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Über dieses Buch

​Sandra A. Habeck untersucht das Berufsfeld Freiwilligenmanagement empirisch und zeigt, dass es sich dabei um ein erwachsenenpädagogisches Feld handelt. Die Studie ermöglicht differenzierte Einsichten in Aufgaben, Problemlagen und Herausforderungen des Freiwilligenmanagements aus unterschiedlichen Akteursperspektiven (Vorgesetzte, Freiwillige, Freiwilligenmanager). Sie beleuchtet organisationale Hintergründe und identifiziert drei Ausprägungen der Ehrenamtsarbeit sowie des Freiwilligenmanagements (Führung ehrenamtlichen Personals, persönliche Beziehungsarbeit, pädagogisch gesteuertes Mithandeln). Die Studie ist im Kontext erwachsenenpädagogischer Professions- und Organisationsforschung verortet. Aus den Befunden lassen sich eine Vielzahl an theoretischen, forschungsbezogenen und handlungspraktischen Reflexionshinweisen und Orientierungsmöglichkeiten ableiten.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung und Vorschau

Zusammenfassung
Eine engagementfreundliche und zukunftsfähige Weiterentwicklung von (Ehrenamts-) Organisationen setzt zunächst voraus, dass die Organisationsmitglieder ihre Denkstrukturen im Zusammenhang mit bürgerschaftlichem Engagement öffnen. Die Initiierung einer solchen Öffnung und Entwicklung von Denkstrukturen und die damit einhergehenden Lernprozesse bilden einen Kernauftrag einer befragten Freiwilligenmanagerin. Sie beschreibt sich als eine Entwicklungsbegleiterin von Freiwilligen und Vorgesetzten im Transformationsprozess derer „Strukturen in den Köpfen“ (Matthäus-Gemeinde Freiwilligenmanagerin, Abs. 52ff) hin zu einer „Kultur der Ehrenamtlichen“ (vgl. ebd., Abs. 41).
Sandra A. Habeck

2. Theoriehorizont Engagementforschung. Aktuelle Entwicklungen und Diskurse um bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenmanagement

Zusammenfassung
Eine Analyse des Berufsfeldes Freiwilligenmanagement im Lichte der sog. Engagementforschung ist unabdingbar mit einem postulierten Wandel von bürgerschaftlichem Engagement in Deutschland in Zusammenhang zu sehen und von dort ausgehend vorzunehmen. Vor dem Hintergrund der Veränderungen in Bezug auf ehrenamtliches und freiwilliges Engagement (vgl. Kap. 2.1) ist das Berufsfeld, wie es sich aktuell gestaltet und entwickelt, in seiner Komplexität zu verstehen und adäquat einzuordnen. Im Zuge des formulierten Wandels stehen soziale Einrichtungen, Organisationen, Vereine, Verbände und Kommunen vor der weitreichenden Aufgabe einer angemessenen Engagementförderung und eines entsprechenden Freiwilligenmanagements (vgl. Kap. 2.2).
Sandra A. Habeck

3. Erwachsenenpädagogische Professionsforschung als theoretischer Rahmen des Berufsfeldes Freiwilligenmanagement

Zusammenfassung
Dieser Arbeit liegt die Annahme zugrunde, dass es sich beim Freiwilligenmanagement um ein erwachsenenpädagogisches Berufsfeld handelt. Vor dem Hintergrund der im vorangegangenen Kapitel (vgl. Kap. 2) aufgeführten Engagementdebatte, in der ein Wettbewerb unterschiedlicher Disziplinen um dieses Berufsfeld konstatiert wird, sind zunächst grundsätzliche Begründungslinien darzulegen, die zur Verortung des Freiwilligenmanagements in der Erwachsenenpädagogik führen (vgl. Kap. 3.1). Des Weiteren werden strukturelle Parallelitäten des Berufsfeldes Erwachsenenbildung und dem Freiwilligenmanagement aufgezeigt (vgl. Kap. 3.2). Anschließend beleuchtet die Autorin Reflexionsanlässe und Spannungsfelder des Berufsfelds Freiwilligenmanagement (vgl. Kap. 3.3). Schließlich münden die aus der Perspektive der Erwachsenenpädagogik vorgenommenen Überlegungen in die theoretisch informierte Empfehlung, das Berufsfeld Freiwilligenmanagement als Forschungsgegenstand in der erwachsenenpädagogischen Professionsforschung aufzugreifen (vgl. Kap. 3.4).
Sandra A. Habeck

