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Über dieses Buch

Wenn auf einer Baustelle Termine nicht eingehalten werden, Pannen sich häufen oder das Budget überschritten wird, hat dies oft zwischenmenschliche Ursachen. Neben dem technischen Wissen entscheidet der Führungsstil von Bauleitern, Architekten und Betriebsinhabern über Erfolg oder Misserfolg einer Bauunternehmung. Das richtige Führungsverhalten verbessert die Zusammenarbeit mit Auftraggebern und Subunternehmern, löst und vermeidet Konflikte und führt das Team zum größtmöglichen Erfolg. Praxisorientiert vermittelt dieses Fachbuch die relevanten Grundlagen der Führung, Kommunikation und Teamentwicklung und bereitet auch Studierende der Fachrichtung Bauwesen auf ihre zukünftigen Führungsaufgaben vor. In der 3. Auflage wurde Kapitel 1 um Lean Management und Kapitel 2 um Lean Leadership ergänzt. Kapitel 5 Kommunikationsmethoden wurde erweitert um die Moderationstechnik Six thinking hats und die Entscheidungstechnik Nutzwertanalyse. Kapitel 6 Change Management wurde aktualisiert und ergänzt um ein Beispiel zur Einführung von Lean Management.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die Führungskraft als Performance Manager

Zusammenfassung
Wieso sind einige Bauunternehmen erfolgreicher als andere? Entscheidend für den Unternehmenserfolg sind u. a. die Managementleistungen. Erfolgreiches Management ist als Performance Management leistungs- und ergebnisorientiert. In diesem Kapitel wird der Ansatz des Performance Managements als Leistungsmanagement und Möglichkeiten seiner Umsetzung beschrieben. Zur Umsetzung werden das strategische Managementinstrument Balanced Scorecard (BSC) und das Management- und Organisationskonzept Lean Management vorgestellt und je anhand von Praxisbeispielen aus dem Bauwesen erläutert.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 2. Der Performance Manager als Führungskraft

Zusammenfassung
Das Führungsverhalten einer Führungskraft wird von ihrem Charakter, den persönlichen Einstellungen sowie von ihrem Wissen, Wollen, Können und Dürfen beeinflusst.
Einleitend werden die Kompetenzanforderungen an eine Führungskraft im Bauwesen vorgestellt. Kompetenzen beziehen sich auf erlernbare Fähigkeiten und sind eher veränderbar als charakteristische Verhaltensweisen, die sich im Laufe eines Lebens herausbilden. Der Charakter und die Persönlichkeit eines Menschen beeinflussen maßgeblich das Führungsverhalten. Dazu wird das Menschenbild der Theorie X und der Theorie Y dargestellt, da das jeweilige Menschenbild maßgeblich den Führungsstil beeinflusst. Daran anschließend werden klassische und moderne Führungsstile erörtert. Mit den Führungsinstrumenten Management by Objectives und Objectives and Key Results werden zwei Methoden vorgestellt, die die Führungskraft dabei unterstützen, das Verhalten der Mitarbeiter auf gemeinsame Ziele auszurichten. Abschließend werden die Führungskonzepte der situativen Führung, der transaktionalen und transformationalen Führung sowie das Konzept des Lean Leadership erläutert, die mit entsprechenden Kompetenzen, Führungsstilen und Führungsinstrumenten umgesetzt werden.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 3. Teams zum Erfolg führen

Zusammenfassung
Ein besonders relevanter Aspekt der Führungsaufgaben im Bauwesen ist die Teamleitung. Teamarbeit ist im Bauwesen eine Selbstverständlichkeit, denn mit nur einem Menschen lässt sich keine Kathedrale bauen. Generell besteht ein Team aus mindestens 2 Personen, die gemeinsam ein bestimmtes Ziel erreichen wollen. Aufgezeigt werden die Grundlagen einer erfolgreichen Teamarbeit. Dazu gehören die proaktive Gestaltung der Teamkultur, die Berücksichtigung von Teamrollen erfolgreicher Teams sowie die Steuerung gruppendynamischer Prozesse der Teamentwicklung. Die Qualität einer Teamsituation kann mittels einer checklistenbasierten Stärken-Schwächen-Analyse überprüft werden. Zudem wird der Umgang mit Suchmittelproblemen thematisiert. Denn Drogen- und Suchtprobleme betreffen alle Branchen und Berufsgruppen und sind somit auch für Führungskräfte des Bauwesens ein relevantes Thema.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 4. Kommunikation

Zusammenfassung
„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick).
Wenn 2 Personen sich gegenseitig wahrnehmen, kommunizieren sie miteinander, da jedes Verhalten einer Person, eine Form von Kommunikation ist. Da man sich nicht nicht verhalten kann, ist es unmöglich, nicht zu kommunizieren. Das bedeutet, dass Kommunikation auch nonverbal und unbewusst stattfindet.
Bei Projekten im Bauwesen spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle, denn die Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke und Teams erfordert eine intensive Koordination und die funktioniert nicht ohne Kommunikation. Unzureichende Kommunikation führt dazu, dass Teams nicht effektiv geleitet und Projekte nicht erfolgreich durchgeführt werden.
In diesem Kapitel werden Ihnen die Grundlagen der Kommunikation und verschiedene Kommunikationsformen vermittelt, sodass Sie bewusst unterschiedlich kommunizieren und Kommunikationsprobleme leichter erkennen und lösen können. Mit einer gründlichen Gesprächsvorbereitung und situativ angemessenen Gesprächsdurchführung steigern Sie die Chancen, Ihre Gesprächspartner für Ihre Ideen oder Absichten zu gewinnen. In diesem Kontext wird die Anwendung der Führungsinstrumente Feedback- und Zielvereinbarungsgespräch erläutert. Zudem wird die Kommunikation mit schwierigen Gesprächspartnern thematisiert.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 5. Kommunikationsmethoden

