Führung in der Polizei
Ein praxisorientiertes Lehrbuch für Bachelor- und Masterstudierende sowie Berufserfahrene
- 2026
- Buch
- Herausgegeben von
- Joachim Albrecht
- Mareen Lakner
- Wolfgang Jaeger
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
Dieses Lehrbuch vermittelt praxisnah und zugleich wissenschaftlich fundiert zentrale Themen, die für Führungskräfte sowie Führungsinteressierte im Polizeikontext relevant sind. Studierende (in Bachelor- als auch Masterstudiengängen) sowie Praktikerinnen und Praktiker finden hilfreiche Informationen zu Personalauswahl und -entwicklung, Teamwork, Konfliktmanagement, Motivation, Führungsstilen, Autorität u.v.m. – Zur Vertiefung von Vorlesungseinheiten oder zur Anwendung in der beruflichen Praxis.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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1. Effektive Lernstrategien – eine Erhebung erfolgversprechender Methoden zur Vorbereitung auf theoretische Prüfungen an Hochschulen
Carla Theobald, Matthias Kopp, Joachim AlbrechtIn diesem Fachbeitrag werden effektive Lernstrategien für die Vorbereitung auf theoretische Prüfungen an Hochschulen untersucht. Der Text beginnt mit einer Einführung in die Bedeutung von Lernstrategien und Motivation für den akademischen Erfolg. Es werden die Grundlagen der Lerntheorie, insbesondere das Modellernen nach Albert Bandura und die sozialkognitive Lerntheorie, erläutert. Ein zentraler Fokus liegt auf dem selbstregulierten Lernen, das in drei Hauptkomponenten unterteilt wird: die metakognitive, die motivationale und die verhaltensbezogene Komponente. Die Studie an der Hochschule für Polizei in Baden-Württemberg zeigt, welche Lernstrategien von erfolgreichen Studierenden am häufigsten angewendet werden. Empfehlungen für Studierende umfassen unter anderem die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Aktivität in Vorlesungen, das Eliminieren von Ablenkungen, das Einlegen von Pausen, das Nutzen digitaler Lerntools und das Strukturieren des Lernplans. Besonders betont wird die Wichtigkeit des regelmäßigen Wiederholens und des Schreibens von Zusammenfassungen. Der Beitrag schließt mit einer Übersicht über Handlungsempfehlungen für Studierende, die eine klare Struktur für effektives Lernen bieten. Durch die Kombination von theoretischen Grundlagen und praktischen Tipps bietet der Text wertvolle Einblicke in erfolgreiche Lernstrategien und deren Anwendung.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungUm einen akademischen Abschluss zu erlangen, ist es notwendig, das Wissen der Studierenden in Form eines Leistungsnachweises zu überprüfen. An Hochschulen muss der überwiegende Teil der Leistungsnachweise in Form von Klausuren erbracht werden. Zentral für den Studienerfolg ist dabei die effektive Vorbereitung auf die theoretischen Prüfungen. Trotz großen Lernaufwandes kommt es dennoch vor, dass einige Studierende Prüfungen nicht oder nur schlecht bestehen, während einige wenige das Studium mit sehr guten Noten abschließen können. Das lässt vermuten, dass die Lernstrategien bestimmter Studierender erfolgsbringender sind als andere. Sowohl Lernstrategien als auch Lernmotivation sind entscheidend für den akademischen Erfolg von Studierenden (Nabizadeh et al., 2019, S. 6). Da im Bereich der Erwachsenenbildung das Lernen deutlich autonomer und in einer weniger strukturierten Umgebung stattfindet, stehen viele Studierende vor einer neuen Herausforderung (Pelikan et al., 2022, S. 269). Auch Selbstregulationskompetenzen können erlernt werden (Pelikan et al., 2022, S. 269) und sind notwendig, um ein Hochschulstudium erfolgreich abzuschließen. Um dabei möglichst gute Ergebnisse erzielen zu können, ist es ratsam, passende Lernstrategien für die aktuelle Lernphase auszuwählen (Hattie & Donoghue, 2016, S. 3). Daher wurden im Folgenden die Empfehlungen erfolgreicher Studierender durch Kategorien geordnet, um die passenden Strategien im richtigen Moment anwenden zu können. Auch Motivation spielt eine wichtige Rolle beim Lernen, da sie das Engagement eigenständig zu lernen beeinflusst. Viele Aspekte haben Auswirkung auf die Motivation, so zum Beispiel die Zielorientierung, die Überzeugung vom Wert der Aufgabe oder auch das Interesse an der Aufgabe selbst (Donker et al., 2014, S. 3). -
