Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Wenn auf einer Baustelle Termine nicht eingehalten werden, Pannen sich häufen oder das Budget überschritten wird, hat dies oft zwischenmenschliche Ursachen. Neben dem technischen Wissen entscheidet der Führungsstil von Bauleitern, Architekten und Betriebsinhabern über Erfolg oder Misserfolg einer Bauunternehmung. Das richtige Führungsverhalten verbessert die Zusammenarbeit mit Auftraggebern und Subunternehmern, löst und vermeidet Konflikte und führt das Team zum größtmöglichen Erfolg. Praxisorientiert vermittelt dieses Fachbuch die relevanten Grundlagen der Führung, Kommunikation und Teamentwicklung und bereitet auch Studierende der Fachrichtung Bauwesen auf ihre zukünftigen Führungsaufgaben vor. Die 2. Auflage wurde im Hinblick auf den Einsatz des Werkes in der Lehre überarbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Management und Führung

Sei es der Flughafen Berlin oder die neue Philharmonie in Hamburg – die Probleme auf Baustellen sind nicht zu übersehen und im Fokus der Öffentlichkeit. Technisches Fachwissen und Erfahrungen reichen offensichtlich nicht aus, um Bauprojekte erfolgreich durchzuführen. Managementwissen und die sogenannten Softskills sind ebenfalls relevante Erfolgsfaktoren, die dazu führen, dass Bauvorhaben erfolgreich und termingerecht realisiert werden. Im Kontext des Baumanagements werden der Ansatz des Performance Managements sowie der Balanced Scorecard vorgestellt. Zudem werden, ausgehend von den Aufgaben des Baumanagements, die notwendigen fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen einer erfolgreichen Führungskraft im Bauwesen beschrieben. Ergänzend werden praxisrelevante Führungsstile und bewährte Führungsinstrumente erläutert.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

2. Teams zum Erfolg führen

Ein besonders relevanter Aspekt der Führungsaufgaben im Bauwesen ist die Teamleitung. Teamarbeit ist im Bauwesen eine Selbstverständlichkeit, denn mit nur einem Menschen lässt sich keine Kathedrale bauen. Generell besteht ein Team aus mindestens 2 Personen, die gemeinsam ein bestimmtes Ziel erreichen wollen. Aufgezeigt werden die Grundlagen einer erfolgreichen Teamarbeit. Dazu gehören die proaktive Gestaltung der Teamkultur, die Berücksichtigung von Teamrollen erfolgreicher Teams sowie die Steuerung gruppendynamischer Prozesse der Teamentwicklung. Die Qualität einer Teamsituation kann mittels einer checklistenbasierten Stärken-Schwächen-Analyse überprüft werden. Zudem wird der Umgang mit Suchmittelproblemen thematisiert. Denn Drogen- und Suchtprobleme betreffen alle Branchen und Berufsgruppen und sind somit auch für Führungskräfte des Bauwesens ein relevantes Thema.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

3. Kommunikation

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick).
Wenn 2 Personen sich gegenseitig wahrnehmen, kommunizieren sie miteinander, da jedes Verhalten einer Person, eine Form von Kommunikation ist. Da man sich nicht nicht verhalten kann, ist es unmöglich, nicht zu kommunizieren. Das bedeutet, dass Kommunikation auch nonverbal und unbewusst stattfindet.
Bei Projekten im Bauwesen spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle, denn die Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke und Teams erfordert eine intensive Koordination und die funktioniert nicht ohne Kommunikation. Unzureichende Kommunikation führt dazu, dass Teams nicht effektiv geleitet und Projekte nicht erfolgreich durchgeführt werden.
In diesem Kapitel werden Ihnen die Grundlagen der Kommunikation und verschiedene Kommunikationsformen vermittelt, sodass Sie bewusst unterschiedlich kommunizieren und Kommunikationsprobleme leichter erkennen und lösen können. Mit einer gründlichen Gesprächsvorbereitung und situativ angemessenen Gesprächsdurchführung steigern Sie die Chancen, Ihre Gesprächspartner für Ihre Ideen oder Absichten zu gewinnen. In diesem Kontext wird die Anwendung der Führungsinstrumente Feedback- und Zielvereinbarungsgespräch erläutert. Zudem wird die Kommunikation mit schwierigen Gesprächspartnern thematisiert.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

