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20.02.2020 | Führungsqualität | Infografik | Onlineartikel

Fachkräfte geben Chefs nur eine 3+

Autor:
Andrea Amerland
2 Min. Lesedauer

Fachkräfte in Deutschland bekommen von ihren Chefs selten, was sie erwarten, zeigt eine Online-Umfrage von meinestadt.de. Im Durchschnitt finden Beschäftigte mit Berufsausbildung die Führungsqualität ihrer Vorgesetzten nur mittelprächtig.

Welche Schulnote würden sie Ihrem Vorgesetzten geben?, hat eine Studie im Auftrag des Online-Portals "meinestadt.de" Fachkräfte mit Berufsausbildung gefragt. Die rund 2.000 Teilnehmer der Online-Umfrage mit dem Titel "Fachkräfte und Führung" im Alter von 25 bis 65 Jahren geben demnach ihren Chefs im Durchschnitt eine 2,67, also in Schulnoten ausgedrückt eine 3+. Immerhin bewertet etwa jeder Zweite seinen Chef mit einem "gut". Bei 37 Prozent lautet das Urteil allerdings nur "befriedigend bis ausreichend". Knapp neun Prozent bezeichnen die Führungsqualiät des Vorgesetzten als "mangelhaft bis ungenügend".

Führung in kleineren Betrieben besser

Dabei schnitten Vorgesetzte im Handwerk (2,43) und in kleineren Unternehmen (2,56) bei der Bewertung durch ihre Mitarbeiter besser ab als in anderen Branchen und in großen Unternehmen (2,71). Bei der Betrachtung nach Branchen rangiert der Gesundsheitssketor hinter dem Handwerk und vor der Öffentlichen Verwaltung. Auf Platz vier und fünf folgen Handel und Logistik. 

Kompetenz und Wertschätzung sind wichtig

Doch wann ist ein Chef ein guter Chef? Bei der Frage nach dem Führungsstil ist den meisten die fachliche Kompetenz (87,2 Prozent) besonders wichtig. Für 65 Prozent trifft das auf den aktuellen Vorgesetzten auch zu. 86,1 Prozent wünschen sich, dass die Führungskraft ihre Arbeit wertschätzt. Aber nur 58,2 Prozent finden, dass sie diese Wertschätzung auch bekommen. Auch bei anderen Faktoren klafft zwischen Wunsch und Wirklichkeit eine Lücke. Das gilt für Vertrauen (84,4 Prozent | 56,5 Prozent), dem offenen Umgang mit Kritik (83 Prozent | 53,7 Prozent) sowie für Motivation (68,9 Prozent | 37,7 Prozent) und Arbeitsbelastung (64,2 Prozent | 36,4 Prozent). 

Die Detailschilderungen der Befragten erinnern zum Teil an die schlimmsten Ausfälle aus der TV-Serie "Stromberg". "Cholerische Anfälle wegen Nichtigkeiten. Das rüttelt an den Nerven. Die Frauen sind am Weinen, die Männer ducken sich weg. Ganz miese Stimmung", wird einer der Befragten in der Studienzusammenfassung zitiert. Bei der Führungsqualität gibt es hierzulande also noch viel Luft nach oben. 

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