2. Präsentation und Kommunikation
Alexander F. KufnerIn diesem Kapitel werden die Grundlagen und Techniken von Präsentationen und Kommunikation für Polizeibeamte detailliert erläutert. Es beginnt mit den Lernzielen, die den Aufbau einer Präsentation, verschiedene Erstellungswege und Techniken zum Umgang mit Lampenfieber umfassen. Der Text betont die Bedeutung von Präsentations- und Kommunikationskompetenzen für Polizeibeamte, insbesondere in Führungspositionen. Es werden verschiedene Methoden zur Vorbereitung und Durchführung von Präsentationen vorgestellt, darunter die KISS-Regel (Keep it short and simple) und die ÜFLFÜ-Methode. Der Aufbau einer Präsentation wird in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilt, wobei besondere Aufmerksamkeit auf die Einleitung und den Schluss gelegt wird, da diese den ersten und letzten Eindruck prägen. Der Hauptteil wird als Dialog geführt, wobei Fragen und Einwände der Zielgruppe behandelt werden. Verschiedene rhetorische Techniken wie Problem-Lösung, These mit Dreiklang und doppelte rhetorische Fragen werden vorgestellt. Der Text geht auch auf die Bedeutung von Zielgruppenanalyse und die Anpassung der Präsentation an die Bedürfnisse der Zuhörer ein. Zudem werden Techniken zur Bewältigung von Lampenfieber und zur Verbesserung der Sprechfähigkeit behandelt. Abschließend wird die Bedeutung von Moderationstechniken für die Entscheidungsfindung und Teamarbeit betont. Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Punkte und der Bedeutung von Präsentations- und Moderationskompetenzen für Polizeibeamte.KI-Generiert
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ZusammenfassungLaut Birkenbihl (2007) würden die meisten Menschen lieber im Sarg liegen, als die Grabrede zu halten. Denn die meisten Menschen fühlen sich unwohl, wenn sie in der Öffentlichkeit vor Gruppen sprechen sollen. Polizisten müssen von Berufswegen immer wieder zu und vor fremden Menschen sprechen. Dennoch fühlen sich einige unwohl, wenn sie vor einer größeren Gruppe (fremder oder höherrangiger) Menschen sprechen müssen. Durch Kenntnisse wesentlicher Grundprinzipien und regelmäßiges Üben können die Präsentations- und Moderationskompetenzen ständig ausgebaut werden. Hohe Kompetenzen können nicht nur das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit positiv prägen, sondern auch die Frustration der Kollegen aufgrund von langweiligen bzw. anstrengenden Vorträgen oder betreutem Lesen reduzieren. Darüber hinaus kann auch der eigene Stress und das Risiko von Lampenfieber reduziert werden. Mithilfe von Moderationen können Lösungen gefunden oder Entscheidungen getroffen werden, die auch von den Kolleginnen und Kollegen mitgetragen werden. Daher werden in diesem Kapitel wesentliche Präsentations- und Moderationstechniken vermittelt sowie Tipps zur Vorbereitung und Umgang mit Lampenfieber gegeben. Es wird dabei auch um digitale Tools und Meetings gehen. -
THEMENKOMPLEX 1: GRUNDLAGEN
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3. Führen heißt Gespräche führen