4. Das erwachsenenpädagogische Berufsfeld Freiwilligenmanagement – Ausgangslage und offene Fragen zum Forschungsgegenstand

Zusammenfassung
Mit Blick auf den Hintergrund und die Ausgangslage des Berufsfeldes Freiwilligenmanagement aus Engagement- und erwachsenenpädagogischer Professionsforschungs-Perspektive lassen sich erste Erkenntnisse, Fragen und Annahmen zum Forschungsgegenstand ableiten. Aus der Zusammenschau dieser beiden Perspektiven werden demnach im Folgenden unterschiedliche Facetten und Fragestellungen skizziert, die Bezugspunkte für die qualitativ-empirische Exploration des Berufsfeldes Freiwilligenmanagement sind.
Sandra A. Habeck

5. Design und methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Zunächst wird das gewählte Design und methodische Vorgehen der vorliegenden Untersuchung dargelegt und erläutert. Dabei wird das Ziel verfolgt, den Weg zu den Befunden der Forschungsarbeit zum Berufsfeld Freiwilligenmanagement möglichst nachvollziehbar zu machen und dem Leser zu einer entsprechenden Einordnung der Ergebnisse zu verhelfen.
Sandra A. Habeck

6. Freiwilligenmanagement in Organisationen

Zusammenfassung
Das hier untersuchte Berufsfeld Freiwilligenmanagement ist im Kontext von Organisationen verortet, die direkt mit Ehrenamtlichen (zusammen-) arbeiten. Das Freiwilligenmanagement bezieht sich also auf Freiwillige in der jeweiligen Organisation selbst. Um das Berufsfeld näher zu betrachten, wird mit diesem Kapitel zunächst auf berufsfeldrelevante organisationale Aspekte eingegangen. Dabei werden vorab einige grundlegende Anmerkungen zum Verhältnis von Organisation und Ehrenamtsarbeit gemacht und im Anschluss daran Erkenntnisse zu organisationalen Besonderheiten des Berufsfeldes Freiwilligenmanagement vorgestellt.
Sandra A. Habeck

7. Typen der Ehrenamtsarbeit und des Freiwilligenmanagements

Zusammenfassung
Eine hohe Relevanz für das Berufsfeld Freiwilligenmanagement hat neben organisationsbezogenen Faktoren außerdem der zugrundeliegende Typ bzw. die Typen der Ehrenamtsarbeit, auf die sich das Freiwilligenmanagement bezieht. In der Studie sind drei Typen der Ehrenamtsarbeit identifizierbar, die mit Freiwilligenmanagement korrespondieren: aufgaben-, personen- und partizipationsbezogene Ehrenamtsarbeit. Im folgenden Kapitel werden diese drei Typen der Ehrenamtsarbeit und die entsprechenden Typen des Freiwilligenmanagements skizziert. Hierbei sind zunächst drei Determinanten näher zu betrachten, die für die unterschiedlichen Typen von Ehrenamtsarbeit ausschlaggebend sind. Diese äußern sich im Handeln der Freiwilligenmanager in der Ehrenamtsarbeit, nämlich im Verhältnis zu den Freiwilligen, in deren beruflichem Selbstverständnis und in der im Vordergrund stehenden Komponente von Ehrenamtsarbeit.
Sandra A. Habeck

8. Aufgabenbereiche des Freiwilligenmanagements

Zusammenfassung
Freiwilligenmanagement ist mit einer Vielzahl von Aufgaben konfrontiert. In den vorangegangenen Ausführungen sind einige Aufgaben bereits angeklungen, wie z.B. die Gestaltung und Begleitung von Veränderungsprozessen in Organisationen (vgl. Kap. 6.1.2). Auch im weiteren Verlauf der Studie werden einzelne Aufgaben von Freiwilligenmanagement an unterschiedlichen Stellen thematisiert. In diesem Kapitel soll nun ein gebündelter Überblick über die verschiedenen Aufgabenbereiche von Freiwilligenmanagern zu einem Gesamteindruck der Aufgabenfelder verhelfen. Zunächst werden die unterschiedlichen Aufgabenbereiche skizziert und dazugehörige Aufgaben benannt. Dann wird der Blick noch einmal explizit auf den Bereich Freiwillige gerichtet, um die beiden Hauptaufgaben, nämlich Führung und Qualifizierung, differenzierter zu betrachten.
Sandra A. Habeck

