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Über dieses Buch

Warum noch ein Buch tiber Fiihrung? So beginnen seit vie len Jahren, wenn nicht Jahrzehnten die Bticher tiber das Phiinomen Ftihrung, und jedes Mal fUhrt der Autor - aus seiner Sich- gute Griinde an, warum es einfach noch ein weiteres Buch tiber Fiihrnng geben muss. Alles scheint in der Tat schon gedacht, gesagt und geschrieben. Von Sunzun und Macchiavelli tiber Drucker und Mintzberg bis zu Malik und Sprenger: Die Bibliotheken, die sich mit Ftihrungs­ btichern fullen lieBen, konnten wir nicht mehr zahlen. Warum also hare ich an dieser Stelle nicht einfach auf, lege me in Buchprojekt zu den Akten und verweise auf die vorhandene Literatur? Weil es trotz der Ftille an Informationen meiner Ansicht nach an kompaktem, verwertbarem Wissen tiber diesen zentralen Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre namens "Fiihrnng" mangelt. Offenbar gibt es kein Ideen-und Konzeptdefizit, sondern ein Erkenntnis-, Anwendungs-und Handlungsdefizit - gerade bei den "Usern", den Fiihrungskraften selbst. Wir sind Informa­ tionsriesen, aber Realisierungszwerge. Fiihrung scheint so schlecht und so problematisch zu sein wie nie zuvor. Die Klagen tiber miserable Manager und demotivierte Mitarbeiter nehmen zu. Nach neuesten Umfragen scheint sich nur einer von zehn Beschaftigten seinem Arbeit­ geber wirklich verpflichtet zu fuhlen. Scharen von Fiihrungskraften pilgern nach wie vor in Seminare, urn die Essenz guten Fiihrens kennen zu lernen - und in der Unternehmenspraxis bleibt alles beim Alten. Es kommt eben nicht nur auf das Horen und Verstehen, sondern auch auf das Ausprobieren und Umsetzen an.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil I. Führung im 21. Jahrhundert Oder: Führung in der Krise?

Zusammenfassung
Führung im 21. Jahrhundert bedeutet Führen unter verschärften Bedingungen. Die heutigen Märkte und Menschen sind andere als die vor 20 Jahren. Führungskräfte und Mitarbeiter sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber, haben andere Ziele und Interessen, leben in einem anderen Umfeld, und sie definieren sich und ihre Arbeit anders als noch die Generation vor ihnen. Bevor es um das Thema Führen selbst geht, möchte ich deshalb zunächst kurz die wichtigsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen skizzieren. Dabei kann es sich nur eine vereinfachte Momentaufnahme handeln, denn das 21. Jahrhundert ist neben der zunehmenden Komplexität und Beschleunigung vor allem durch einen Trend geprägt: Wandel.
Daniel F. Pinnow

Teil II. Beruf oder Berufung Oder: Was macht gute Führung aus?

Zusammenfassung
Der ehemalige US-Präsident John F. Kennedy, Mahatma Gandhi und Sir Winston Churchill stehen für vorbildliche Führungskompetenz, wie eine Umfrage der Personalberatung Heidrick & Struggles ergeben hat. Aber was ist gute Führung? Eine komplexe, philosophisch anmutende Frage, auf die unzählige Managementschulen und Theorieansätze zum Teil diametral entgegengesetzte Antworten geben. Sie nutzen Führungskräften in der Praxis nur wenig und sorgen mehr für Verwirrung als für Orientierung.
Daniel F. Pinnow

Teil III. Systemische Führung Oder: Eine Welt gestalten, der andere gerne angehören wollen

Zusammenfassung
Die Antwort auf die Herausforderungen und Entwicklungen des 21. Jahrhunderts ist die systemische Führung. Systemisches Führen, das auf personenorientierte Entwicklung und Veränderung setzt, befindet sich als Ansatz im permanenten Spannungsverhältnis zwischen den Erfordernissen der Globalisierung, die auf Vernetzung, Geschwindigkeit und Wissensmanagement setzt, und der Individualität — oder drastisch ausgedrückt: Egomanie — der einzelnen Führungskraft.
Daniel F. Pinnow

Teil IV. Mehr als nur Reden Oder: Die Instrumente systemischer Führung

Zusammenfassung
In den vorausgegangenen Kapiteln habe ich Sie auf eine besondere Reise durch die Führungslehre mitgenommen. Zunächst habe ich mit Ihnen zusammen erkundet, welchen spezifischen Anforderungen Führung im 21. Jahrhundert ausgesetzt ist (Teil I). Danach haben wir uns die bisherigen Führungsansätze angesehen und dabei geprüft, inwieweit sie uns für den heutigen Führungsalltag weiterbringen (Teill II). Auf dieser Grundlage habe ich dann dargestellt, wie systemisches Führen, mein favorisierter, weil integrativer Ansatz, funktioniert und wie man dadurch als Führungskraft eine Welt schaffen kann, der andere gerne angehören wollen (Teil III).
Daniel F. Pinnow

Schlusswort Oder: Wohin die Reise weitergeht

Zusammenfassung
Führung heißt, eine Welt zu gestalten, der andere gern angehören wollen. Ich bin da-von überzeugt, dass die „weichen“ Faktoren von Führung in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden, da ihre Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg immens sind. Wenn die Kursänderung bei der Führungskräfteentwicklung und in der alltäglichen Führungsarbeit in den Unternehmen wirksam wird — wir wissen, dass Kurskorrekturen bei großen Schiffen immer erst nach einer gewissen Strecke, also bei großen Konzernen erst nach ein paar Jahren, greifen —, wird Führung anders verstanden werden als heute. Und Deutschland erlebt durch die zunehmende Internationalisierung und Digitalisierung hier auch einen heilsamen Schub, der die letzten wilhelminischen Traditionen von Führung verschwinden lassen wird — hin zu Netzwerkbildung, Vertrauen und emotionaler Intelligenz.
Daniel F. Pinnow

Backmatter

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