Ngoc Phuong Vi Hoffmeister, Christoph DümmigIn diesem Kapitel werden die Grundlagen und Techniken effektiver Kommunikation in Führungsgesprächen der Polizei behandelt. Es wird die Bedeutung von Kommunikation und Führung im Polizeikontext hervorgehoben, wobei verschiedene Kommunikationstechniken und -modelle vorgestellt werden. Dazu gehören die Kommunikationsaxiome nach Paul Watzlawick, das Sender-Empfänger-Modell, das 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun sowie Techniken wie aktives Zuhören, Paraphrasieren und Ich-Botschaften. Der Text betont die Wichtigkeit von Feedback und dessen richtiger Anwendung in Führungsgesprächen. Zudem werden verschiedene Arten von Führungsgesprächen, wie Informationsgespräche, Delegationsgespräche, Korrektur- und Kritikgespräche, Konfliktgespräche, Anerkennungsgespräche, Entlastungsgespräche, Mitarbeitenden-/Jahresgespräche, Beurteilungsgespräche, Zielvereinbarungsgespräche, Entwicklungsgespräche, Orientierungsgespräche und Suchtgespräche, detailliert beschrieben. Das Kapitel schließt mit einem Fazit, das die zentrale Rolle effektiver Kommunikation in der Polizei hervorhebt und die Notwendigkeit kontinuierlicher Weiterentwicklung der Kommunikationsfähigkeiten betont. Durch die Integration von Forschungsergebnissen und praktischen Beispielen bietet der Text wertvolle Einblicke und Anleitungen für Führungskräfte in der Polizei, um ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und somit die Effektivität ihrer Führungsgespräche zu steigern.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm vorliegenden Kapitel wird die Relevanz professioneller Kommunikation als elementare Führungsaufgabe im polizeilichen Kontext beleuchtet. Es wird deutlich, dass die Kunst der Gesprächsführung ein komplexes Konstrukt darstellt, das weit über den einfachen Austausch von Informationen hinausgeht. Vielmehr umfasst sie kognitive sowie emotionale Prozesse. Auf theoretischer Ebene werden zentrale Kommunikationsmodelle wie die Axione Watzlawicks, das Sender-Empfänger-Modell und das Vier-Ohren-Modell vorgestellt. Diese Modelle dienen dazu, typische Dynamiken und Missverständnisse in Führungssituationen einzuordnen. Ergänzend werden zentrale Kommunikationstechniken erläutert. Dazu zählen insbesondere das aktive Zuhören, das Paraphrasieren, Ich-Botschaften sowie strukturierte Feedbackmethoden. Der Fokus dieser Techniken liegt auf der Klärung der Wahrnehmung, der Verbesserung der Beziehungsgestaltung und der konstruktiven Bearbeitung von Konfllikten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse verschiedener Arten von Führungsgesprächen. Die Autorys kommen zu dem Schluss, dass die Qualität der Führung in hohem Maße von der Vorbereitung, der Rollenklarheit und der kommunikativen Kompetenz der Führungskraft abhängt. Insbesondere in einem Arbeitsumfeld, das von hohen Belastungen, dynamischen Einsatzlagen und klaren Hierarchien geprägt ist, wie es bei der Polizei der Fall ist, gewinnt die professionelle Gesprächsführung an Bedeutung. -
4. Die Organisations- und Führungskultur der Polizei als Fundament professioneller Polizeiarbeit
Wolfgang Jaeger, Sebastian SchwarzIn diesem Kapitel wird die Organisations- und Führungskultur der Polizei als Fundament professioneller Polizeiarbeit untersucht. Es werden verschiedene Ausprägungen der Organisationskultur innerhalb der Polizei analysiert, wobei insbesondere die Unterschiede zwischen der offiziellen Polizeikultur und der informellen Polizistenkultur hervorgehoben werden. Der Text identifiziert interne und externe Kulturkiller, die eine negative Organisationskultur begünstigen, und beleuchtet die Auswirkungen von Führungsversagen sowie Unsicherheitsfaktoren im Innen- und Außenverhältnis. Ein zentraler Fokus liegt auf der Bedeutung von sinn- und werteorientierter Führung, die als entscheidender Faktor für eine positive Kulturgestaltung und Handlungssicherheit der Mitarbeitenden dargestellt wird. Abschließend werden konkrete Maßnahmen und Empfehlungen zur Verbesserung der Organisationskultur in der Polizei aufgezeigt, wobei die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Wertevermittlung und einer transparenten Feedbackkultur betont wird. Das Fazit unterstreicht die Bedeutung einer vertrauensbasierten und integren Führungskultur, die auf gemeinsamen Werten und Handlungsprämissen basiert, um eine positive Organisationskultur zu fördern und Kulturkiller zu minimieren.KI-Generiert
