Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Das Buch bildet die konsequente Fortsetzung der bislang 5 Bände umfassenden Reihe zur Biographie und Wirkungsgeschichte des Nationalökonomen Friedrich List (1789-1846), die seit 2013 im Verlag SpringerGabler erschienen ist. In dem vorliegenden Band wird Lists Bedeutung als Entwicklungstheoretiker und -politiker erstmals umfassend beleuchtet. Ausgangspunkt sind seine Bemühungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Territorialstaaten, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Vergleich zu England und Frankreich Entwicklungsländer waren. Darauf aufbauend werden die Ansichten und Theorien von Lists Entwicklungspolitik dargestellt, wie sie heute in der Dritten Welt bestehen bzw. gang und gäbe sind. Daraus werden frappierende Parallelen und Analogien ersichtlich, die deutlich machen, wie visionär List dachte. Im Zusammenhang mit der List-Rezeption in Lateinamerika, Indien, Japan, China und Ozeanien werden diese Ideen vertieft und auf ihre praktische Anwendung übertragen. Anschließend werden die Kardinalprobleme der Weltwirtschaft dargestellt und ebenfalls mit Lists Visionen verglichen. Dies unterstreicht eindrucksvoll die Weitsicht dieses genialen und viel verkannten deutschen Nationalökonomen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundzüge von Lists Entwicklungstheorie

Zusammenfassung
In den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat der französische Historiker und Publizist Pierre Nora ein siebenbändiges Werk mit dem Titel „Les lieux de mémoire“ herausgebracht, in dem er Ereignisse ins Gedächtnis rief, in denen sich die französische Geschichte, in besonderem Maße konzentriert, verkörpert oder kristallisiert hat. Dies können z.B. einfache Gedenkstätten, Denkmäler oder Gräber, Symbole und Embleme, besondere Gebäude, ausgewählte Texte von bedeutenden Schriftstellern oder außergewöhnliche Kunstwerke sein. „Der Ort wird allerdings nicht als abgeschlossene Realität angesehen, sondern im Gegenteil stets als ein Ort in einem Raum, sei er real, sozial, politisch, kulturell oder imaginär; – mit anderen Worten: wir sprechen von einem Ort, der seine Bedeutung und seinen Sinn erst durch seine Bezüge und seine Stellung inmitten sich immer neuformierender Konstellationen erhält.“
Eugen Wendler

Grundzüge von Lists Entwicklungspolitik

Zusammenfassung
In einem 1995 von Evelyn L. Forget herausgegebenen Sammelband mit dem Titel „The peasant in economic thought“ hat Victor G. Doerksen einen Beitrag zum Thema „Friedrich List and the German Peasantry – Early German Liberal Econmic Thought and Practice“ publiziert. Darin werden die sonst kaum beleuchteten Ideen von Friedrich List zur Agrarwirtschaft thematisiert, obgleich seine fünfte und letzte handelspolitische Schrift von 1842 „Die Ackerverfassung, die Zwergwirtschaft und die Auswanderung“ gewidmet ist.
Eugen Wendler

Die List-Rezeption in Lateinamerika, Indien, Japan, China und Ozeanien

Zusammenfassung
Im Jahre 2013 veröffentlichte Mauro Boianovsky, Professor für Politische Ökonomie an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universidade de Brasilia, eine größere Abhandlung über „Friedrich List and the Economic Fate of Tropical Countries“. In der Einleitung vertritt der Autor die Überzeugung, dass Lists damalige Ansichten zur Entwicklungspolitik rückständiger Länder für die Entwicklungs- und Schwellenländer des 20. Jahrhunderts und auch danach nach wie vor relevant sind. Was wir heute als „Entwicklungsländer“ bezeichnen, entspreche ungefähr dem, was List die Länder der tropischen oder heißen Zone nannte.
Eugen Wendler

Aktuelle und künftige Kardinalprobleme der Weltwirtschaft und Entwicklungspolitik

Zusammenfassung
Obgleich in der aktuellen Weltwirtschaft ein stabiles Hoch zu herrschen scheint, bestehen bei vielen Zeitgenossen große Zukunftsängste. Die Begriffe „Krisen“, „Katastrophen“ und „Kriege“ haben Hochkonjunktur. Die globale Welt befindet sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden Transformationsprozess am Übergang zwischen der Industriegesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts zur postindustriellen Gesellschaft im 21. Jahrhundert.
Eugen Wendler

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise