautoren raten daher zu

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