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ZusammenfassungOhne das Fundament einer guten Organisations- und Führungskultur ist eine zeitgemäße, professionelle Polizeiarbeit nicht leistbar. Deshalb werfen wir in diesem Kapitel einen vertieften Blick auf das Thema Polizeikultur. -
5. Arbeitsleistungsmessung in der Polizei – Herausforderungen und Perspektiven
Kevin Wagner, Kim Klein, Ruhul Amin Noel, Gabriele M. Murry, Jörg RommelfangerArbeitsleistungsmessung in der Polizei ist ein komplexes und vielschichtiges Thema, das sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte umfasst. Der Fachbeitrag beleuchtet die Herausforderungen und Perspektiven der Leistungsbewertung in der Polizei, insbesondere im Kontext der Balance zwischen Effizienz, Bürgervertrauen und interner Arbeitskultur. Ein zentraler Fokus liegt auf der Definition und Anwendung von Arbeitsleistungsmessung, wobei die Bedeutung von Motivation, Mitarbeiterzufriedenheit und Teamklima hervorgehoben wird. Der Beitrag analysiert auch die Rolle strategischer Steuerungsinstrumente wie der Balanced Scorecard und des Performance Managements, die zur Verbesserung der Effektivität und Effizienz polizeilicher Maßnahmen beitragen sollen. Zudem werden die Unterschiede zwischen Schutz- und Kriminalpolizei sowie die Zusammenarbeit zwischen diesen Bereichen untersucht. Die Bewertung bestehender Beurteilungssysteme, insbesondere in Baden-Württemberg, wird kritisch hinterfragt, und Verbesserungspotenziale werden aufgezeigt. Der Fachbeitrag bietet eine umfassende und praxisnahe Analyse, die Professionals ein tieferes Verständnis für die Komplexität der Leistungsbewertung in der Polizei vermittelt.KI-Generiert
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ZusammenfassungArbeitsleistungsmessung in der Polizei ist essenziell, um die Effektivität und Effizienz der Polizeiarbeit zu sichern. Sie dient der kontinuierlichen Bewertung und Verbesserung polizeilicher Maßnahmen und hat Einfluss auf das Vertrauen der Bevölkerung sowie die interne Organisationskultur. Leistungserfassung und -bewertung sind nicht nur für die strategische Planung notwendig, sondern auch, um individuelle Stärken und Schwächen zu erkennen, gezielt darauf einzugehen und die begrenzten Ressourcen zielgerichtet einzusetzen. Des Weiteren ergibt sich die Verpflichtung zum effektiven und effizienten Einsatz der Ressourcen aus der jeweiligen Bundes- oder Landeshaushaltsordnung, welche die öffentlichen, aus Steuergeldern resultierenden, Geldmittel regeln. -
6. Autorität und Führung in der Polizei
Matthias Weber, Jürgen ConradIn diesem Kapitel wird die Autorität und Führung in der Polizei als Spannungsfeld diskutiert, das durch Konflikte und unterschiedliche Normen geprägt ist. Es werden verschiedene Modelle der Mitarbeitendenführung, wünschenswerte Eigenschaften für polizeiliche Führungskräfte und Autoritätsdefinitionen vorgestellt, um die Anforderungen für Führungskräfte aufzuzeigen. Das Konzept der „neuen Autorität“ wird als praktischer Lösungsansatz für diese Herausforderungen vorgestellt. Es bietet Lösungen für Probleme mit Mitarbeitenden, die die Autorität der Führungskraft untergraben können. Das Kapitel illustriert anhand prägnanter Fallbeispiele aus dem Alltag einer Führungskraft, wie das Konzept der „neuen Autorität“ hilft, Konflikte in der Mitarbeitendenführung zu lösen. Es werden die Begriffe von Führung, Führungskonzepte und Autorität im Kontext der Mitarbeitendenführung in der Polizei diskutiert. Anschließend wird auf das Konzept der „neuen