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Über dieses Buch

Das Buch fasst im ersten Teil das ökonomische System von Friedrich List in lebendiger, allgemein verständlicher, aktueller und anschaulicher Weise zusammen und belegt seine Bedeutung als Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft umfassend. Im weiteren Verlauf werden dann die Schwierigkeiten und Hindernisse thematisiert, die Friedrich List bei der Umsetzung seiner visionären Ideen vor allem durch das Metternich`sche Spitzelsystem in den Weg gelegt wurden und anhand von zahlreichen neu entdeckten Quellen eindrucksvoll dargestellt.

Das vorliegende Werk ergänzt Eugen Wendlers bereits erschienene Tetralogie "Friedrich List (1789-1846) - ein Ökonom mit Weitblick und sozialer Verantwortung (Biografie), "Friedrich List im Zeitalter der Globalisierung" (Ergänzungsband), "Politik der Zukunft" (Ergänzungsband) und „Friedrich List: Politisches Mosaik“ (Ergänzungsband) hervorragend und ist nicht nur äußerst aktuell, sondern auch spannend wie ein Kriminalroman.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Was kann die heutigeWirtschaftswissenschaft von Friedrich List (1789–1846) lernen?

Einen weitgehend in Vergessenheit geratenen, aber höchst interessanten Artikel „Über Friedrich List“ in den Preußischen Jahrbüchern von 1903 leitete damals Max Höltzel mit folgenden Worten ein: „Es sind recht Wenige, die für Handel und Industrie, Verkehr und Volkswirtschaft in Praxis und Theorie von so großer Bedeutung waren und eine so tiefgreifende Wirksamkeit entfaltet haben, wie Friedrich List; – auch hat selten ein Mann so viele unerbittliche Verfolger gehabt, wie er. Die Kurzsichtigkeit und die blindwütige Gegnerschaft seiner Zeitgenossen hat es aber doch nur zugut verstanden, das Andenken Lists auch über seinen Tod hinaus zu schmälern und die Würdigung seiner Lebensarbeit zu untergraben.“ Deshalb sei Lists Name „sowohl in den Kreisen der Nationalökonomie wie der Historiker, wie auch der allgemeinen Bildung“ noch viel zu wenig bekannt; – und – so möchte man hinzufügen – daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Eugen Wendler

Die Auswanderung von Friedrich List in die USA im Jahre 1825 und dessen Observierung durch deutsche und französische Behörden während der Ausreise

Nachdem List gut die Hälfte seiner 10-monatigen Haftstrafe auf dem Hohenasperg abgesessen hatte, wurde er von der württembergischen Regierung unter der Auflage, „für immer in die Vereinigten Staaten“ auszuwandern, vorzeitig entlassen. Um seine Karoline, „die Frau mit der himmlischen Sanftmut“, mit den vier Kindern, dem 16-jährigen Stiefsohn Karl Neidhard und den drei 8, 6 und 3 Jahre alten leiblichen Kindern Emilie, Oskar und Elise zu der gefährlichen und ungewissen Übersiedlung in die Neue Welt zu bewegen, verbreitete das Familienoberhaupt Hoffnung und Zuversicht. Dabei sei es dahingestellt, ob List selbst an seine besänftigenden Worte glaubte.
Eugen Wendler

Die Reise von Friedrich List in die Donaumonarchie im Jahre 1844/45 sowie dessen Observierung durch die österreichische Regierung und die Wiener Polizeihofstelle

In meinem 1996 erschienenen Buch „Die Vereinigung des europäischen Kontinents – Friedrich List – die gesamteuropäische Wirkungsgeschichte seines ökonomischen Denkens“ habe ich mich ausführlich mit der List-Rezeption in Österreich und Ungarn auseinandergesetzt und in dem 2004 veröffentlichten Buch „Durch Wohlstand zur Freiheit – Neues zum Leben und Werk von Friedrich List“ zu dessen engmaschiger Überwachung durch den habsburgischen Polizeistaat die damals verfügbaren Belege zusammengetragen. Dabei hat sich gezeigt, dass die von Metternich angeordnete Observierung bereits mit der Delegation des Handels- und Gewerbsvereins nach Wien im Jahre 1819 einsetzte und sich dann über die gesamte Wirkungszeit von Friedrich List erstreckte. In der Zentrale des habsburgischen Geheimdienstes, der Wiener Polizeihofstelle, liefen die Informationen zusammen, die von Spitzeln aus dem gesamten Einflussbereich der Donaumonarchie mitgeteilt wurden: seien es von List vollzogene oder geplante Aktivitäten, unberechtigte Verdächtigungen bei der Demagogenverfolgung, die von Metternich betriebene Opposition gegen Lists Ernennung zum amerikanischen Konsul für das Königreich Sachsen, dessen Intervention gegen Lists Eisenbahnpläne, das Verbot zur Verbreitung des Zollvereinsblattes in der Donaumonarchie oder die Unterbindung von Lists Bemühungen im ungarischen Eisenbahnwesen eine leitende Position zu erhalten.
Eugen Wendler

Der Verlauf von Lists Reise nach Ungarn und die Observierung durch die Pesther Polizeihofstelle

In einem Geheimbericht vom 3.11.1844 informierte die Wiener Polizeihofstelle die österreichische Regierung über Lists Ankunft in Pozsony (Preßburg, heute Bratislava). Die Stadt gehörte damals zu Ungarn und war Sitz des ungarisches Reichstages. In dem Bericht heißt es: „Der bekannte Nationalökonom List, der Donnerstag-Nachmittag mit dem Dampfboot ,Stephan‘, wo er von Seiten der Direktion eine Kabine gratis benutzte, von Wien hier angekommen ist, hat hier im Gasthof ,Zu den grünen Bäumen‘ eingekehrt und suchte sogleich mit einigen Landtagsnotabilitäten und Komitatsdeputierten in Berührung zu kommen.
Eugen Wendler

Backmatter

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