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2024 | Buch

Forum Mergers & Acquisitions 2023

Beiträge aus rechts- und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht

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Über dieses Buch

Das Thema Mergers & Acquisitions ist für Wissenschaft und Praxis von hoher Relevanz. Die Herausforderung liegt insbesondere in interdisziplinären Fragestellungen, die sich im Rahmen solcher Transaktionen regelmäßig stellen. Der M&A Alumni Deutschland e.V. hat daher die Fachtagung „Mergers & Acquisitions im Spannungsfeld der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis" ins Leben gerufen, um einen fachübergreifenden Diskurs anzustoßen. Im Rahmen der sechsten Tagung entstanden Beiträge, in denen sich Juristen und Wirtschaftswissenschaftler kritisch mit dem Thema auseinandersetzen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Editorial: Rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Analyse von M&A-Transaktionen
Zusammenfassung
Mergers & Acquisitions (M&As) gehören zu den Markt- und Unternehmensprozessen, die gleichermaßen permanent aktuell wie relevant sind. Indem sie sich durch besondere quantitative wie qualitative Eigenheiten auszeichnen, werfen M&As zahlreiche komplexe rechts- und wissenschaftliche Fragen auf. Vor dem Hintergrundbild zweier herausragender M&A-Transaktionen des frühen 2020er Jahre ordnet dieses Editorial die abgedruckten Beiträge zur Konferenz „Mergers & Acquisitions im Spannungsfeld der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis“ ein, die im Oktober 2022 an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg stattgefunden hat.
Andreas Horsch, Jutta Stumpf-Wollersheim

Mergers & Acquisitions aus rechtswissenschaftlicher Perspektive

Frontmatter
M&A and Financial Markets in the Age of Artificial Intelligence—Critical Observations from the Perspective of Law
Zusammenfassung
Artificial Intelligence (AI) has become an accelerator of the (further) digitalisation of (almost) all sectors of life. The relationship between M&A and financial markets in the age of AI is complex. The challenges relevant M&A transactions pose from the perspective of law are huge. Any legal approach to relevant scenarios here demands an adequate understanding of the related risks. This paper aims to highlight pressing related issues from the legal view. It inter alia introduces selected pivotal elements of a ‚Comprehensive Inter- and Multidisciplinary Artificial Intelligence Due Diligence‘.
Gudula Deipenbrock
Lupus in Fabula? Zur Relevanz der außenwirtschaftsrechtlichen Direktinvestitionskontrolle im Rahmen grenzüberschreitender Unternehmensübernahmen
Zusammenfassung
Pflegte die außenwirtschaftsrechtliche Kontrolle ausländischer Direktinvestition mit ihrer Einführung im Jahr 2009 lange Zeit ein Nischendasein, stellt sich die Situation angesichts eines erstarkten Bewusstseins für u. a. kritische Infrastruktur, Schlüsseltechnologien und kritische Ressourcen sowie eines damit unmittelbar zusammenhängenden gesteigerten gesellschaftlichen Sicherheitsbedürfnisses nunmehr gänzlich anders dar.
Samed R. Sahin
Möglichkeiten und Grenzen eines bewertungsrechtlichen Optimierungsgebots aus juristisch-methodischer Sicht
Zusammenfassung
Seit dem Stinnes-Beschluss des BGH (2015) streitet die juristische und ökonomische Expertenwelt darüber, ob Gerichte im Rahmen der Schätzung von Unternehmenswerten diejenige Bewertungsmethode zu wählen haben, die das Bewertungsziel „am besten“ erreicht. Der folgende Beitrag unterzieht dieses sog. bewertungsrechtliche Optimierungsgebot einer juristisch-methodischen Machbarkeitsstudie und zeigt dabei auf, wie der Meinungsstreit produktiv aufgelöst werden kann. Dabei geht es auch um die bisherige und zukünftige Rolle des IDW S 1 in der gerichtlichen Bewertungspraxis.
Felix R. Walter