Autorität“ eingegangen, welches als „Werkzeugkasten“ für Führungskräfte verstanden wird. Im empirischen Teil werden dann die Fallbeispiele im Einzelnen ausgeführt. Dabei wird veranschaulicht, wie die neue Autorität als Konfliktlösungsmodell auf diese Beispiele angewandt werden kann. Ein Fazit schließt den Beitrag. Das Kapitel zeigt, dass Führung und Autorität immer von Herausforderungen geprägt sind und dass moderne Führungskonzepte wie die „neue Autorität“ notwendig sind, um diese Herausforderungen zu meistern. Die „neue Autorität“ bietet Lösungen für Konfliktsituationen und ermöglicht die Umsetzung von gewünschten Eigenschaften für Führungskräfte in der Polizei. Die aktuelle Forschung untersucht weiterhin, wie sich moderne Führungskonzepte in hierarchische Organisationen implementieren lassen. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass sowohl Führungskräfte als auch die Mitarbeitenden diese Art von Führung und Autorität einfordern.KI-Generiert
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ZusammenfassungDieses Kapitel diskutiert die alltägliche Ausgestaltung der Autorität polizeilicher Führungskräfte im Wissen um die Wahrscheinlichkeit von Konflikten, und veranschaulicht, wie Autorität auszurichten ist, um Mitarbeitendenführung und Konflikte konstruktiv auszugestalten. Dazu beleuchtet dieser Beitrag verschiedene Modelle der Mitarbeitendenführung, wünschenswerte Eigenschaften für polizeiliche Führungskräfte und Autoritätsdefinitionen, um aufzuzeigen, welche Anforderungen für Führungskräfte sich daraus ergeben können. Dieser Beitrag zielt darauf ab, diese allgemeinen und diversen Anforderungen in ein handhabbares Konzept zu überführen, das sich auch dafür eignet, Fallstricke der Mitarbeitendenführung und Konflikte zu bearbeiten. Es wird das Konzept der „neuen Autorität“ (Omer & von Schlippe, 2012; Lemme & Körner, 2018; Körner et al., 2019), das sich als Konzept der Mitarbeitendenführung und Konfliktbearbeitung verstehen lässt (Baumann-Habersack, 2017, 2020; Geisbauer, 2018), als praktischer Lösungsansatz für diese Herausforderungen vorgestellt. -
7. Konfliktmanagement (inklusive Moderation und Mediation)
Kathrin Schweizer, Gabriele M. Murry, Jasmin SchenkIn diesem Kapitel wird die Bedeutung des Konfliktmanagements im polizeilichen Kontext detailliert erläutert. Es werden verschiedene Arten von Konflikten, wie interpersonelle und intrapersonelle Konflikte, sowie heiße und kalte Konflikte, analysiert. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf den Eskalationsstufen nach Glasl, die helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen und gezielt einzugreifen. Der Text vermittelt Grundprinzipien der Konfliktlösung und zeigt auf, wie Moderation und Mediation als effektive Techniken zur Deeskalation und Lösungsfindung eingesetzt werden können. Praxisbeispiele und Fallstudien aus dem Polizeialltag verdeutlichen, wie theoretische Konzepte in realen Einsatzsituationen angewendet werden können. Abschließend werden Kernkompetenzen im Konfliktmanagement für Führungskräfte herausgearbeitet, die es ermöglichen, Konflikte professionell und effektiv zu bewältigen.KI-Generiert
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ZusammenfassungWird versucht, eine Definition für Konflikte im polizeilichen Kontext zu finden, so ist es sicher sinnvoll, sich erst mit Konflikten allgemein, also ohne spezifischen Kontext, zu befassen. Schnell könnte beim Durchforsten der Literatur ein sehr negativ behaftetes Umfeld aufkommen. Doch gibt es auch Literatur, zum Beispiel Schwarz (2014), die die Frage nach dem Sinn von Konflikten in den Fokus rückt und die Ursachenforschung zurückstellt. Prinzipiell sind Konflikte dazu da, etwas zu regeln bzw. zu bewältigen oder einen Gleichgewichtszustand, der aus der Balance gekommen ist, wieder herzustellen.
