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03.04.2020 | Führungsqualität | Infografik | Onlineartikel

Corona-Krisenmanagement von Unternehmen ist ausbaufähig

Autor:
Andrea Amerland
1:30 Min. Lesedauer

Keine Management-Disziplin ist derzeit wichtiger als Krisenmanagement. Das sehen auch viele Beschäftigte so. Die sind aber mit der Leistung ihrer Vorgesetzten nur bedingt zufrieden und wünschen sich rund um Corona konkrete Maßnahmen und mehr Kommunikation.

 

Die Corona-Pandemie hat offenbar deutlichen Einfluss auf das Vertrauen, welches Arbeitnehmer in die Geschäftsleitung ihres Unternehmens setzen. Laut einer Gallup-Blitzbefragung unter abhängig Beschäftigten, hat nur ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer einen klaren Maßnahmenplan gegen die Corona-Krise kommuniziert bekommen (33 Prozent). Lediglich 32 Prozent finden, dass sich ihre Firma derzeit für ihr Wohlergehen interessiert. 

Immerhin fühlen sich vier von zehn Mitarbeitern durch ihre Führungskraft genügend über die Entwicklungen in der Firma informiert (39 Prozent). Ein Drittel gibt zudem an, für die tägliche Arbeit gut vorbereitet zu sein (33 Prozent). Doch auch beim Thema Gesundheitsprävention zeigen sich die deutschen Beschäftigten wenig optimistisch. Nur 26 Prozent der Arbeitnehmer rechnen damit, in der Corona-Pandemie gesund zu bleiben, wenn sie sich an die Gesundheitsregeln ihres Unternehmens halten.

Unternehmen scheitern an Krisenplänen und interner Kommunikation

Selbst bei der Frage, ob die Geschäftsführung die zukünftigen Herausforderungen meistern wird, macht sich Pessimismus breit. Gerade einmal 27 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu. Bei der Vorjahresbefragung waren es noch 41 Prozent. 

Das Umfrageergebnis sollte Unternehmen alarmieren, warnt Marco Nink, Regional Lead Research & Analytics EMEA bei Gallup. "Entweder scheitern sie daran, Maßnahmenpläne aufzustellen, oder diese effektiv an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kommunizieren", kommentiert er. Für die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens sei es allerdings von großer Bedeutung, ob sich die Belegschaft auf ihre Arbeit konzentrieren könne, ohne sich Sorgen um ihre Gesundheit oder ihren Arbeitsplatz machen zu müssen, moniert Nink weiter. Desinformation erweist sich in der Krise also als falscher Weg.

Für die Untersuchung wurden vom 19. bis 24. März rund 1.000 Arbeitnehmer ab 18 Jahren telefonisch befragt. Laut eigenen Angaben hatten nur 53 Prozent von ihrem Arbeitgeber das Angebot bekommen, im Homeoffice zu arbeiten.

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