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25.08.2021 | Franchising | Im Fokus | Onlineartikel

Unternehmen bewerten Franchise als krisensicher

Autor:
Sylvia Meier
2:30 Min. Lesedauer

Viele Unternehmen, die auf Franchise bauen, bewerten dieses Geschäftsmodell als krisentauglich. Auch wenn Franchisegeber und -nehmer unterschiedliche Interessen verfolgen, bieten klare Prozessstrukturen Sicherheit und machen eine Investition attraktiv.

Der Deutsche Franchiseverband hat im Rahmen eines sogenannten Franchise Klima Index 105 seiner Mitglieder zur aktuellen Stimmungslage befragt. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf viele Unternehmen stimmen die Umfrageergebnisse optimistisch:

  • 93 Prozent der Befragten schätzen Franchising als besonders krisensicheres Geschäftsmodell ein.
  • Die Mehrheit der Franchisepartner und Franchisegeber sind positiver oder zumindest neutraler Stimmung.
  • Bei über der Hälfte der Franchisesysteme (60 Prozent) zeigte die Pandemie kaum oder sogar positive Auswirkungen.
  • 43 Prozent schätzen, weniger als sechs Monate zu benötigen, um krisenbedingte Einbußen wieder aufzuholen.

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Franchise erzielt Wachstum

Das Portal Statista bestätigt seit Jahren, dass die Anzahl der Franchisepartner in Deutschland wächst. "Franchising ist ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem, bei dem Neuunternehmer ein etabliertes Geschäftskonzept gegen eine Gebühr nutzen dürfen. Der Begriff Franchise beschreibt ein kooperatives Vertriebssystem zwischen einem bestehenden Unternehmen, dem Franchisegeber, und einem oder mehreren Unternehmensgründern, den Franchisenehmern", definiert der Deutsche Franchiseverband das Geschäftsmodell. 

Wie das Franchisesystem funktioniert, verdeutlicht Hubertus Boehm im Buchkapitel "Wesen des Franchisings" auf Seite 6 anhand folgender Abbildung:

Vertrag als Basis des Vertriebssystems

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist jedoch der Franchisevertrag. Dessen Ziele erklären die Springer-Autoren Hermann Riedl und Martin Niklas im Buchkapitel "Vorüberlegungen zum Franchisevertrag" (Seite 1): 

Der Franchisevertrag stellt den rechtlichen Rahmen, sowie die Basis der Zusammenarbeit zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber dar. Schon vor dem eigentlichen Vertragsabschluss bestehen zwischen den potenziellen Partnern wechselseitige Rechte und Pflichten, die gerade beim Franchisevertrag eine wichtige Rolle spielen können. Nicht selten wird vergessen, die Beweggründe für einen Franchisevertrag und den Ursprung für das Interesse des Franchisesystems seitens des Franchisenehmers zu definieren." 

Franchisegeber und -nehmer verfolgen unterschiedliche Interessen. Die Autoren erläutern, dass der Franchisegeber erwartet, dass die Franchiseidee zu 100 Prozent vom Franchisenehmer kopiert, präsentiert und geführt wird. Außerdem soll sich der Franchisenehmer für die Franchisemarke einsetzen und finanzielle Mittel beisteuern. Auch Expansionspläne werden in der Regel vertraglich bereits festgelegt. 

Ein entscheidender Punkt bei der Erfüllung der festgelegten Ziele ist das Controlling und der Einsatz von Kennzahlen. Mit diesen lässt sich feststellen, ob das Franchisesystem erfolgreich umgesetzt wurde. Zudem verweisen die Autoren darauf, dass eine kontrollierbare, rechtssichere und markensichere Prozessstruktur implementiert werden soll.

Attraktive Investitionsmöglichkeit

Vor allem die klare Prozessstruktur und -sicherheit sind im Interesse des Franchisenehmers. Dieser profitiert von einem durchdachten und strukturierten Franchisesystem, das sowohl eine Perspektive schafft als auch Expansionspläne umfassen kann. Der Return on Investment ist zudem häufig überdurchschnittlich gut. Das macht die Investition in ein Franchisesystem sehr attraktiv.

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