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THEMENKOMPLEX 2: TEAM
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8. High Responsability Teams und effizientes Crew Resource Management am Beispiel polizeilicher Teamarbeit im Streifendienst
Marc Ant, Timo ErlenmaierDas Kapitel untersucht die Bedeutung von effizientem Crew Resource Management (CRM) und Teamarbeit, insbesondere im Kontext polizeilicher Streifendienste. Es beginnt mit einer historischen Einordnung, die auf das Flugzeugunglück von Teneriffa 1977 zurückgeht, um die Notwendigkeit von CRM zu verdeutlichen. Anschließend wird das Konzept des effizienten CRM definiert und von klassischen Ansätzen abgegrenzt. Der Text erläutert die Dynamik der Fehlerentstehung und -reduzierung sowie die Bedeutung von Teamarbeit aus sozialpsychologischer und Managementperspektive. Besonders hervorgehoben werden die kritischen Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Teamarbeit im Streifendienst, wie Kommunikation, Vertrauen, Aufgabenteilung, Motivation, Zielklarheit und Führung. Die Studie von Erlenmeier (2024) wird detailliert analysiert, die die essenziellen Erfolgsfaktoren der polizeilichen Teamarbeit im Streifendienst empirisch untersucht hat. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis der polizeilichen Streifenarbeit abgeleitet, darunter regelmäßige Schulungen, Teambuildingaktivitäten, klare Kommunikationsstrukturen und psychologische Unterstützungsmaßnahmen. Das Kapitel zeigt auf, wie die Implementierung von CRM-Prinzipien und die Förderung von Teamarbeit die Effizienz und Sicherheit im polizeilichen Einsatz erheblich steigern können.KI-Generiert
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ZusammenfassungAm 27. März 1977 ereignete sich auf dem regionalen Flughafen Los Rodeos im Norden der Urlaubsinsel Teneriffa eines der schwerwiegendsten Unglücke in der Fluggeschichte. Dieses involvierte zwei Boeing des Typs 747, die 747–121 Clipper Victor der amerikanischen Pan American World Airways und die 747-206B Rijn der niederländischen Fluggesellschaft KLM. Dieser Unfall führte dazu, dass 335 Passagiere der PanAm und alle 249 Passagiere der KLM-Maschine ums Leben kamen (Gero, 2017).
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THEMENKOMPLEX 3: MOTIVATION
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9. Motivationstheorien
Thomas SteinkampIn diesem Kapitel werden Motivationstheorien detailliert erläutert, die helfen, menschliches Verhalten zu verstehen und zu steuern. Es werden verschiedene Theorien vorgestellt, darunter die Bedürfnispyramide von Maslow, das E.R.G.-Modell von Alderfer, die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg und die Motiv-Trias von McClelland. Diese Theorien unterscheiden sich in ihrer Fokussierung auf Defizit- und Wachstumsbedürfnisse sowie in der Hierarchisierung der Bedürfnisse. Zudem werden Prozesstheorien der Motivation behandelt, die den Entscheidungs- und Handlungsprozess beschreiben, einschließlich der Erwartung-Wert-Theorien, der Zielsetzungstheorie und der Selbstregulationstheorie. Das Kapitel zeigt auf, wie diese Theorien in der Polizeiarbeit angewendet werden können, um das Verhalten von Mitarbeitenden zu verstehen und zu motivieren. Es wird betont, dass Motivationstheorien eine wichtige Grundlage für die Analyse und Gestaltung von Handlungen in der täglichen Praxis der Polizeiarbeit bieten. Das Fazit fasst zusammen, dass Motivationstheorien sowohl Inhaltstheorien als auch Prozesstheorien wertvolle Einblicke liefern, um Verhalten zu steuern und zu motivieren.KI-Generiert
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ZusammenfassungMotivationstheorien bieten zentrale Erklärungsansätze zur Analyse und Steuerung menschlichen Verhaltens. Im polizeilichen Kontext unterstützen sie sowohl die Reflexion des eigenen Handelns als auch das Verständnis des Verhaltens anderer. Darüber hinaus tragen sie zur professionellen Gestaltung der Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern bei und bilden zudem eine wesentliche Grundlage für eine wirksame Personalführung. Die Vielzahl existierender Motivationstheorien ist in unterschiedlichen wissenschaftlichen Traditionen verankert und hebt jeweils spezifische Facetten motivationaler Prozesse hervor. Im Folgenden wird ein Überblick über ausgewählte, in Forschung und Praxis besonders einflussreiche Theorieansätze gegeben. -