Zusammenfassung
Im Bauwesen gehören Besprechungen zum Alltagsgeschäft. Wenn Sie zu einer Besprechung einladen, übernehmen Sie als einladende Führungskraft i. d. R. die Gesprächsleitung und somit auch die Rolle des Moderators oder Präsentators.
Mit der Kommunikationsmethode Moderation können systematisch und strukturiert Problemlösungen erarbeitet, Entscheidungen eingefordert und eine destruktive und chaotische Meetingkultur verhindert werden. Im Kontext der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung moderierter Besprechungen und Workshops werden u. a. Kreativitäts- und Problemlösungstechniken vorgestellt sowie das Meeting als Kostenfaktor thematisiert.
Zu Ihren Aufgaben als Führungskraft im Bauwesen gehört es auch zu präsentieren. Im Rahmen einer Präsentation informieren Sie als Präsentator einen Teilnehmerkreis über ausgewählte Inhalte, z. B. bei einer Angebotspräsentation oder einem Fachvortrag. Mit der Kommunikationsmethode Präsentation gelingt Ihnen ein systematischer Aufbau Ihrer Präsentation, mit verständlich aufbereiteten Inhalten, mit aussagekräftigen Visualisierungen und einem gelungenen Präsentationsverhalten.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 6. Change- und Transformation Management

Zusammenfassung
Alles wandelt sich, auch der deutsche Bausektor ist in Bewegung. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt durchdringt und verändert die Baubranche, erkennbar an der Einführung von 3D-Druck, Cloud-Technologie, 3D-Laserscanning und Building Information Modeling (BIM). In einer Befragung zur „Digitalisierung der deutschen Bauindustrie 2019“ gaben 51% der befragten Führungskräfte der Baubranche an, dass sich durch die Einführung von BIM das Geschäftsmodell in den kommenden 5 Jahren gravierend verändern werde (PricewaterhouseCoopers 2019, S. 40). Das erfordert von Führungskräften zumindest Basiswissen zum Change- und Transformation Management. Vermittelt werden relevante Konzepte und Methoden für einen erfolgreichen Wandel. Dazu werden wesentliche Aspekte des Change- und Transformation Management anhand von Praxisbeispielen anschaulich beschrieben.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 7. Konflikte und Konfliktmanagement

Zusammenfassung
Die Situation im Bauwesen ist häufig von Konfrontation und Konflikten geprägt, die zu erheblichen Nachteilen führen können. Unterschiedliche Meinungen wie z. B. zwischen Architekten und der ausführenden Baustelle, entgegengesetzte Interessen wie z. B. zwischen Behördenvertretern und ausführenden Ingenieuren sowie Missverständnisse und Konkurrenz im Team sind gängige Ursachen für Konflikte.
Projekte ohne Konflikte sind Ausnahmen. Konflikte sind meist schädlich, denn sie beeinträchtigen die Arbeitsatmosphäre, verringern die Arbeitsfreude und Motivation und blockieren Kreativität. Da Auseinandersetzungen Zeit kosten, können Konflikte zu einem relevanten Faktor werden, der die Teamarbeit behindert und die Ressourcen Arbeitszeit und Arbeitskraft vergeudet.
Konflikte haben jedoch auch positive Aspekte wie die Thematisierung von Missständen sowie die Findung von Ideen und die Initiierung von Problemlösungen. Generell gilt: Nicht jeder Konflikt ist schädlich, aber schwelende Konflikte sind teuer.
Aufgezeigt wird, wie Sie Konflikte frühzeitig erkennen können, mit welchen Methoden des Konfliktmanagements Konflikte konstruktiv bearbeitet werden und auf welche Weise Konflikten vorgebeugt werden kann.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 8. Fair Management

Zusammenfassung
Um eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bauwesen zu fördern, haben Initiativen der deutschen Bauwirtschaft unterschiedliche, innovative Vorgehensweisen entwickelt wie Wertemanagement, Compliance-Management-Systeme oder das Partnering-Modell. Diese Ansätze eines Fair-Managements werden in diesem Kapitel vorgestellt.
Um eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bauwesen zu fördern, haben Initiativen der deutschen Bauwirtschaft unterschiedliche, innovative Vorgehensweisen entwickelt wie Wertemanagement, Compliance-Management-Systeme oder das Partnering-Modell. Diese Ansätze eines Fair-Managements werden in diesem Kapitel vorgestellt.
Der Begriff Fair-Management ist eine Bezeichnung für Managementmethoden, die auf Werten basieren wie z. B. Fairness, Ehrlichkeit, Integrität und ein partnerschaftliches Verhalten.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Backmatter

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