Mergers & Acquisitions aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive

Frontmatter
Die Bewertung digitaler dezentralisierter Plattformen
Zusammenfassung
Decentralized Finance (DeFi) ist ein in den letzten Jahren wachsender Untersektor der Kryptobranche. War es z. B. mit der ersten Kryptowährung Bitcoin möglich, Zahlungsvorgänge ohne eine Mittelsperson zu tätigen, haben sich immer mehr Plattformen entwickelt, die zahlreiche andere Funktionen auf diese dezentrale Art und Weise zur Verfügung stellen. Insbesondere seit dem Jahr 2021 haben solche digitalen dezentralisierten Plattformen (nachfolgend dezentrale Plattformen) an Beliebtheit gewonnen. In letzter Zeit fanden in zunehmendem Maße Mergers&Acquisitions-Aktivitäten in diesem Sektor statt. Eine zentrale Frage, die sich im Rahmen einer Übernahme stellt, ist, wie dezentrale Plattformen mittels der in der Praxis üblichen Bewertungsverfahren bewertet werden können. So sind bei dezentralen Plattformen Besonderheiten zu beachten, die im Rahmen einer Bewertung nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Das Ziel dieses Beitrags ist es, die Vorgehensweise bei einer Bewertung dezentraler Plattformen aufzuzeigen.
Wladislav Gawenko, Michael Hinz, Sepideh Khalili
Kaufpreisanpassungsklauseln bei Unternehmenserwerben
Vergleich der Bilanzierung nach IFRS und HGB
Zusammenfassung
Bei Unternehmenserwerben werden oftmals bedingte Kaufpreisbestandteile vereinbart, um die insbesondere auf Seiten des Käufers bestehenden Informationsasymmetrien auszugleichen und damit die Kaufpreisvorstellungen von Verkäufer und Käufer in Einklang zu bringen. Die Bilanzierung dieser Vereinbarungen ist nicht eindeutig. Explizite Vorschriften gibt es nur für den Konzernabschluss des Erwerbers (IFRS 3 bzw. DRS 23). Für den Konzernabschluss des Verkäufers sowie die Einzelabschlüsse von Verkäufer und Käufer muss auf die allgemeinen Regelungen zurückgegriffen werden, die nicht immer eindeutig und zudem nach IFRS und HGB unterschiedlich sind. Unterschiede bestehen insbesondere bei ungewissen Forderungen, die nach IFRS bei Klassifizierung als Finanzinstrumente erfolgswirksam angesetzt werden können, nach HGB dagegen nicht. Daraus resultieren ein höheres Jahresergebnis nach IFRS und damit bessere Rentabilitätskennzahlen.
Silvia Rogler
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den M&A-Markt
Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag setzt sich mit den bisher feststellbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die verschiedenen Prozessphasen von Fusionen und Übernahmen auseinander und stellt die Folgen der Pandemie für den globalen M&A-Markt dar. Dabei wird durch die Verknüpfung bestehender Forschungstheorien und aktueller M&A-Marktdaten eine neue, erkenntnisbringende Analyse ermöglicht. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Transaktionsverhalten werden inklusive der zugrunde liegenden Ursachen diskutiert, wodurch die vorliegende Studie im interdisziplinären Bereich der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften angesiedelt ist und sowohl für die akademische Forschung als auch für die Praxis von Relevanz ist.
Lars Schweizer, Eva M. K. Koscher
Due Diligence und ein neuer Compliance-Fokus bei Mergers und Acquisitions
M&A-Transaktionsprozesse als Katalysatoren für Non-Compliance auf Mikroebene
Zusammenfassung
M&A-Prozesse tangieren die betroffenen Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen nachhaltig. Es gilt, unterschiedliche Unternehmenskulturen miteinander zu harmonisieren, um ein Gelingen der Transaktionen sicherzustellen. Dass neben Zahlen und Kostenkalkulationen gerade der Faktor „Mensch“ in dem ganzen Geschehen von wesentlicher Bedeutung ist, lässt sich schon daran ablesen, dass immer häufiger eine frühzeitige und intensive Einbindung des Human Resource Managements gefordert wird.
Stephan Christoph, Malte Jonathan Roßkopf, René Ziegler
Metadaten
Titel
Forum Mergers & Acquisitions 2023
herausgegeben von
Jutta Stumpf-Wollersheim
Andreas Horsch
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-42573-9
Print ISBN
978-3-658-42572-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-42573-9

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