10. Public Service Motivation
Welche Möglichkeiten und Grenzen bietet die Public Service Motivation (PSM) als Führungsinstrument für die Polizei BW? Romana StegererIn diesem Kapitel wird die Public Service Motivation (PSM) und ihre Bedeutung für den Polizeiberuf untersucht. Die PSM umfasst vier Dimensionen: politische Motivation, Gemeinwohlinteresse, soziales Mitgefühl und Uneigennützigkeit. Diese Dimensionen werden detailliert beschrieben und anhand von Beispielen erläutert. Der Text geht auch auf die Abgrenzung der PSM von der intrinsischen Motivation ein und zeigt auf, wie die PSM durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden kann. Aktuelle Forschungsergebnisse zur PSM bei Polizeivollzugsbeamten werden vorgestellt und diskutiert. Zudem werden praktische Anwendungsmöglichkeiten der PSM bei der Personalauswahl, Aus- und Fortbildung sowie im Führungsbereich der Polizei Baden-Württemberg aufgezeigt. Das Fazit betont die Bedeutung der PSM als nachhaltige Motivation und deren positive Auswirkungen auf die Arbeitsumfelder und die Bindung der Mitarbeitenden an die Organisation.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie Public Service Motivation (PSM) untersucht die Motivation von Menschen, welche im öffentlichen Dienst tätig sind. Konkret handelt es sich um eine längerfristig angelegte Motivation, welche durch die eigene Persönlichkeit und Wertevorstellung der Person gebildet wird. Bezogen auf die Polizei wird davon ausgegangen, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sich für ihren Beruf entscheiden, weil sie sich für die Gesellschaft verantwortlich fühlen und etwas Gutes bewirken möchten. Die PSM ist messbar und könnte in verschiedenen Bereichen – etwa bei der Personalauswahl, im Onboarding oder für Fortbildungsmaßnahmen – gezielt zur Steigerung der Motivation genutzt werden. Fortbildungen zu Teamarbeit, interkultureller Kompetenz oder politischer Bildung können einzelne Dimensionen der PSM fördern. -
11. Flow
Joachim Albrecht, Esra Çakar, Ngoc Phuong Vi Hoffmeister, Nicolas Burger, Miriam StockerIn diesem Kapitel wird der Begriff „Flow“ definiert und die zentralen Elemente für das Erleben von Flow, wie klare Zielvorgaben, gute Rückmeldungen und ein Zuwachs an Anforderungen, detailliert erläutert. Es wird der verhaltensbiologische Ansatz von Felix von Cube zur Erklärung von Anstrengung, Leistung und Neugiertrieb vorgestellt, sowie der Einfluss eines befähigenden Führungsstils auf das Flow-Erleben und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden. Der Text beleuchtet die Chancen und Risiken von Flow im beruflichen Kontext und zeigt auf, wie Flow-Erlebnisse die Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeitenden erhöhen können. Besonders interessant sind die praktischen Beispiele aus der Polizei, die verdeutlichen, wie Flow-Erlebnisse in verschiedenen Berufsfeldern gefördert werden können. Abschließend werden Reflexionsfragen gestellt, die den Leser dazu anregen, das Gelernte auf die eigene berufliche Praxis zu übertragen.KI-Generiert
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ZusammenfassungEs gibt Momente, in denen eine Tätigkeit so fesselnd ist, dass die Zeit stillzustehen scheint und jede Ablenkung in den Hintergrund tritt. Der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi (1975) nennt diesen Zustand „Flow“. Dabei handelt es sich um einen Bewusstseinszustand, in dem Menschen völlig in eine Aktivität eintauchen und diese intensiv genießen (Bakker, 2008). Dabei ist es egal, ob diese Tätigkeit im privaten oder beruflichen Kontext stattfindet. Im Kern des Flow-Erlebens steht, dass Menschen eine Tätigkeit um ihrer selbst willen ausführen und nicht wegen einer zu erwartenden Belohnung, wie etwa Status, Geld oder Macht (Csíkszentmihályi, 1987). Sie vollziehen manche Tätigkeiten also ausschließlich, weil die Aktivität an sich Wohlbefinden bei ihnen auslöst (Engeser & Vollmeyer, 2005).
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- Titel
- Führung in der Polizei
- Herausgegeben von
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Joachim Albrecht
Mareen Lakner
Wolfgang Jaeger
- Copyright-Jahr
- 2026
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-71991-6
- Print ISBN
- 978-3-662-71990-9
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-71991-6
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