Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Kernziel der Arbeit ist das Aufzeigen von Schwierigkeiten und Verbesserungspotenzial in der Prävention von Occupational Fraud, was nicht nur in Kreditinstituten zu erheblichen finanziellen Verlusten führen kann und bereits geführt hat. Die Analyse hat gezeigt, dass – auch aufgrund der sehr komplexen Regulierung des Compliance- und Risikomanagements im Finanzsektor – die Umsetzung präventiver Maßnahmen eine große Herausforderung für Kreditinstitute darstellt. Dabei werden nicht nur Anforderungen der staatlichen Regulierung betrachtet, sondern auch branchenspezifische und branchenübergreifende Empfehlungen integriert. Abgerundet wird die theoretische Analyse durch eine empirische Untersuchung der bankwirtschaftlichen Praxis.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Während der Finanzmarktkrise 2008/2009 meldete nach einer internationalen Studie mehr als die Hälfte der befragten Finanzdienstleistungsunternehmen eine Zunahme von Wirtschaftskriminalität. Diese Entwicklung wird auch national bestätigt: In Deutschland waren 2005 innerhalb der vorherigen zwei Jahre 63% der Banken und Versicherungen von Wirtschaftskriminalität betroffen. Dieser Wert hat sich in der Folgestudie aus dem Jahr 2011 auf 73% erhöht. Nicht nur im Vergleich zum Durchschnittswert von 46% bei allen Unternehmen in Deutschland, sondern auch mit dem Durchschnittswert des Finanzdienstleistungssektors weltweit von 50% scheint die Betroffenheitsquote des Finanzdienstleistungssektors in Deutschland sehr hoch zu sein.

Corinna Hänel

2. Grundlagen der Fraud-Prävention

Kriminalität beschreibt ein gesellschaftliches Massenphänomen (Makroperspektive), das aus der Summe einzelner krimineller Handlungen (Straftaten) entsteht (Mikroperspektive). Die Kriminologie als Lehre vom Verbrechen befasst sich mit beiden Perspektiven. Für die Einstufung kriminellen Verhaltens als solches existieren verschiedene Sichtweisen. Unterschieden werden die formelle, die natürliche und die soziologische Definition kriminellen Verhaltens.

Corinna Hänel

3. Fraud-Regulierung von deutschen Kreditinstituten

Regulierung bedeutet, dass für bestimmte Situationen Regeln aufgestellt werden, die die individuelle Handlungsfreiheit mit dem Zweck, ein geordnetes Zusammenleben sicherzustellen, einschränken. Im Bereich der Bankenregulierung werden in der Regel zwei wesentliche Formen unterschieden: Die staatliche Regulierung und die Selbstregulierung.

Corinna Hänel

4. Theoretische Analyse der Regulierungswirkung für die Fraud-Prävention

Die Analyse der Regulierungsmaßnahmen in Bezug auf Fraud-Prävention erfolgt in zwei Schritten: Im ersten Schritt werden die bestehenden Regulierungsmaßnahmen mit dem Management-Integrationsmodell abgeglichen, um die Regulierungsschwerpunkte, aber auch die Regulierungslücken zu identifizieren. Dadurch soll ein Überblick gegeben werden, in welchen Bereichen des integrierten Modells die Regulierung ggf. durch nichtstaatliche Regulierungsmaßnahmen der Institute verbessert werden kann. Daran anknüpfend wird die mögliche Integration der regulatorischen Maßnahmen betrachtet.

Corinna Hänel

5. Befragung zur Umsetzung der Fraud-Prävention in deutschen Kreditinstituten

Nach der theoretischen Analyse der Regulierungsvorgaben ist die Umsetzung von Fraud-Präventionsmaßnahmen in der Praxis von großem Interesse: Ziel der Untersuchung durch eine Befragung der deutschen Kreditinstitute ist es, die konkrete – von der Aufsicht eher offen gelassene – Durchführung der staatlichen Regulierungsvorgaben sowie den Umfang der in der nichtstaatlichen Regulierung empfohlenen Maßnahmen aufzudecken, um daraus ggf. Verbesserungshinweise ableiten zu können. Dabei sollen sowohl die Maßnahmen und Vorgaben des Compliance- und Integrity-Managements sowie deren Herausforderungen als auch Details des Personalmanagements ermittelt werden.

Corinna Hänel

6. Fazit

Der Bereich der Finanzdienstleistungen gehört zu den am stärksten von Wirtschaftskriminalität und dabei auch von Mitarbeiterkriminalität – hier als (Occupational) Fraud bezeichnet – betroffenen Branchen. Ein solches vorsätzliches Fehlverhalten von Mitarbeitern zum eigenen Vorteil kann Kreditinstitute direkt (primäre Stufe) oder indirekt durch Folgerisiken (sekundäre Stufe) schädigen und auch Auswirkungen auf die gesamte Branche (tertiäre Stufe) haben.

Corinna Hänel

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

micromStellmach & BröckersBBL | Bernsau BrockdorffMaturus Finance GmbHPlutahww hermann wienberg wilhelmAvaloq Evolution AG

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise