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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Ursprung und Entwicklung der Forfaitierung

Zusammenfassung
Die Teilnehmer am Forfaitierungsmarkt reagieren meist eher ausweichend, wenn sie auf ihre Tätigkeit angesprochen werden. Es mutet sie seltsam an, wenn sogar gestandene Geschäftsleute nach einer Definition für Forfaitierung suchen, obwohl die Forfaitierung eigentlich nichts anderes ist als das Diskontieren von gezogenen Wechseln oder Solawechseln oder von anderen Schuldtiteln. Diese Geschäftsart ist daher fast so alt wie die Kreditgewährung; tatsächlich wurden in der Londoner City Handelswechsel und Buchforderungen schon seit hunderten von Jahren diskontiert.
Ian Guild, Rhodri Harris

2. Merkmale der Forfaitierung

Zusammenfassung
Im 1. Kapitel wurde auf den Ursprung der Forfaitierung im Ost-West-Handel in den Nachwirren des Zweiten Weltkriegs hingewiesen. Wurden anfänglich Forderungen für Waren wie beispielsweise Getreide forfaitiert, weitete sich dies schon bald auch auf Forderungen für Investitionsgüter aus. Neben der größeren Anzahl von Geschäften, die daher von Forfaiteuren abgewickelt werden konnten, ergab sich die deutlichste Veränderung im Hinblick auf die Laufzeiten. Produkte wie Getreide wurden und werden selten länger als sechs Monate finanziert. Investitionsgüterfinanzierungen haben dagegen viel längere Kreditlaufzeiten, wobei fünf bis sieben Jahre typisch, aber auch zehn Jahre nicht ungewöhnlich sind.
Ian Guild, Rhodri Harris

3. Ablauf einer Forfaitierung

Zusammenfassung
Es gibt zwei Initiatioren bei Forfaitierungen — den Importeur und den Exporteur. Daneben werden Forfaitierungsgesellschaften immer wieder von Banken im Auftrage ihrer Kunden angesprochen. Außerdem gibt es eine direkte Nachfrage seitens der Hauptbeteiligten, da es ja immer noch nur eine kleine Zahl internationaler Banken, von den nationalen ganz zu schweigen, gibt, die für eigene Rechnung im Forfaitierungsgeschäft aktiv sind. Es ist im Interesse des Forfaiteurs, herauszufinden, ob eine Bank lediglich als Mittler oder im Eigeninteresse, d.h. als Primärforfaiteur, in das Geschäft einbezogen ist. Dies hat wichtige rechtliche Konsequenzen, die im 4. Kapitel erörtert werden.
Ian Guild, Rhodri Harris

4. Technische Aspekte der Forfaitierung

Zusammenfassung
Bisher sind in diesem Buch die theoretischen Grundlagen der Forfaitierung, Art und Entwicklung des Forfaitierungsmarktes, Wesensmerkmale von Einzelgeschäften wie auch das Prozedere eines Geschäftes von Anfang bis Ende erläutert worden. In diesem Zusammenhang überzeugte insbesondere die Unkompliziertheit von Forfaitierungen. Der Vergleich mit anderen Arten von mittel- und langfristiger Exportfinanzierung im 2. Kapitel hat dies ausreichend betont.
Ian Guild, Rhodri Harris

5. Kosten der Forfaitierung

Zusammenfassung
Der einzige direkte Kostenfaktor für den Importeur ist die Zahlung der Avalprovision.1
Ian Guild, Rhodri Harris