9. Schlussfolgerungen für das Berufsfeld Freiwilligenmanagement aus einer Gesamtschau

Zusammenfassung
Auf der Grundlage der vorgenommen Gesamtschau des Materials und den daraus gewonnenen Befunden können zusammenfassend Schlussfolgerungen auf drei Ebenen gezogen werden:
  • Rahmenbedingungen für das Berufsfeld Freiwilligenmanagement
  • Gestaltung des Freiwilligenmanagements durch den Freiwilligenmanager
  • Freiwilligenmanagement als Kooperationsarbeit
Die Rahmenbedingungen für das Berufsfeld Freiwilligenmanagement sind äußerst unterschiedlich und zeigen eine große Variationsbreite auf.
Sandra A. Habeck

10. Die Vorgesetzten der Freiwilligenmanager

Zusammenfassung
Die Rahmenbedingungen der befragten Vorgesetzten der Freiwilligenmanager unterscheiden sich grundlegend voneinander. Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal für die Zusammenarbeit mit Freiwilligenmanagern ist, ob die vorgesetzte Person als hauptamtliche Führungskraft oder als ehrenamtlicher Teil des Vorstandes agiert. Eine weitere entscheidende Determinante stellt die räumliche Nähe bzw. Distanz zu Freiwilligenmanagern dar, d.h. ob Vorgesetzte vor Ort präsent sind. Setzt man die beiden Kategorien miteinander in Bezug, so ergibt sich folgende Zuordnung der befragten Organisationen (vgl. Abbildung 13).
Sandra A. Habeck

11. Die Ehrenamtlichen

Zusammenfassung
Was bewegt Menschen, sich freiwillig zu engagieren? Dieser Frage widmet sich das folgende Kapitel. Dabei werden die Motivatoren zum Engagement differenziert betrachtet. Es zeigt sich, dass die Gründe und Faktoren zum Einstieg, bei der Durchführung und zum Bleiben in einem Engagement jeweils gesondert in den Blick zu nehmen sind. Außerdem kann festgestellt werden, dass ehrenamtliches Engagement in unterschiedlichen Zusammenhängen steht. Darüber hinaus sind engagementspezifische Spannungsfelder erkennbar, in denen Ehrenamtliche sich bewegen. Diese verschiedenen Kontextualisierungen und ehrenamtstypischen Spannungsfelder haben auf ehrenamtliches Engagement einen entscheidenden Einfluss. Die Ergebnisse zu den Beweggründen und Einflussfaktoren ehrenamtlichen Engagements werden in zwei Unterkapiteln präsentiert. Aus den Befunden ergeben sich schließlich zentrale Erkenntnisse für das Freiwilligenmanagement.
Sandra A. Habeck

12. Die Freiwilligenmanager

Zusammenfassung
Freiwilligenmanager setzen sich in besonderer Weise mit ihrer eigenen Berufstätigkeit auseinander. Im Zusammenhang mit ihrer Berufsrolle als Freiwilligenmanager ist v.a. die Frage interessant, welche Funktion ihr professioneller Hintergrund im Freiwilligenmanagement hat. Daneben sind im Freiwilligenmanagement einige Spezifika zu erkennen. So ist u.a. die Arbeit des Freiwilligenmanagers sehr stark von Wandel geprägt und er gestaltet in hohem Maße Veränderungsprozesse aktiv mit. Die beiden Themenfelder – Profession und Besonderheiten des Berufsfeldes – werden in den folgenden zwei Unterkapiteln detailliert in den Blick genommen und im anschließenden Fazit werden Schlussfolgerungen für das Freiwilligenmanagement abgeleitet.
Sandra A. Habeck

13. Das erwachsenenpädagogische Berufsfeld Freiwilligenmanagement – Reflexive Schlussbetrachtungen und Fazit

Zusammenfassung
Mit der folgenden reflexiven Betrachtung der Untersuchung und der eruierten Ergebnisse wird das Ziel verfolgt, zu einer adäquaten Einordnung der Studie und der generierten Befunde zu verhelfen, Transfer-, Forschungs- und Handlungsbedarfe aufzuzeigen und auf Anschlussmöglichkeiten hinzuweisen. Es wird ein Vorgehen gewählt, bei welchem das Forschungsprojekt anhand der drei Folien Methode (Kap. 13.1), Theorie (Kap. 13.2) und Praxis (Kap. 13.3) jeweils beleuchtet wird. Dabei werden wichtige Befunde zusammengefasst und Schlussfolgerungen gezogen. Der abschließende Blick in die Zukunft des Freiwilligenmanagements weist schließlich auf identifizierte Entwicklungsanforderungen zur Etablierung des Berufsfeldes und damit zur Förderung einer engagementfreundlichen Gesellschaft hin (Kap. 13.4).
Sandra A. Habeck

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