4. Kommunikationsmethoden

In diesem Kapitel werden Ihnen die Kommunikationsmethoden Moderation von Besprechungen und Workshops sowie Präsentation vorgestellt.
Moderationen sind strukturierte Gesprächsleitungen. Im Bauwesen gehören Besprechungen zum Alltagsgeschäft und wenn Sie zu einer Besprechung einladen, übernehmen Sie als einladende Führungskraft i. d. R. die Gesprächsleitung und somit auch die Rolle des Moderators. Mit moderierten Sitzungen können Sie eine destruktive und chaotische Meetingkultur verhindern, da mit Hilfe der Moderation systematisch und strukturiert Problemlösungen erarbeitet und Entscheidungen eingefordert werden. Im Kontext der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung moderierter Besprechungen werden u.A. Kreativitäts- und Problemlösungstechniken vorgestellt als auch das Meeting als Kostenfaktor thematisiert.
Im Rahmen einer Präsentation informieren Sie als Präsentator einen Teilnehmerkreis über ausgewählte Inhalte. Zu Ihren Aufgaben als Führungskraft im Bauwesen gehört es, zu präsentieren. Vielleicht müssen Sie den aktuellen Stand Ihres Projektes der Geschäftsleitung vorstellen oder Sie werden eingeladen, einen Fachvortrag zu halten oder Sie haben die Aufgabe, ein Angebot zu präsentieren. In diesem Kontext wird erläutert, wie Sie eine erfolgreiche Präsentation durchführen: mit einem systematischen Aufbau, verständlich aufbereiteten Inhalten mit aussagekräftigen Visualisierungen und einem gelungenen Präsentationsverhalten.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

5. Konflikte und Konfliktmanagement

Die Situation im Bauwesen ist häufig von Konfrontation und Konflikten geprägt, die zu erheblichen Nachteilen führen können. Unterschiedliche Meinungen wie z. B. zwischen Architekten und der ausführenden Baustelle, entgegengesetzte Interessen wie z. B. zwischen Behördenvertretern und ausführenden Ingenieuren sowie Missverständnisse und Konkurrenz im Team sind gängige Ursachen für Konflikte.
Projekte ohne Konflikte sind Ausnahmen. Konflikte sind meist schädlich, denn sie beeinträchtigen die Arbeitsatmosphäre, verringern die Arbeitsfreude und Motivation und blockieren Kreativität. Da Auseinandersetzungen Zeit kosten, können Konflikte zu einem relevanten Faktor werden, der die Teamarbeit behindert und die Ressourcen Arbeitszeit und Arbeitskraft vergeudet.
Konflikte haben jedoch auch positive Aspekte wie die Thematisierung von Missständen sowie die Findung von Ideen und die Initiierung von Problemlösungen. Generell gilt: Nicht jeder Konflikt ist schädlich, aber schwelende Konflikte sind teuer.
In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie Sie Konflikte frühzeitig erkennen können, mit welchenMethoden des KonfliktmanagementsKonflikte konstruktiv bearbeitet werden und auf welche Weise Konflikten vorgebeugt werden kann.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

6. Change Management

Alles wandelt sich, auch der deutsche Bausektor ist in Bewegung. Zum Beispiel wandelte sich der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger hin zu „Bilfinger - Der internationale Engineering- und Servicekonzern“ und die einst eigenständige Hochtief AG wird seit 2011 vom spanischen Konzern ACS gesteuert. In beiden Fällen handelt es sich um gravierende Veränderungen.
Change Management ist ein professionelles Management von Veränderungen, um einen Wandel erfolgreich zu steuern und zu gestalten. Dabei ist die Kontinuität von Werten wie Ehrlichkeit und Fairness unverzichtbar für eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
In diesem Kapitel werden das Konzept Change Management erläutert sowie praxisrelevante Aspekte des Change Managements vorgestellt wie z.B. der Umgang mit Widerstand.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

7. Fair Management

Um eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bauwesen zu fördern, haben Initiativen der deutschen Bauwirtschaft unterschiedliche, innovative Vorgehensweisen entwickelt wie das EMB-Wertemanagement Bau und das Partnering-Modell. Die beiden Ansätze eines Fair-Managements werden in diesem Kapitel vorgestellt.
Brigitte Polzin, Herre Weigl

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.