6. Methoden der Diskontierung und Kalkulation

Zusammenfassung
Im Zusammenhang mit der Diskontierung sind zunächst die Begriffe „Diskontsatz“ (straight discount) und „Effektivzinssatz“ (discount to yield) zu klären. Hierzu ein einfaches Beispiel: Bei einem gezogenen Wechsel über US$ 1.000.000 entspricht ein Diskontsatz von 10% dem Betrag von US$ 100.000. Der Nettobetrag beläuft sich dann auf US$ 900.000. Ist der Wechsel nach Ablauf eines Jahres zahlbar, beträgt der entsprechende Effektivzinssatz 100/900 oder 11,11% p.a. auf jährlicher Zinszahlungsbasis (der Effektivzinssatz reduziert sich bei kürzeren Zinszahlungsperioden, zum Beispiel bei halbjährlicher oder vierteljährlicher Zinszahlung). Der Diskontsatz von 10% entspricht daher dem nachschüssigen Zinssatz von 11,11% auf jährlicher Zinszahlungsbasis oder — einfacher — dem Effektivzinssatz von 11,11% auf jährlicher Zinszahlungsbasis.
Ian Guild, Rhodri Harris

7. Handhabung der Forfaitierung — Risiken für Exporteur, Importeur und Garant

Zusammenfassung
Bisher wurden die Grundzüge und die praktische Anwendung der Forfaitierung beschrieben. Nun sollen in detaillierter Form die Risiken aus der Handhabung und Verbuchung und die Möglichkeiten der Eingrenzung dieser Risiken aufgezeigt werden, denen die Partner in einem Forfaitierungsgeschäft — der Exporteur, der Importeur und der Garant — ausgesetzt sind. Bei der Behandlung der Risiken in diesem Kapitel soll nicht auf die juristischen Schwierigkeiten und auf besondere Streitfälle im Forfaitierungsgeschaft hingewiesen werden. Diese wurden in Kapitel 4 behandelt, und Beispiele zu diesem Problemkreis finden sich in Kapitel 10. In Kapitel 8 werden die Risiken für den Forfaiteur behandelt und nochmals Methoden der Handhabung und Verbuchung wiedergegeben, die der Forfaiteur anwenden sollte, um diese Risiken zu vermeiden oder zu umgehen.
Ian Guild, Rhodri Harris

8. Handhabung der Forfaitierung — Risiken des Forfaiteurs

Zusammenfassung
Von dem Augenblick der Abgabe einer Forfaitierungsoption bis zur Bezahlung der Forderung ist der Forfaiteur Risiken ausgesetzt. Die verschiedenen Stufen, in denen Risiken auftreten, können wie folgt festgehalten werden.
Ian Guild, Rhodri Harris

9. Verbuchung und Besteuerung der Forfaitierung

Zusammenfassung
Dieses Kapitel befaßt sich im Grundsatz mit den richtigen Verbuchungsmethoden für Forfaitierungsgeschäfte durch den Exporteur, Importeur, Forfaiteur und Garanten. Neben der notwendigen Verbuchung durch die genannten Beteiligten sind von ihnen auch die Zusagen aus Forfaitierungsgeschäften sowie die noch nicht abgewickelten Geschäfte zu erfassen. Diese verschiedenen Sonderaufstellungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Kapitel kurz abgehandelt. Schließlich werden allgemeine Besteuerungsgrundsätze, die für die Forfaitierung von Bedeutung sind, beschrieben.
Ian Guild, Rhodri Harris

10. Bemerkenswerte Forfaitierungsfälle

Zusammenfassung
Wie bereits, insbesondere in Kapitel 4, ausgeführt, sind bisher nur sehr wenige rechtskräftige Entscheidungen gefällt worden, die den Forfaitierungsmarkt, ob Primär- oder Sekundärmarkt, betreffen. Jedoch hat es Beispiele von Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Beteiligten an einem Forfaitierungsgeschäft gegeben, die außergerichtlich beigelegt wurden. Diese Fälle sollen, soweit sie allgemein bekanntgeworden sind und Rückschlüsse auf allgemein gültige Rechtsstandpunkte oder auf schlichtweg vernünftige Entscheidungen zulassen, hier vorgestellt werden. Da es sich hierbei um Streitfälle handelt, die nie zu einer rechtsgültigen Entscheidung geführt haben, wurden die Namen der betroffenen Parteien geändert. Zum einfacheren Verständnis werden darüber hinaus die Tatsachen der Fälle vereinfacht dargestellt.
Ian Guild, Rhodri Harris

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