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Über dieses Buch

In diesem Buch wird das Ausmaß der Fraktionsgeschlossenheit in freiheitlichen Parlamenten untersucht. Der Autor fasst eine große Bandbreite diskutierter Einflussfaktoren in einem Untersuchungsmodell zusammen, u.a. die Ausgestaltung der Regierungssysteme, Kandidatenselektionsstrukturen, Parteieninstitutionalisierung und die innerfraktionelle Arbeitsteilung. Im empirischen Teil werden die tatsächlichen Ursachen von Fraktionsgeschlossenheit in präsidentiellen und parlamentarischen Regierungssystemen herausgearbeitet. Anschließend legt der Autor an die zu Tage tretenden Kausalmechanismen gut eingeführte und in vielen Gesellschaften weithin geteilte Wertmaßstäbe (der Demokratie- und der Repräsentationstheorie) an. Es wird ersichtlich, dass parlamentarische Regierungssysteme ihren präsidentiellen Seitenstücken in vielerlei Hinsicht vorzuziehen sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Fraktionsgeschlossenheit, Regierungssysteme und die Möglichkeit weitgespannter internationaler Vergleiche

Der ehemalige brasilianische Präsident Fernando Henrique Cardoso schildert in seinen Memoiren, wie er Bill Clinton die parlamentarische Mehrheitssuche in seinem Land erklärt. Zwar hätte Clinton zu Recht den Eindruck, er als Präsident könne sich im Kongress Brasiliens auf eine breite Koalition stützen. Allerdings gebe es diese Mehrheit nur auf dem Papier: „The parties were so undisciplined, and the pressures on them so intense, that the line between opposition and progovernment politicians was often blurred or nonexistent“ (Cardoso 2007: 244).
Erik Fritzsche

Kapitel 2. Theorie der Fraktionsgeschlossenheit zwischen Rationalismus und Konstruktivismus

Sollen Regierungssysteme bewertet werden, müssen die in ihnen ablaufenden kausalen Abläufe möglichst zutreffend erkannt werden. Was sind plausible Kausalprozesse hinter der Fraktionsgeschlossenheit in den Regierungssystemen? Theoretische Modelle als geeignete Vorarbeiten für theorietestendes Vorgehen gibt es zuhauf. Bisweilen sind sie jedoch recht abstrakt (zum Beispiel Bergman et al. 2003, Patzelt 2003) oder nur auf bestimmte Parlamentstypen und Regierungssysteme bezogen (für parlamentarische Systeme: Messerschmidt 2005, Saalfeld 2005).
Erik Fritzsche

Kapitel 3. Fraktionsgeschlossenheit in präsidentiellen Regierungssystemen

Wovon hängt die Fraktionsgeschlossenheit in Fraktionen in präsidentiellen Regierungssystemen ab? Die Antwort hierauf lässt sich in einer Realtypologie geben. Sie besteht aus fünf Kombinationen von Faktorausprägungen: Jede Kombination, d. h. jeder Realtyp konstituiert einen ‚geschlossenheitssteigernde Mechanismus‘ bzw. ein ‚Bündel‘ von mehreren geschlossenheitssteigernden Mechanismen. Diese Mechanismen bewirken ein hohes Ausmaß an Fraktionsgeschlossenheit.
Erik Fritzsche

Kapitel 4. Fraktionsgeschlossenheit in parlamentarischen Regierungssystemen

Wovon hängt die Fraktionsgeschlossenheit in parlamentarischen Regierungssystemen ab? Für die vorliegende Studie ließ sich Material zu Fraktionen in 25 Regierungssystemen beschaffen. Insgesamt führte dies zu 432 Beobachtungen. Dieser Datenkorpus ermöglicht ein theorietestendes Vorgehen mittels multivariater Statistik.
Erik Fritzsche

Kapitel 5. Ursachen und Folgen der Geschlossenheit von Parlamentsfraktionen

Die vorliegende Studie will nicht nur erklären, wovon das Ausmaß der Fraktionsgeschlossenheit in den beiden Regierungssystemtypen abhängt. Sondern es soll zudem geklärt werden, welches Ausmaß an Geschlossenheit wünschenswert ist und welche geschlossenheitssteigernden Kausalmechanismen welchen normativen Gehalt aufweisen. Welche Wertmaßstäbe lassen sich für das Ausmaß und die Ursachen von Geschlossenheit anwenden? Wohin führt die Bewertung der Regierungssysteme? Gibt es einen klar besseren Typ unter den zwei üblichen Grundtypen von Regierungssystemen? Ist das parlamentarische oder das präsidentielle Regierungssystem das bessere System?
Erik Fritzsche

Backmatter

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